MAN zeigt Technik-Premieren auf der Messe Interschutz 2015

Große Modellvielfalt an Feuerwehrfahrzeugen bei MAN vom 8. bis 13. Juni in Halle 27 Stand B46

MAN Truck & Bus nimmt mit verschiedenen Modellen an der Messe Interschutz 2015 teil – hier ein MAN TGM 18.340 in Euro 6-Ausführung.

MAN Truck & Bus nimmt mit verschiedenen Modellen an der Messe Interschutz 2015 teil – hier ein MAN TGM 18.340 in Euro 6-Ausführung.

Für die vielfältigen Aufgaben der Feuerwehren und des Katastrophenschutzes bietet MAN mit seinen Baureihen TGL, TGM und TGS ein breites Fahrzeugspektrum im Tonnagebereich von 7,49 bis 44 Tonnen an. MAN präsentiert auf der Messe Interschutz 2015 in Halle 27 zahlreiche Technikneuheiten und ein weit gespanntes Angebot in den beiden Abgasstufen Euro 5 und Euro 6. Denn nicht alle europäischen Länder haben die für den Güterverkehr seit 2014 vorgeschriebene Abgasstufe Euro 6 für Einsatzfahrzeuge zur Verpflichtung gemacht. Deshalb sind in einigen Ländern – beispielsweise Deutschland, Österreich und Großbritannien – noch Fahrzeuge mit Euro 5-Motoren für eine längere Übergangsfrist zulassungsfähig und bieten technische Vorteile für die Feuerwehren wie weniger voluminöse und leichtere Abgasreinigungsanlagen. Zudem benötigen MAN TGL und TGM in der Euro 5-Ausführung keinen AdBlue als Zusatzstoff zur Abgasreinigung, was das Handling erleichtert, Gewichtsvorteile bringt und dem Aufbauhersteller mehr Platz für seinen Gerätekoffer und die Mannschaftsräume bietet.

Um diese Vielfalt zu zeigen, wird MAN in der Euro 5-Ausführung ein Mittleres Löschfahrzeug MLF auf MAN TGL und ein Tanklöschfahrzeug TLF 4000 auf MAN TGM ausstellen. Gewichtsoptimierungen am Fahrgestell erlauben die Zulassung des MLF mit 7,49 Tonnen. Dieses ermöglicht Inhabern der früheren deutschen Führerscheinklasse 3 sowie des in einigen Bundesländern eingeführten so genannten „Feuerwehrführerscheines“, dieses Fahrzeug zu bewegen. Das TLF 4000 ist gleichermaßen ausgelegt für den Einsatz auf der Straße als auch im Gelände. Die längere Kabine L aus der MAN TGM-Baureihe bietet Stauraum hinter den Sitzen für Ausrüstung und Schutzkleidung.

Die Euro 6-Ausführung zeigen auf dem MAN-Stand die zwei Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge HLF 10 und HLF 20 auf MAN TGM-Chassis. Die platzsparende und an die Bedürfnisse der Branche angepasste Anordnung von Abgasschalldämpfer, Luftansaugung und AdBlue-Tank erlauben den Aufbauherstellern weiterhin, die gewohnten tiefgezogenen Aufbauten und Einstiege in die Mannschaftskabine zu realisieren.

Als Beispiel für die Märkte außerhalb Europas, in denen MAN als Anbieter von Einsatzfahrzeugen bestens positioniert ist, steht ein MAN TGS in Euro 5-Ausführung auf dem Stand. Dieses Sonderlöschfahrzeug auf MAN TGS ist für den chinesischen Markt zum Einsatz auf Flugplätzen bestimmt. Weitere MAN-Fahrzeuge finden sich bei verschiedenen Aufbauherstellern auf dem Messegelände.

Premiere feiert auf der Messe Interschutz die Integration des Wandler-Automatgetriebes des Lieferanten Allison in Einsatzfahrzeugchassis der Baureihen TGM und TGS. Erhältlich für MAN TGM in der Euro 6-Ausführung, in der Baureihe TGS für alle Abgasreinigungsstufen. Damit bietet MAN zusätzlich zur manuellen Schaltung sowie zu dem bewährten und etablierten automatisierten Schaltgetriebe MAN TipMatic mit dem branchenspezifischen Schaltprogramm für Einsatzfahrzeuge eine weitere Alternative.

Ebenfalls neu: das Elektronische Stabilitätsprogramm ESP bei zweiachsigen Einsatzfahrzeugen in der Euro 6-Ausführung mit zuschaltbarem Allradantrieb. Der Gesetzgeber fordert ESP nur für Straßenfahrgestelle. Mit seinem Engagement, ESP auch in der Allradausführung der Baureihen TGM und TGS anzubieten, erhöht MAN die Sicherheit auf der Alarmfahrt.

Die starke Branchenorientierung von MAN zeigt sich auch an der Vielfalt von Fahrerhäusern. Egal für welchen Fahrzeugtyp, MAN bietet für jede Besatzungsgröße von drei bis neun Einsatzkräften passende Kabinen, die die europäischen Regelungen für den Schutz der Insassen (ECE-R29) erfüllen. Im Serienfahrerhaus finden drei Personen, in der bei MAN auf derselben Produktionslinie gefertigte Doppelkabine in Ganzstahlbauweise bis zu sieben Einsatzkräfte Platz. Nach oben rundet die Mannschaftskabine mit maximal neun Sitzplätzen das Angebot ab. Für diese gibt es eine Ausführung, bei der vier Atemschutzgeräte in Fahrtrichtung eingebaut werden können. In Kombination mit einem Euro 6-Fahrgestell wird die Mannschaftskabine am Beispiel des HLF 10 auf dem MAN-Stand zu sehen sein.

Dass MAN-Fahrgestelle in Bezug auf Zuverlässigkeit, Sicherheit, Aufbaufreundlichkeit und Fahrkomfort Maßstäbe setzen, zeigt beispielsweise der Erfolg auf dem bedeutsamen deutschen Markt. „Bei Fahrgestellen für Feuerwehraufbauten zeigen wir eine besonders starke Performance und bereits im 3. Jahr in Folge sind wir Marktführer. Wir werden uns auf diesem Erfolg nicht ausruhen, sondern unsere Produkte kontinuierlich weiterentwickeln“ sagt Messestandleiter Martin Zaindl, der seit fünf Jahren den Kommunalvertrieb Deutschland verantwortet.

BMW Motorrad stattet Polizei in Sardiniens Hauptstadt mit 15 BMW C evolution aus. Emissionsfreie und effiziente Polizeieinsätze nach Barcelona nun auch in Cagliari.

Im Herbst 2013 schlug BMW Motorrad mit dem Elektro-Scooter C evolution ein neues, faszinierendes Kapitel im Bereich „Urban Mobility“ auf. Jetzt profitiert die sardische Hauptstadt Cagliari von den Vorteilen des BMW C evolution, indem sie die örtliche Polizei mit einer Flotte von 15 Exemplaren dieses umweltfreundlichen und höchst effizienten Fahrzeugs ausgestattet hat.

Renntechnik aus dem 3D-Drucker: BMW fertigt Wasserpumpenrad für DTM-Rennwagen in additivem Fertigungsverfahren.

Bereits 500 Wasserpumpenräder in DTM und Z4 GT3 im Einsatz.

München. Mit dem Start in die neue Saison der Deutschen Tourenwagen Meisterschaft (DTM) feiert BMW ein kleines Jubiläum: In einem der Motoren arbeitet das 500. Wasserpumpenrad aus dem 3D-Drucker. Das hochbelastete Präzisionsbauteil besteht aus einer Aluminiumlegierung und hat sich im harten Sporteinsatz bestens bewährt: Durchweg alle Pumpenräder arbeiteten ohne Ausfall und bestätigen damit die führende Kompetenz von BMW in den additiven Fertigungsverfahren.

Die Hochleistungsmotoren laufen im Renneinsatz bis zu 70 Prozent unter Volllast, verbunden mit extremen Anforderungen vor allem an bewegte Bauteile. Deshalb entwickelten die BMW Ingenieure bereits 2010 ein einteiliges Wasserpumpenrad aus Leichtmetall als Ersatz für das bis dato eingesetzte Serien-Kunststoffelement. Auf Basis der langjährigen BMW Erfahrungen in den sogenannten additiven Fertigungsverfahren, die unter dem Sammelbegriff 3D-Druck einen immer größeren Bekanntheitsgrad erlangen, wurde für die Fertigung der Kleinserie von Anfang an das SLM-Verfahren (Selective Laser Melting) gewählt. Das strahlgeschmolzene Bauteil entsteht dabei in einem generativen Schichtverfahren. Der 3D-Drucker trägt den Werkstoff in einer 0,05 Millimeter dünnen Metallpulverschicht auf eine Bearbeitungsplatte auf. Ein Laserstrahl verschmilzt das Pulver an den gewünschten Stellen unter einer Schutzgasatmosphäre zu einer festen Aluminiumschicht. So entsteht das komplette dreidimensionale Bauteil Schicht für Schicht. Im Gegensatz zu 3D-Druck-Verfahren im Consumer-Bereich mit Kunststofffilamenten erfordert die additive Fertigung von Metallteilen ein deutlich höheres Know How in der Verfahrenstechnik.

Die Fertigung per 3D-Druck erwies sich für die Kleinserie als das optimale Verfahren. Zum einen erlaubt es konstruktive Feinheiten an dem sechsflügeligen Radialpumpenrad, die mit anderen Herstellungsmethoden nur unter höherem Aufwand darstellbar sind. So konnte das Bauteil für die DTM strömungstechnisch optimal konstruiert werden. Zum anderen erübrigen sich komplexe Werkzeuge und Gussformen, die bedarfsgerechte Produktion ist daher wirtschaftlicher. Überdies gewährleistet der 3D-Druck über die gesamte Produktionszeit die Maßhaltigkeit des Wasserpumpenrades. BMW setzt das homologierte Präzisionsbauteil sowohl in den DTM-Fahrzeugen, als auch in den Z4 GT3-Kundenfahrzeugen ein.

BMW Group – ein Pionier bei generativen Fertigungsverfahren.

Die additiven Fertigungsverfahren werden in der BMW Group bereits seit 1991 im Konzeptfahrzeugbau eingesetzt und sind kontinuierlich weiterentwickelt worden. Je nach Aufgabe nutzt die BMW Group unterschiedliche Verfahren. Das Team des Rapid Technologies Center im Forschungs- und Innovationszentrum (FIZ) der BMW Group bearbeitet jährlich nahezu 25.000 Prototypenaufträge und liefert dabei 100.000 Bauteile pro Jahr an die BMW internen Kunden aus. Je nach Verfahren und Bauteilgröße stehen die Musterteile schon nach wenigen Tagen zur Verfügung. Ihren Einsatz finden Sie zum Beispiel im Entwicklungsumfeld, bei BMW Motorrad oder eben im Motorsport.

Zu dieser Presseinformation wurde für Sie nachfolgendes AV-Mediamaterial zusammengestellt. Zusätzliches Material können Sie auch über die Navigationspunkte Photo, Audio und Video & TV finden.

Porsche steigert im ersten Quartal Auslieferungen, Umsatz und Ergebnis

Kraftstoffverbrauch/Emissionen* der Boxster Modelle: Innerorts in l/100 km 14,2-10,9; Außerorts in l/100 km 7,5-6,2; Kombiniert in l/100 km 9,9-7,9; CO2-Emission Kombiniert in g/km 230-183.

Kraftstoffverbrauch/Emissionen* der Cayman Modelle: Innerorts in l/100 km 14,8-10,9; Außerorts in l/100 km 7,8-6,2; Kombiniert in l/100 km 10,3-7,9; CO2-Emission Kombiniert in g/km 238-183.

Kraftstoffverbrauch/Emissionen* der 911 Modelle: Innerorts in l/100 km 19,2-11,3; Außerorts in l/100 km 8,9-6,6; Kombiniert in l/100 km 12,7-8,2; CO2-Emission Kombiniert in g/km 296-191.

Kraftstoffverbrauch/Emissionen* der 918 Spyder Modelle: Kombiniert in l/100 km 3,1-3,0; CO2-Emission Kombiniert in g/km 72-70; Stromverbrauch in kWh/100 km 12,7.

Kraftstoffverbrauch/Emissionen* der Macan Modelle: Innerorts in l/100 km 11,8-6,7; Außerorts in l/100 km 7,8-5,7; Kombiniert in l/100 km 9,2-6,1; CO2-Emission Kombiniert in g/km 216-159.

Kraftstoffverbrauch/Emissionen* der Cayenne Modelle: Innerorts in l/100 km 15,9-7,6; Außerorts in l/100 km 8,9-6,0; Kombiniert in l/100 km 11,5-6,6; CO2-Emission Kombiniert in g/km 267-173.
Kraftstoffverbrauch/Emissionen* Cayenne S E-Hybrid: Kombiniert in l/100 km 3,4; CO2-Emission Kombiniert in g/km 79; Stromverbrauch Kombiniert in kWh/100 km 20,8.

Kraftstoffverbrauch/Emissionen* der Panamera Modelle: Innerorts in l/100 km 15,2-7,7; Außerorts in l/100 km 7,9-5,6; Kombiniert in l/100 km 10,5-3,1; CO2-Emission Kombiniert in g/km 245-71.
Kraftstoffverbrauch/Emissionen* Panamera S E-Hybrid: Kombiniert in l/100 km 3,1; CO2-Emission Kombiniert in g/km 71; Stromverbrauch Kombiniert in kWh/100 km 16,2.

Newsroom

Der Porsche newsroom ist ein Angebot der Porsche Kommunikation für Journalisten, Blogger und Online-Multiplikatoren: www.newsroom.porsche.de

In diesem Bereich erhalten Sie eine Übersicht über unsere Pressemeldungen.

Pressemitteilung

Porsche steigert im ersten Quartal Auslieferungen, Umsatz und ErgebnisDer Sportwagenhersteller hat jetzt knapp 23.000 Mitarbeiter

Stuttgart. Die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG ist erfolgreich in das Jahr 2015 gestartet und verzeichnete im ersten Quartal einen Anstieg von Auslieferungen, Umsatz und Ergebnis. Von Anfang Januar bis Ende März lieferte der Sportwagenhersteller 51.102 Neufahrzeuge aus, das waren 32 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Der Umsatz nahm in den ersten drei Monaten 2015 um 29 Prozent auf 5,08 Milliarden Euro zu. Das operative Ergebnis übertraf den Vorjahreswert um zehn Prozent und erreichte 765 Millionen Euro. Auch die Zahl der Beschäftigten stieg um zwölf Prozent auf 22.945 Mitarbeiter.

Matthias Müller, Vorsitzender des Vorstands der Porsche AG, erklärte, dass der Sportwagenhersteller seinen Erfolgskurs im Lauf des Jahres 2015 beibehalten werde. Ein wichtiger Grund hierfür ist der Verkaufserfolg des neuen kompakten SUV Macan, der im Vorjahr eingeführt wurde und 2015 erstmals über zwölf Monate hinweg zur Verfügung steht. Weitere Highlights sind neue Varianten bestehender Modelle. Hierzu zählen die GT-Fahrzeuge 911 GT3 RS und Cayman GT4 sowie der Boxster Spyder und der Panamera Exclusive. „Mit unserer erfolgreichen Derivatestrategie erfüllen wir die Wünsche vieler Kunden, die ein ganz individuelles Fahrzeug besitzen wollen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Matthias Müller.

Lutz Meschke, Vorstand Finanzen und IT der Porsche AG, betonte die weiterhin sehr hohe Profitabilität des Unternehmens. „Das Quartalsergebnis von 765 Millionen Euro spiegelt die gesunde Kostenstruktur und hohe Ertragskraft von Porsche wider“, erklärte der Finanzvorstand. Auch Dank der aktuellen Währungsentwicklung ist Lutz Meschke optimistisch, „im Hinblick auf das Gesamtjahr mindestens das Vorjahresergebnis zu erreichen“. „An unserem strategischen Renditeziel von 15 Prozent halten wir weiter fest“, erklärte Meschke.

Belastend wirken sich die Ausgaben für künftige Modellreihen und Zukunftstechnologien sowie die hohen Investitionen in den Ausbau und die Erneuerung der Porsche-Standorte aus. Insbesondere aufgrund der Aufwendungen für alternative Antriebe haben sich die Forschungs- und Entwicklungskosten von Porsche innerhalb der letzten drei Jahre nahezu verdoppelt. Auch im laufenden Jahr würden sich die Forschungs- und Entwicklungskosten auf 9 bis 10 Prozent vom Umsatz belaufen, sagte Lutz Meschke. Dieser Wert stellt im Industrievergleich eine extrem hohe Quote dar.

GO

29.04.2015

Weiterführende Information sowie Bildmaterial für Journalisten und Medienvertreter finden Sie auf der Porsche-Pressedatenbank unter http://presse.porsche.de/.

Kontakt

Für allgemeine Anregungen, Anfragen und Kritik wenden Sie sich bitte an presse@porsche.de.

Ansprechpartner
Hans-Gerd Bode Leiter Öffentlichkeitsarbeit und Presse
Achim Schneider Leiter Unternehmenskommunikation
Matthias Rauter Personal und Soziales, CSR, Sponsoring
Julia Pirlich Standort Leipzig
Lukas Kunze Vertrieb und Produktion Stuttgart
Helga Ohlhäuser Lifestyle und Publikumsmedien
Eberhard Scholl Standortpresse Stuttgart
Frank Scholtys Leiter Finanzkommunikation und Investor Relations
Dr. Roman Tancar Finanzkommunikation und Investor Relations
Christian Weiss Porsche Design
Thomas Becki Leiter Produkt- und Technikkommunikation
Hermann-Josef Stappen Technikkommunikation
Elena Marciniak Baureihen: 911, Boxster/Cayman
Tim Bravo Produktkommunikation
Holger Eckhardt Motorsport WEC/LMP1
Thomas Hagg Baureihen: Panamera, Cayenne, Macan
Oliver Hilger Motorsportkommunikation GT, Werks- und Kundensport
Nicole Lay Presse Porsche Museum
Andreas Schönhuber Testwagen
Achim Stejskal Leiter Porsche Museum
Dieter Landenberger Historisches Archiv

Anderes Land wählen:

BMW Motorrad unterstützt „Ride of Smiles“ – 50.000 Meilen rund um die Welt für den guten Zweck.

München/New York. Am 1. Mai 2015 startet in New York der „Ride of Smiles“, eine 50.000 Meilen weite Reise mit dem Motorrad um die Welt. Ziel der Unternehmung ist die Sammlung von Spenden für Not leidende Kinder auf der ganzen Welt. Über den Verlauf der Tour sollen mindestens 50.000 Euro an Hilfsgeldern zusammen kommen, die direkt an vier renommierte Hilfsprojekte weitergeleitet werden.

Daimler setzt Erfolgskurs mit Bestwerten bei Absatz, Umsatz und EBIT im ersten Quartal fort

Stuttgart, 28. April 2015

Daimler setzt Erfolgskurs mit Bestwerten bei Absatz, Umsatz und EBIT im ersten Quartal fort

  • Absatz mit 641.600 Einheiten 13% über Vorjahr

  • Umsatzanstieg um 16% auf 34,2 Mrd. €

  • Konzern-EBIT mit 2.906 Mio. € um 63% über Vorjahr

  • EBIT aus dem laufenden Geschäft mit 2.930 Mio. €
    um 41% über Vorjahr

  • Konzernergebnis mit 2.050 Mio. € zum Vorjahr nahezu verdoppelt

  • Free Cash Flow des Industriegeschäfts steigt auf 2,3 Mrd. €

  • EBIT aus dem laufenden Geschäft für 2015 deutlich über dem Niveau des Vorjahres erwartet

  • Für Gesamtjahr 2015 deutlicher Anstieg bei Absatz und Umsatz angenommen

  • Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars: „Wir sind sehr gut in das Jahr 2015 gestartet und setzten unseren Erfolgskurs mit Bestwerten bei Absatz, Umsatz und EBIT im ersten Quartal fort.“

  • Bodo Uebber, im Vorstand der Daimler AG verantwortlich für Finance & Controlling und Daimler Financial Services: „Durch unsere umfassenden Investitionen profitieren wir von einem starken Produktportfolio. In Kombination mit der konsequenten Fortführung unserer Effizienzmaßnahmen wachsen wir weiter profitabel.“

Die Daimler AG (Börsenkürzel DAI) hat mit Bestwerten bei Absatz und Umsatz und einem deutlich gesteigerten Ergebnis ihren Erfolgskurs im Auftaktquartal des Jahres 2015 fortgesetzt. Insgesamt setzte das Unternehmen im ersten Quartal mit 641.600 Pkw und Nutzfahrzeugen weltweit 13% mehr Fahrzeuge als im Vorjahresquartal ab. Mercedes-Benz Cars verzeichnete mit einem Plus von 18% auf 459.700 abgesetzte Einheiten das bisher absatzstärkste erste Quartal der Unternehmensgeschichte. Der Konzern-Umsatz lag im Berichtsquartal bei 34,2 Mrd. € und damit 16% über dem Vorjahreswert. Bereinigt um Wechselkursveränderungen betrug der Umsatzanstieg 9%. Der Konzern erwirtschaftete ein EBIT von 2.906 (i. V. 1.787) Mio. €. Aufgrund der positiven Entwicklung der größten Geschäftsfelder verbesserte sich auch das EBIT aus dem laufenden Geschäft auf 2.930 (i. V. 2.072) Mio. € deutlich um 41%. Das Konzernergebnis stieg ebenfalls deutlich um 89% auf 2.050 Mio. €.

„Wir sind sehr gut in das Jahr 2015 gestartet und setzten unseren Erfolgskurs mit Bestwerten bei Absatz, Umsatz und EBIT im ersten Quartal fort“, sagte Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars. „Unsere Wachstumsstrategie, unsere Produktoffensiven und unsere Effizienzprogramme zahlen sich aus. Wir haben bereits viel erreicht, blicken weiter sehr zuversichtlich nach vorn und haben uns noch mehr vorgenommen.“

Zum Anstieg des EBIT um 63% trug überwiegend das Geschäftsfeld Mercedes-Benz Cars bei. Die Ergebnisentwicklung war im Wesentlichen auf das weitere Absatzwachstum in allen Regionen zurückzuführen. Bei Daimler Trucks und Mercedes-Benz Vans waren ebenfalls deutliche Ergebnisverbesserungen zu verzeichnen. Daimler Buses konnte dagegen das sehr hohe Ergebnis des Vorjahres marktbedingt nicht erreichen. Bei Daimler Financial Services führte insbesondere das gestiegene Vertragsvolumen zu einem Anstieg des Ergebnisses. Wechselkursveränderungen haben sich insgesamt positiv auf das operative Ergebnis ausgewirkt.

Darüber hinaus haben die in der Tabelle auf Seite 11 dargestellten Sonderfaktoren das EBIT im ersten Quartal 2015 und 2014 beeinflusst.

„Durch unsere umfassenden Investitionen profitieren wir von einem starken Produktportfolio. In Kombination mit der konsequenten Fortführung unserer Effizienzmaßnahmen wachsen wir weiter profitabel“, fasste Bodo Uebber, im Vorstand der Daimler AG verantwortlich für Finance & Controlling und Daimler Financial Services, die Entwicklung in den ersten drei Monaten des Jahres zusammen. „Wir sind auf sehr gutem Kurs, unsere Prognosen zu erfüllen. Gleichzeitig werden wir uns Schritt für Schritt den Renditezielen annähern.“

Der im Berichtsquartal ausgewiesene Aufwand für Ertragsteuern von 751 Mio. € erhöhte sich wegen des erheblich gestiegenen Vorsteuergewinns gegenüber dem Vorjahr um 187 Mio. €. Das Konzernergebnis verdoppelte sich nahezu auf 2.050 (i. V. 1.086) Mio. €. Dabei entfiel auf Minderheitsanteile ein Gewinn von 87 (i. V. 59) Mio. €. Der Anteil der Aktionäre der Daimler AG am Konzernergebnis betrug 1.963 (i. V. 1.027) Mio. €; das Ergebnis je Aktie stieg auf 1,83 (i. V. 0,96) €. Gegenüber dem 31. Dezember 2014 erhöhte sich die Netto-Liquidität des Industriegeschäfts von 17,0 Mrd. € auf 20,5 Mrd. €. Der Anstieg war im Wesentlichen auf den höheren Free Cash Flow des Industriegeschäfts von 2,3 Mrd. € sowie auf positive Wechselkurseffekte zurückzuführen.

„Wir sind sehr solide finanziert und nutzen die attraktiven Refinanzierungs-bedingungen rund um den Globus. In China haben wir in diesem Monat den dritten Pandabond begeben. Bei den Finanzdienstleistungen wachsen wir weiter profitabel, investieren in den Ausbau des Geschäftsmodells und verzeichnen historisch niedrige Kreditausfallraten“, sagte Uebber.

Zum Ende des ersten Quartals 2015 waren bei Daimler weltweit 283.541 (Jahresende 2014: 279.972; Ende März 2014: 276.322) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Davon waren 170.296 (Jahresende 2014: 168.909; Ende März 2014: 167.746) in Deutschland tätig.

Der Absatz von Mercedes-Benz Cars stieg in den ersten drei Monaten 2015 um 18% auf 459.700 Einheiten. Damit war das zurückliegende Vierteljahr das bisher absatzstärkste erste Quartal. Wachstumstreiber in Westeuropa war erneut Großbritannien mit einem Plus von 17%; in Deutschland stieg der Absatz um 11%. Auch in den größten Märkten USA (+14%) und China (+24%) sowie in Japan (+23%) und Südkorea (+20%) wurde der Wachstumskurs erfolgreich fortgesetzt.

Der Umsatz nahm um 15% auf 19,5 Mrd. € zu. Das EBIT des Geschäftsfelds lag mit 1.841 Mio. € deutlich über dem Vorjahreswert von 1.183 Mio. €. Die Umsatzrendite belief sich auf 9,4 (i. V. 7,0)%. Die Ergebnisentwicklung war im Wesentlichen auf das weitere Absatzwachstum in allen Regionen zurückzuführen. Dazu haben insbesondere die neue C-Klasse sowie die erweiterte Kompaktwagenpalette beigetragen. Ergebniszuwächse erzielte Mercedes-Benz Cars auch durch eine bessere Preisdurchsetzung. Zudem wirkten sich Effizienzmaßnahmen positiv auf das Ergebnis aus. Die Ergebnisentwicklung war jedoch auch geprägt von einer veränderten regionalen Struktur des Absatzes, unter anderem durch den höheren Anteil lokal produzierter Fahrzeuge in China. Darüber hinaus haben sich Aufwendungen für Produktattraktivierungen, Kapazitätserweiterungen, Vorleistungen für neue Technologien und Fahrzeuge sowie Währungseffekte im Ergebnis niedergeschlagen. Zudem sind einmalige Effekte aus der Verlagerung der Hauptverwaltung der Mercedes-Benz USA, LLC. und aus dem Verkauf von Immobilien in den USA enthalten.

Der Absatz von Daimler Trucks stieg im ersten Quartal um 4% auf 112.400 Einheiten. Die anhaltend starke Konjunktur in der NAFTA-Region ließ die Lkw-Nachfrage dort weiter steigen: Mit 40.800 verkauften Fahrzeugen lag der Absatz um 18% über dem Vorjahresquartal. Der Absatz in Westeuropa lag mit 11.500 Lkw leicht unter dem Vorjahresniveau (-2%); gleichzeitig konnte Mercedes-Benz Lkw dort seine Marktführerschaft behaupten. Die weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen belasteten die Lkw-Nachfrage in Lateinamerika merklich. Daher blieb der Absatz mit 7.200 (i. V. 10.200) Fahrzeugen in dieser Region deutlich unter dem Vorjahreswert. Die Verkäufe in Asien blieben spürbar hinter dem Vorjahresniveau zurück, insbesondere aufgrund der unerwartet schwachen Marktentwicklung in Indonesien. Hier verminderte sich der Absatz auf 10.000 (i. V. 14.200) Einheiten. Auch in Japan lag der Absatz mit 12.300 (i. V. 13.400) verkauften Einheiten unter dem Vorjahr. Anhaltend auf Wachstumskurs bewegt sich das noch junge Geschäft in Indien, wo der Absatz deutlich auf 3.600 (i. V. 2.200) Fahrzeuge stieg.

Der Umsatz erreichte 8,4 Mrd. € (+18%). Das EBIT des Geschäftsfelds lag mit 472 (i. V. 341) Mio. € deutlich über dem Vorjahresniveau. Die Umsatzrendite erreichte 5,6 (i. V. 4,8)%. Insbesondere der Absatzanstieg in der NAFTA-Region sowie Wechselkurseffekte trugen positiv zur Ergebnisentwicklung bei. Auch die Realisierung von weiteren Effizienzgewinnen schlug sich positiv im Ergebnis nieder. Gegenläufig beeinflussten vor allem Absatzrückgänge in Lateinamerika und Indonesien, erhöhte Garantiekosten sowie Aufwendungen für Kapazitätserweiterungen das Ergebnis von Daimler Trucks. Weiterhin entstanden Aufwendungen aus der Bewertung der Atlantis Foundries (Pty.) Ltd., deren Verkauf Ende Februar beschlossen wurde. Ebenso belasteten Personalmaßnahmen im Rahmen des fortgeführten Optimierungsprogramms in Brasilien das EBIT.

Mercedes-Benz Vans steigerte seinen Absatz im ersten Quartal 2015 um 4% auf 63.800 Einheiten. Wachstumstreiber waren in den ersten drei Monaten des Jahres die Kernregion Westeuropa mit einem deutlichen Zuwachs auf 41.700 Einheiten, hier vor allem Deutschland (+15%), sowie Osteuropa (+16%). In den USA setzte sich der Erfolgskurs mit einem Plus von 24% auf 6.200 abgesetzte Fahrzeuge fort.

Der Umsatz wuchs verglichen mit dem Vorjahresquartal um 0,2 Mrd. € auf 2,4 Mrd. €. Das Geschäftsfeld erwirtschaftete ein operatives Ergebnis von 215 (i. V. 123) Mio. €. Die Umsatzrendite stieg auf 8,9% gegenüber 5,6% im Vorjahresquartal. Der Umsatz und das Ergebnis von Mercedes-Benz Vans wurden im Berichtsquartal von einem sehr positiven Produktmix geprägt. Zusätzlich trugen insbesondere die gute Nachfrageentwicklung in Europa und der NAFTA-Region sowie Effizienzverbesserungen zum Ergebnisanstieg bei. Wechselkurseffekte belasteten die Ergebnisentwicklung.

Der Absatz von Daimler Buses lag im ersten Vierteljahr 2015 mit 5.700 Bussen und Fahrgestellen deutlich unter dem ungewöhnlich hohen Vorjahreswert von 6.700 Einheiten. Der Absatzrückgang ist im Wesentlichen auf das schwächere Fahrgestellgeschäft in Lateinamerika zurückzuführen, das durch die anhaltend gute Nachfrage nach den Komplettbussen in Westeuropa und in der Türkei nicht kompensiert werden konnte.

Der Umsatz lag aufgrund des stärkeren Anstiegs bei Komplettbussen mit 877 (i. V. 859) Mio. € leicht über dem Vorjahr. Das EBIT des Geschäftsfelds betrug 34 Mio. €, lag jedoch marktbedingt unter dem sehr hohen Vorjahresniveau von 53 Mio. €. Die Umsatzrendite belief sich auf 3,9 (i. V. 6,2)%. Die angespannte wirtschaftliche Lage in Brasilien und der damit verbundene Marktrückgang bei Fahrgestellen haben das Ergebnis negativ beeinflusst. Eine hohe Nachfrage nach Komplettbussen, ein positiver Produktmix in Westeuropa sowie positive Wechselkurseffekte konnten die rückläufige Absatzentwicklung in Lateinamerika teilweise ausgleichen.

In allen automobilen Geschäftsfeldern wirkte sich darüber hinaus die Restrukturierung des konzerneigenen Vertriebs in Deutschland aus.

Daimler Financial Services schloss im ersten Quartal rund 342.000 neue Leasing- und Finanzierungsverträge ab (+19%); damit stieg das Neugeschäft gegenüber dem Vorjahresquartal um 34% auf 13,2 Mrd. €. Das Vertragsvolumen lag zum Ende des ersten Quartals mit 108,7 Mrd. € erstmals über der Marke von 100 Mrd. €. Gegenüber dem Jahresende 2014 betrug der Zuwachs 10%. Wechselkursbereinigt wuchs das Vertragsvolumen um 3%.

Im ersten Quartal 2015 erzielte das Geschäftsfeld ein Ergebnis von 409 Mio. € und lag somit über dem Vorjahreswert (i. V. 397 Mio. €). Ausschlaggebend hierfür waren vor allem das in allen Regionen gestiegene Vertragsvolumen und positive Wechselkurseffekte. Gegenläufig wirkten sich höhere Aufwendungen für die Ausweitung der Geschäftstätigkeit aus.

Die Überleitung der operativen Ergebnisse der Geschäftsfelder auf das EBIT des Konzerns umfasst die zentral verantworteten Sachverhalte sowie Ergebniseffekte aus der Eliminierung konzerninterner Transaktionen zwischen den Geschäftsfeldern. Aus den zentral verantworteten Sachverhalten sind Aufwendungen in Höhe von 80 (i. V. 314) Mio. € entstanden. Im Vorjahr waren der Aufwand aus der Absicherung des Aktienkurses von Tesla in Höhe von 161 Mio. € sowie der Aufwand von 118 Mio. € aus der Ausübung der Put-Option auf die Beteiligung an Rolls-Royce Power Systems Holding (RRPSH) enthalten. Aus der Eliminierung konzerninterner Transaktionen ergab sich im ersten Quartal 2015 ein Ertrag von 15 (i. V. 4) Mio. €.

Im Berichtsquartal wurden insgesamt 1,0 Mrd. € für neue Produkte und Technologien, die Erweiterung der Kapazitäten sowie für Modernisierungs-maßnahmen insbesondere an den Produktions- und Montagestandorten investiert. Darüber hinaus wurden 1,5 Mrd. € für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Insgesamt sind in diesem und im kommenden Jahr Investitionen für Sachanlagen sowie für Forschungs- und Entwicklungsprojekte von rund 25 Mrd. € geplant.

Zu Beginn des zweiten Quartals sind die Perspektiven für eine anhaltende Expansion der Weltwirtschaft weiterhin intakt. Angesichts des markanten Rückgangs der Rohölpreise, der anhaltend unterstützenden geldpolitischen Maßnahmen wichtiger Notenbanken sowie ausgesprochen niedriger Inflationsraten ist das Momentum der Weltwirtschaft mit erwarteten Zuwachsraten von knapp 3% allerdings weiter eher verhalten.

Im Einklang mit der weiterhin eher moderaten konjunkturellen Dynamik ist für die weltweite Pkw-Nachfrage im Jahr 2015 mit einem Anstieg von rund 3% zu rechnen. Der weltgrößte Pkw-Markt China dürfte nochmals deutlich zulegen und damit den mit Abstand größten Beitrag zum weltweiten Zuwachs beisteuern. Auch der US-amerikanische Markt sollte sich weiterhin solide entwickeln und ein Volumen von 17 Mio. Fahrzeugen erreichen. In Westeuropa ist mit einer anhaltenden Erholung der Nachfrage zu rechnen, wobei sich die Ausgangssituation der Einzelmärkte weiterhin deutlich unterscheidet. Im deutschen Pkw-Markt werden ein moderater Anstieg und ein Marktniveau von gut 3 Mio. Einheiten erwartet. Auf dem japanischen Markt ist für 2015 von einer entsprechenden Korrektur und einem Rückgang der Nachfrage auszugehen, nachdem er sich seit mehreren Jahren aufgrund verschiedener Sondereffekte auf einem künstlich überhöhten Niveau bewegte. In den großen Schwellenländern neben China bleibt das Bild im Jahr 2015 gemischt. In Indien ist mit einer Erholung der Pkw-Nachfrage zu rechnen. Im Gegensatz dazu ist in Russland aufgrund der tiefen Konjunkturkrise von einem drastischen Rückgang der Pkw-Verkäufe auszugehen.

Auf dem weltweiten Markt für mittelschwere und schwere Lkw ist nach dem spürbaren Nachfragerückgang des vergangenen Jahres für 2015 nochmals mit einer rückläufigen Entwicklung zu rechnen. Zudem wird die Situation in regionaler Hinsicht weiterhin unterschiedlich bleiben. Die erfreulichste Entwicklung verspricht erneut die NAFTA-Region. Die wesentlichen Konjunkturindikatoren sprechen dort für ein weiterhin günstiges Lkw-Marktumfeld und lassen einen Nachfrageanstieg von 10 bis 15% erwarten. Für den europäischen Markt haben sich die volkswirt-schaftlichen Aussichten seit Jahresbeginn aufgehellt, sodass Daimler zwischenzeitlich mit einem Marktzuwachs von 5 bis 10% rechnet. Nochmals deutlich verschlechtert haben sich dagegen die Marktbedingungen in Brasilien. Von einem niedrigen Niveau kommend muss hier inzwischen von einem weiteren starken Rückgang in der Größenordnung von 30% ausgegangen werden. Der japanische Markt für leichte, mittelschwere und schwere Lkw zeigt sich trotz verhaltener Konjunkturentwicklung relativ robust, sodass für das Jahr 2015 mit einem Marktvolumen in der Größenordnung des Vorjahres gerechnet wird. In Indonesien ist hingegen nach einem sehr schwachen Jahresstart davon auszugehen, dass die Nachfrage das Vorjahresniveau um rund 20% verfehlen wird. In Russland wird die tiefe Rezession den Markt weiterhin belasten, sodass die Nachfrage erneut stark zurückgehen dürfte. In Indien ist hingegen dank leicht verbesserter volkswirtschaftlicher Perspektiven mit einer spürbaren Markterholung zu rechnen. Die Lkw-Nachfrage in China steht aktuell wegen der Einführung der Emissionsnorm CN4 (analog Euro IV) unter Druck. Daimler erwartet daher, dass der Markt das Vorjahresniveau deutlich verfehlen wird.

Für das Jahr 2015 rechnet das Unternehmen in Europa mit einem leichten Marktwachstum sowohl für mittelgroße und große Transporter als auch bei den kleinen Transportern. Für die USA wird ein deutliches Wachstum im Markt für große Transporter angenommen. In Lateinamerika geht Daimler von einem deutlichen Rückgang des Marktes für große Transporter aus, in China wird im vom Konzern adressierten Markt mit einer Nachfrage auf Vorjahresniveau gerechnet.

Bei Bussen rechnet das Unternehmen in Europa mit einem Marktvolumen, das leicht über dem sehr niedrigen Vorjahresniveau liegt. In Brasilien dürfte sich die Busnachfrage im Jahr 2015 noch einmal deutlich verringern.

Auf Basis der Planungen der Geschäftsfelder erwartet Daimler, dass der Konzernabsatz im Jahr 2015 deutlich gesteigert werden kann.

Mercedes-Benz Cars knüpft 2015 an den Erfolg aus dem vergangenen Jahr an und baut seine Marktposition weiter aus. Nach dem besten ersten Quartal will das Geschäftsfeld den Absatz auch im Gesamtjahr 2015 deutlich steigern und damit erneut einen Absatzrekord erzielen. Dazu werden vor allem die C-Klasse Limousine und das T-Modell beitragen. Im Laufe des Jahres wird die Produktoffensive weiter fortgesetzt und damit für zusätzliche Wachstumsimpulse sorgen. 2015 kommen insgesamt acht neue oder überabeitete Pkw-Modelle auf den Markt. Den Anfang machte die Mercedes-Maybach S-Klasse im Februar, das erste Produkt der neuen Sub-Marke. Im März folgten der Mercedes-AMG GT und der CLA Shooting Brake, der mit seinem einzigartigen Design die erfolgreiche Kompaktwagen-Familie ergänzt. Im zweiten Halbjahr stehen die neuen SUV-Modelle als wichtige Wachstumstreiber im Mittelpunkt. Im Juli kommt das GLE-Coupé auf den Markt, das bereits im Januar in Detroit seine Weltpremiere feierte. Bis zum Ende des Jahres werden weitere vier Modelle in den Markt eingeführt, darunter zwei SUVs. Mit diesen Fahrzeugen bedient Mercedes-Benz die weiterhin steigende Nachfrage nach Premium-SUVs und ermöglicht so weitere Absatzimpulse. Zu einer deutlichen Absatzsteigerung werden auch die beiden smart Modelle beitragen, die ab diesem Jahr in allen Kernmärkten verfügbar und mit »twinamic« Doppelkupplungsgetriebe bestellbar sind.

Daimler Trucks erwartet für das Jahr 2015 eine deutliche Absatzsteigerung. In Westeuropa dürfte eine anziehende Investitionstätigkeit zu steigenden Ersatzbeschaffungen bei Lkw führen. Daher dürften die Verkaufszahlen in dieser Region über dem Vorjahr liegen. In der Türkei rechnet Daimler Trucks für das Jahr 2015 mit merklichen Vorzieheffekten aufgrund der Euro-VI-Einführung im Jahr 2016. Die wirtschaftliche Situation in Brasilien hat sich in den letzten Monaten weiter verschärft. Die politische Situation und ungünstigere Finanzierungskonditionen lähmen die Investitionstätigkeit, sodass mit deutlich rückläufigen Absatzzahlen gerechnet werden muss. Für die NAFTA-Region geht Daimler Trucks davon aus, dass der Absatz, einhergehend mit der Markterwartung, erneut deutlich über dem Vorjahr liegen wird. Die neuen und erfolgreichen Produkte sollten die Marktführerschaft in dieser Region sichern.

In Asien erwartet das Geschäftsfeld Verkaufszahlen, die in etwa auf Vorjahresniveau liegen. Der weitere Ausbau des Händlernetzes dürfte in Indien eine spürbare Absatzsteigerung ermöglichen. Darüber hinaus sollte das erweiterte Angebot an FUSO Fahrzeugen aus Chennai für zusätzliches Absatzwachstum außerhalb Indiens sorgen. In Indonesien erwartet Daimler Trucks für das Gesamtjahr noch keine Umkehrung des schwächeren Markttrends. In Japan geht das Geschäftsfeld davon aus, dass die Verkaufszahlen in der Größenordnung des hohen Vorjahresniveaus liegen werden.

Mercedes-Benz Vans plant für das Jahr 2015 einen deutlichen Absatzanstieg. Vor allem im Kernmarkt Europa rechnet das Geschäftsfeld bei den mittelgroßen und großen Fahrzeugen mit einem deutlichen Absatzzuwachs. Hierzu werden vor allem der neue gewerbliche Transporter Vito und die privat genutzte Großraumlimousine V-Klasse beitragen. Diese sind nach der Markteinführung im Jahr 2014 nun voll verfügbar. Im Rahmen der Geschäftsfeldstrategie »Mercedes-Benz Vans goes global« wird der Vito in diesem Jahr auch in Nord- und Lateinamerika eingeführt. Dies wird dort für zusätzliche Nachfrageimpulse sorgen. Mit dem Sprinter, den die Transporter-Sparte künftig auch in Nordamerika produzieren wird, strebt Mercedes-Benz Vans in diesen Märkten ebenfalls weiteres Wachstum an.

Daimler Buses geht davon aus, die Marktführerschaft in seinen Kernmärkten bei den Bussen über 8t mit innovativen und hochwertigen neuen Produkten behaupten zu können. Für das Jahr 2015 rechnet die Bus-Sparte nun insgesamt mit einem deutlichen Absatzrückgang. Dabei geht Daimler Buses von einem signifikanten Rückgang in Lateinamerika aus, während eine stabile Absatzentwicklung in Europa sowie steigende Absatzzahlen in Mexiko erwartet werden.

Daimler Financial Services erwartet für das Jahr 2015 einen deutlichen Anstieg sowohl beim Neugeschäft als auch beim Vertragsvolumen. Ausschlaggebend hierfür sind die Wachstumsoffensiven der automobilen Geschäftsfelder, die zielgruppengerechte Ansprache jüngerer Kunden, die Ausweitung des Geschäfts insbesondere in Asien sowie die Weiter-entwicklung der Online-Vertriebskanäle. Außerdem wird das Angebot an Mobilitätsdienstleistungen weiter ausgebaut.

Daimler geht davon aus, dass der Konzernumsatz im Jahr 2015 deutlich zunehmen wird. In regionaler Hinsicht erwartet das Unternehmen für Asien und Nordamerika die höchsten Zuwächse, aber auch in den anderen Regionen sollte das Geschäftsvolumen wachsen.

Auf der Basis der erwarteten Marktentwicklung sowie der Planungen der Geschäftsfelder geht Daimler davon aus, das EBIT aus dem laufenden Geschäft im Jahr 2015 deutlich zu steigern.

Für die einzelnen Geschäftsfelder strebt das Unternehmen im Jahr 2015 die folgenden EBIT-Ziele aus dem laufenden Geschäft an:

  • Mercedes-Benz Cars: deutlich über Vorjahresniveau,

  • Daimler Trucks: deutlich über Vorjahresniveau,

  • Mercedes-Benz Vans: deutlich über Vorjahresniveau,

  • Daimler Buses: deutlich unter Vorjahresniveau und

  • Daimler Financial Services: leicht über Vorjahresniveau.

Die erwartete Ergebnisentwicklung in den Automobilgeschäftsfeldern wird sich im Jahr 2015 auch positiv im Free Cash Flow des Industriegeschäfts niederschlagen. Beim Vergleich mit dem Wert des Jahres 2014 ist zu berücksichtigen, dass der industrielle Free Cash Flow des Jahres 2014 durch den Verkauf der Anteile an RRPSH und Tesla sowie die außerordentliche Dotierung der deutschen Pensionsvermögen und die Abgeltung eines Gesundheitsfürsorgeplans in Nordamerika beeinflusst war. Für das Jahr 2015 erwartet Daimler einen Free Cash Flow aus dem Industriegeschäft, der die Dividendenzahlung im Jahr 2015 in Höhe von 2,6 Mrd. € deutlich übersteigt. Da die Investitionen in Sachanlagen nochmals leicht und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung deutlich gesteigert werden, geht das Unternehmen allerdings davon aus, dass der Free Cash Flow des Industriegeschäfts deutlich unter dem Wert des Jahres 2014 (2014: 5,5 Mrd. €) liegen wird. „Vor dem Hintergrund der Entwicklung im ersten Quartal zielen wir aus heutiger Sicht auf das obere Ende der Bandbreite ab“, sagte Finanzvorstand Uebber.

Angesichts der insgesamt sehr günstigen Geschäftsentwicklung, die für das Jahr 2015 erwartet wird, werden die Produktionsumfänge weiter ansteigen. Gleichzeitig werden die Maßnahmen zur Effizienzsteigerung, die in den zurückliegenden Jahren in allen Geschäftsfeldern durchgeführt wurden, nun in vollem Umfang greifen. Die mittel- und langfristig ausgerichteten Programme zur strukturellen Verbesserung der Geschäftsprozesse dürften zusätzliche Effizienzgewinne ermöglichen. Daimler geht deshalb davon aus, dass sich die Zahl der Beschäftigten nur geringfügig erhöhen wird.

Die vollständige Version dieses IR Release inklusive Tabellen steht als PDF zum Download bereit.

Europas größter Lkw-Fahrerwettbewerb „Young European Truck Driver“ ist beendet

PRESSEMITTEILUNG

Montag, 27. April 2015 11:42

Patrick Schildmann aus Bielefeld wird Zweiter beim europaweiten Scania Fahrerwettbewerb 2015. Thomas Knüsel aus der Schweiz kommt auf den dritten Platz.

Weitere Informationen finden Sie in der beigefügten PDF-Datei.

Außerdem finden Sie auf unseren Social Media Kanälen viele weitere Berichte und Bilder!


Scania zählt zu den weltweit führenden Herstellern von schweren Lastwagen und Bussen sowie von Industrie- und Schiffsmotoren. Der Anteil an Finanzierungs- und Dienstleistungsangeboten, die dem Kunden kosteneffiziente Transportlösungen und maximale Fahrzeugverfügbarkeit garantieren, steigt stetig. Mit etwa 42.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist das Unternehmen weltweit in mehr als 100 Ländern aufgestellt. Forschung und Entwicklung befinden sich in Schweden, während die Produktion in Europa und Südamerika konzentriert ist. Dabei sind einzelne Komponenten und komplette Fahrzeuge global austauschbar. 2014 betrug der Umsatz 92 Milliarden SEK (9,7 Milliarden Euro), das Ergebnis nach Steuern lag bei 6 Milliarden SEK (631 Millionen Euro). Scania Deutschland verzeichnete im vergangenen Jahr 6.376 neu zugelassene Scania Lkw und damit einen Marktanteil von 11,4 Prozent. Der Umsatz der Scania Deutschland GmbH betrug im vergangenen Jahr 700 Millionen Euro.

Industrie 4.0: Internet der Ringe

Auf der Virtual Reality Wand werden im 3D-Format Montageschritte vorab simuliert und damit sukzessive optimiert

Ingolstadt, Audi Werk, Halle T32. Hier treffen sich Hubert Waltl, Produktionsvorstand der AUDI AG, und Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. Beide verbindet die Begeisterung für Innovation. Im Mai 2014 haben sie gemeinsam die E3-Forschungsfabrik in Chemnitz eröffnet. Eine Modellfabrik für die intelligente Produktion, in der Technologien von morgen erforscht werden. Auf einem Rundgang durch die Audi Produktion will Waltl zeigen, wo Zukunftstechnologien, die seine Mannschaft entwickelt haben, bereits zum Einsatz kommen. Ein Blick hinter die Kulissen. Ein Blick auf den Teil Zukunft, der schon Gegenwart ist.

Startpunkt der Exkursion der beiden Produktionsexperten ist der Arbeitsplatz von Katharina Kunz, das 3D-Labor. Hier in der virtuellen Realität des Labors beginnt die Produktion. Es ist stockfinster. Nur aus vier Beamern scheint Licht auf die Projektionsflächen an Wand und Boden. Mithilfe einer 3D-Brille und über Gestensteuerung testet Katharina Kunz auf dieser Fläche die Montageschritte neuer Modelle vor Produktionsstart. „Hier verschmelzen reale und virtuelle Welt“, sagt Waltl. „Dagegen sehen viele Science-Fiction-Fantasien blass aus.“

In Zukunft soll die gesamte Produktion bei Audi virtuell simuliert werden. Werkzeuge, Anlagen und Betriebsmittel – alle senden in Echtzeit Daten in eine Cloud. Damit erhält jedes reale Element ein Abbild in der virtuellen Welt. Außerdem können sich Objekte auf diese Weise untereinander und mit Menschen austauschen. „Vernetzung – das ist der Kerngedanke von Industrie 4.0“, ergänzt Fraunhofer-Präsident Neugebauer. Nach mechanischer Produktion, Fließbandfertigung und digitaler Automation sind Daten die Grundlage für die vierte industrielle Revolution. Daten werden zum Öl der Zukunft.

Internet der Ringe

Zur optimalen Umformung und für den effizienten Materialeinsatz wird ein mit Sensoren bestücktes Werkzeug genutzt

Waltl und Neugebauer sind mittlerweile auf dem Weg ins Presswerk zum intelligenten Werkzeug. Täglich werden in der Halle N58 bis zu 64.000 Teile produziert. Wie riesige blaue Stempel drücken die Pressen die verschiedenen Formen in den Stahl oder das Aluminium, hundertstelmillimetergenau. Nur ein einzelnes Haar zwischen Werkzeug und Material oder etwas zu wenig Öl können dazu führen, dass das Teil später durch die Qualitätskontrolle fällt. Deshalb denkt das Werkzeug in dieser Pressenstraße mit. Sensoren messen, wie das Blech über den Stempel gezogen wird. Aktoren regeln dann selbstständig, wie stark das Blech gespannt werden muss. So wird es je nach Beschaffenheit optimal gepresst. „Das ist eine neue Dimension der Präzision“, sagt Waltl stolz.

Präzision hat er von der Pike auf gelernt. Vor mehr als 40 Jahren startete Waltl seine Karriere bei der Auto Union Ingolstadt mit einer Lehre zum Werkzeugmacher. Schon früh interessierte er sich für die Digitalisierung seines Arbeitsbereichs. „Ich war einer der ersten Programmierer in der Audi Produktion. Mit Lochstreifen habe ich Rechner so groß wie ein ganzes Zimmer gefüttert“, erinnert er sich. Waltl gehört zu den Pionieren der dritten industriellen Revolution. Nach der Umstellung auf mechanische Produktionsanlagen Ende des 18. Jahrhunderts und der Fließbandfertigung im 20. Jahrhundert läutete in den 1970ern die Automatisierung ein neues Zeitalter in der Produktion ein.

Automation allein kann die steigenden Anforderungen an die moderne Produktion heute nicht mehr erfüllen. Innerhalb von zehn Jahren hat sich die Anzahl der Audi Modelle auf derzeit über 50 mehr als verdoppelt. Die Individualisierungsoptionen sind immens. All das steigert die Komplexität. Hier greifen Technologien, die die Industrie 4.0 mit sich bringt.

Waltl und Neugebauer haben ihren Rundgang fortgesetzt. Sie laufen den Karosseriebau ab. Roboter surren in ihren Käfigen. Schon in ein paar Jahren könnte das anders aussehen. Fast am Ende der riesigen Halle befindet sich der Bandabschnitt 3. Hier wird klar, wie die Zusammenarbeit von Mensch und Roboter in Zukunft aussieht. Hier arbeitet KR 5 SI. Seine Aufgabe : Position der unsortierten Teile erkennen, Teil ansaugen, Teil anreichen. Das Besondere : Ohne Schutzzaun steht der ein Meter große Roboter direkt neben seinem menschlichen Kollegen Stefan Schlamp. Waltl begrüßt diesen mit Handschlag. Die drei Männer kommen ins Gespräch. „Seit er da ist“, erzählt der 31-jährige Schlamp und nickt zu KR 5 SI, „muss ich mich nicht mehr in die tiefe Kiste bücken, um die Kühlmittelausgleichsbehälter selbst zu holen. Das schont meinen Rücken.“

Internet der Ringe

Das System „Window to the World“ liefert bereits heute einen genauen Soll-Ist-Vergleich zwischen Konstruktionsdaten und aktuellem Bauteil

Neugebauer ist beeindruckt. „Auch wenn Maschinen intelligenter werden, im Mittelpunkt steht immer der Mensch“, betont Waltl. Es geht bei Industrie 4.0 nicht um die menschenleere Fabrik, sondern darum, den Mitarbeiter bei seiner Arbeit optimal zu unterstützen. Roboter werden in Zukunft die Arbeiten verrichten, die Menschen ungern tun, weil sie anstrengend, monoton oder unergonomisch sind, wie Montagen im Innenraum oder Überkopfarbeiten. Mitarbeiter übernehmen dann anspruchsvollere Aufgaben. Schon heute sind Maschinenüberwachung, Programmierung, Reparatur und Instandhaltung von Anlagen wachsende Aufgabengebiete im Werk.

Waltl und Neugebauer sind am Ende ihres Rundgangs angekommen. Zeit für den ersten Kaffee an diesem Morgen. Im Selbstbedienungsmarkt drängen sich die Produktionsmitarbeiter in ihrer grau-roten Arbeitskleidung. Es duftet nach frisch gebackenen Brötchen. Neugebauer schaut nachdenklich in seinen dampfenden Kaffee. „Eine Frage habe ich noch“, setzt er an. „Wie gelingt es euch, in der Praxis so viele Innovationen zu entwickeln ?“ Waltl lächelt. „Mut, das ist unser Geheimnis“, sagt er. „Wir setzen auf mutige Menschen. Sie denken quer und um die Ecke, vor allem denken sie voraus. Sie bringen die Audi Produktion Schritt für Schritt in Richtung Industrie 4.0.“

Der Artikel “Internet der Ringe” ist im aktuellen Geschäftsbericht “we create tomorrow” der AUDI AG erschienen. Herunterladen können Sie den Bericht auf Scribd – oder Sie werfen einen Blick in die digitale Version.

Nach dem Absenden Ihres Kommentars wird dieser durch die Redaktion überprüft und freigegeben.

Wenn Sie zum ersten Mal im Blog kommentieren, müssen Sie einmalig Ihre Identität bestätigen. Dazu erhalten Sie eine E-Mail mit einem personalisierten Link, den Sie für die Verifizierung Ihrer Angaben bitte aufrufen. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht oder an Dritte weitergegeben.

Piëchs Rücktritt aus dem Aufsichtsrat muss nicht endgültig sein

Die Nachricht hat eingeschlagen wie die sprichwörtliche Bombe. Der Rauchpilz dürfte noch lange über der Wolfsburg zu sehen sein. Die Nachricht vom Rücktritt der Piëchs aus dem Aufsichtsratsgremium ist die Nachricht des Tages, die auf einigen Sendern noch vor der Berichterstattung über das Erdbeben in Nepal übermittelt wurde. Ein Erdbeben hat auch die Volkswagen-Pressemitteilung ausgelöst, die für manchen Piëch-Kritiker Anlass zur Freude gab. Doch ob damit entschieden ist, wer im VW-Machtkampf gewonnen hat, bleibt dennoch offen.

Als ich in meinem letzten Kommentar (siehe unten) die Frage stellte, ob Piëch überhaupt zur Hauptversammlung am 5. Mai kommen werde, dachte ich nicht daran, dass er zu diesem Zeitpunkt nicht mehr dem Aufsichtsrat angehören würde. Der schnelle Zickzack-Kurs der Fakten überrascht sicher auch jene, die sich in schillernden Spekulationen ergaben. Die Insider aus allen “gut unterrichteten Kreisen” hatten wohl nicht bedacht, dass „der Alte“ und seine Frau Ursula selbst die Konsequenzen ziehen würden.

Es fällt deshalb nicht schwer, nun dennoch über eine weitere nicht weniger radikale Kehrtwende im Machtpoker nachzudenken.

Es fängt an mit der Frage, ob sich ein Ferdinand Piëch je so unter Druck setzen lassen würde, aufzugeben. Auch wenn das unmöglich erscheint, aber es kann so kommen, dass Piëch wieder an die Spitze des Aufsichtsrats gewählt wird. Die Familien Porsche und Piëch haben nun mal die Aktienmehrheit. Wenn es Piëch gelänge den Familien-Clan Porsche auf seine Seite zu ziehen (wenn er nicht längst dort ist) und auch das Emirat Katar überzeugen würde, könnte er wieder zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt oder besser: gekrönt werden. Piëchs Rücktritt muss nicht endgültig sein. „Die Wahl des künftigen Vorsitzenden des Volkswagen-Aufsichtsrats erfolgt auf Vorschlag der Kapitalseite“, heißt es richtig in der VW-Pressemitteilung. Die Kapitalseite ist nun aufgerufen, der Hauptversammlung einen Vorschlag zu machen. Und der könnte durchaus wieder auf Ferdinand Piëch hinauslaufen. Es ist noch lange nicht aller Tage Abend.

Gewiss scheint dieses Szenario unrealistisch. Aber vor kurzem ist auch ein Rücktritt Piëchs von den „Experten“ als völlig ausgeschlossen bezeichnet worden. Weitere Überraschungen können also überhaupt nicht ausgeschlossen werden. Wer jetzt Piëch zum Verlierer macht, Winterkorn zum strahlenden Sieger (er würde nie öffentlich triumphieren, sondern schlicht zur Tagesordnung übergehen), liegt genauso falsch oder richtig wie die Experten, die das Ende Winterkorns beschworen haben.

Ich bin mir nur in einem absolut sicher und kann folgendes voraussagen: Es wird weitere Überraschungen geben, die niemand auf dem Zettel hat.

Twitt

BMW ConnectedDrive und die BMW i Remote App. Weltpremiere: Apple Watch steuert Fahrzeugfunktionen von BMW i Modellen.

München. BMW unterstreicht mit BMW ConnectedDrive den Anspruch als führende Automobilmarke bei der mobilen Fahrzeugvernetzung. Die BMW i Remote App ist ein Beleg dafür, dass der Austausch zwischen Fahrer, Fahrzeug und Umwelt nirgendwo ein so hohes Niveau erreicht. Mit ihr können bereits heute Fahrzeugfunktionen von BMW i Modellen aus der Ferne überprüft und gesteuert werden. Die BMW i Remote App ist auf der neuen Apple Watch, die erst in diesen Tagen in den Markt eingeführt wird. Mit der BMW i Remote App, die kostenlos im Apple iTunes Store geladen werden kann, informiert die Apple Watch zum Beispiel über den aktuellen Batteriestatus des Fahrzeugs und auch darüber, wann der Hochvoltspeicher komplett geladen ist. Zudem setzt die Apple Watch die Navigation aus dem BMW i3 – vom abgestellten Fahrzeug zum Zielpunkt oder zurück zum Fahrzeug – fort oder ermöglicht eine Vorkonditionierung der Klimaanlage. Als Innovation zeigt die neue Apple Watch für die Anwendungen einen Ansichtsscreen, der die wichtigsten Informationen der App auf einen Blick zusammenfasst („Glance“-Screen). Für die BMW i Remote App ist hier neben dem Batterieladestatus, der Reichweite und dem Zeitpunkt des Updates etwa auch zu erkennen, ob die Fahrzeugtüren geschlossen sind.

Elektromobilität direkter und schneller nutzen.
Die neue Apple Watch wird wie eine Armbanduhr am Handgelenk getragen und ist eine clevere Ergänzung zum gekoppelten Apple iPhone. Sie verbindet den Fahrer zu jeder Zeit auch aus der Distanz mit seinem BMW i3 oder BMW i8. Wichtige Fahrzeugfunktionen lassen sich über die BMW i Remote App auf der Apple Watch unmittelbar ablesen oder steuern, ohne dass dazu das Smartphone aus der Tasche genommen, ein Bildschirm entsperrt oder ein Code eingegeben werden muss. Mobile Endgeräte wie die Apple Watch können den Trend, digitale Dienste als selbstverständliche Bestandteile des täglichen Lebens zu betrachten, nochmals verstärken. Auf diese Weise wird zudem die Nutzung der Elektromobilität schneller und unmittelbarer.

Gesteuert wird die Apple Watch durch Drücken oder Wischen auf der berührungsempfindlichen Oberfläche, ähnlich wie das durch die Nutzung von Smartphones und Tablets gelernt ist. Mit einem Wisch über den „Glance“-Screen nach oben erscheint der Startscreen der BMW i Remote App. Von dieser zentralen Navigationsstelle der Anwendung sind die weiteren Menüs erreichbar. Der Startscreen stellt das mit der Apple Watch verbundene Fahrzeug in der typischen edlen Anmutungswelt von BMW i dar. Außerdem werden hier der Ladezustand und die mögliche Reichweite sowie die Uhrzeit gezeigt. Wird der Startscreen weiter nach oben geschoben, können in einem neuen Menü zahlreiche weitere Fahrzeugstati überprüft werden, etwa ob die Türen verriegelt sind, das Schiebedach noch offen steht oder der Kofferraum geschlossen ist. Zudem werden Servicehinweise angezeigt – zum Beispiel ob ein Wechsel der Bremsflüssigkeit ansteht oder eine Inspektion. Diese Liste kann per Wischgeste verschoben werden oder über ein Drehen an der Digitalen Krone, dem zentralen Steuergerät der Apple Watch.

Kühlen oder heizen während des Ladevorgangs.
Ein Wisch des Startscreens nach rechts führt zu den Remote Services der BMW i Remote App, zum Beispiel zur Steuerung der Klimatisierung im Fahrzeug. Diese Funktion kann den Innenraum bereits kühlen oder heizen, wenn das BMW i Modell noch am Stromnetz geladen wird. Somit wird für die Vorklimatisierung keine Energie aus dem Hochvoltspeicher benötigt – ein wichtiger Punkt, der zur Verlängerung der elektrischen Reichweite beiträgt. Eine weitere Wischgeste nach rechts führt zur Steuerung der Fernhupe, die aus der Distanz aktiviert werden kann. So lässt sich auch auf großen Parkplätzen der BMW i3 oder BMW i8 jederzeit leicht finden. Selbst dann, wenn jemand anderes das Fahrzeug abgestellt hat. Ein Druck auf das Display genügt und die jeweiligen Funktionen werden aktiviert.

Weiterführung des Intermodalen Routings per Apple Watch.
Eine der zahlreichen Innovationen des ersten Premium-Elektrofahrzeugs, des BMW i3, ist das Intermodale Routing. Diese clevere Funktion bindet – zum Beispiel bei stockendem Verkehr oder Stau – neben dem eigenen Fahrzeug andere Verkehrsträger in die Routenführung mit ein, wenn sich dadurch das Ziel besser erreichen lässt.

Diese für Automobilhersteller einzigartige Zielführung wird ebenfalls durch die Apple Watch mit den Location-Services unterstützt. Sie setzen die Navigation vom abgestellten Fahrzeug zum Zielpunkt fort und leiten bei Bedarf auch zurück zum Parkplatz. Diese Location-Services werden auf der Apple Watch vom Startscreen aus mit einer Wischgeste nach links erreicht. Durch diese Funktionalitäten wird die Mobilität vor allem in urbanen Ballungsräumen deutlich gesteigert.

BMW ConnectedDrive mit hoher Innovationsgeschwindigkeit.
Der BMW i3 und der BMW i8 sind mit ihren fest verbauten SIM-Karten für die Vernetzung optimierte Fahrzeuge, die BMW i Remote App ist eine Anwendung, die für die enge Verbindung zwischen Fahrzeug, Fahrer und Umwelt steht. Neben Lösungen für mobile Endgeräte mit Android-Betriebssystemen ist die BMW i Remote App für die Apple Watch ein weiterer Beleg dafür, wie schnell BMW mit Services und Apps von BMW ConnectedDrive selbst auf die hohe Innovationsgeschwindigkeit im Bereich „Connected Car“ mit intelligenten Lösungen reagieren kann.

Zu dieser Presseinformation wurde für Sie nachfolgendes AV-Mediamaterial zusammengestellt. Zusätzliches Material können Sie auch über die Navigationspunkte Photo, Audio und Video & TV finden.