Die Assassin’s Creed-Saga hat immer gute bis sehr gute Spiele abgeliefert, doch es wurde Zeit mit Assassin’s Creed Syndicate die übliche Formel ein bisschen durchzuschütteln. Mit cineastisch eingefangen Stunts auf fahrenden Zügen wie in James Bond. Wilden Straßenschlachten mit jubelnden Zuschauern und viel Blut wie in Gangs of New York. Und einer attraktiven, geheimnisvollen Protagonistin wie Catherine Zeta-Jones, die in Zorro viel mehr war als nur die Geliebte von Antonio Banderas und eine wichtige Rolle spielte.

Syndicate wird nämlich aus der Perspektive von Jacob und Evie erzählt, die zwar die gleiche Mutter haben, aber nicht immer die gleiche Herangehensweise. Wir haben uns mal angeschaut, an welche Filme und Szenen uns die erste Gameplay-Präsentation von Assassin’s Creed: Syndicate erinnert hat.

Die Action: inspiriert von 007 und Batman

Es warten harte Faustkämpfe auf rasenden Kutschen

Natürlich arbeitet auch Syndicate mit den berühmt berüchtigten Parcours-Elementen, die die Serie einst groß machten, doch verlagert seine Action sehr viel mehr auf die Straße. Das Gameplay ist schneller und agiler, statt Stockwerk um Stockwerk kletternd zu überwinden, nutzt ihr jetzt eine Seilkanone, die doch sehr an Batman erinnert. Einfach Punkt anvisieren, aufs Knöpfchen drücken und schon schwingt ihr euch von der exklusiven Einkaufsmeile Regent Street auf die Dächer über London. Wollt ihr jetzt eine Kutsche überfallen, die gerade das Theaterviertel am Picadilly Circus passiert, feuert ihr ein Seil ab, rutscht daran gen Boden und nehmt den ganzen Schwung mit um den Kutscher mit einem beherzten Tritt vom Bock zu kicken. Soweit, so Batman, doch wie kommen wir auf James Bond?

Mit Daniel Craig wurde es wieder handfester in der 007-Welt, statt Gadgets wie bei Roger Moore und Pierce Brosnan, setzt der neue Bond vor allem seine Fäuste, Krav-Maga und andere Kampfkünste ein. Der Nahkampf ist insgesamt härter, die Faustkämpfe intensiver und dauern länger. Genau so wie im neuen Assassin’s Creed, wo ihr Schläge mit dem Arm blocken, auf eure Beinarbeit achten und überlegen müsst, ob ihr lieber einen rechten Schwinger oder Kinnhaken setzen wollt. Und genau wie beim Agent seiner Majestät prügelt ihr euch nicht nur simpel auf der Straße, sondern mit wilden Kamerafahrten inszeniert auf Zügen und Kutschen.

Die Geschichte: inspiriert von Zorro und Mad Max: Fury Road

Charlize Theron als Power-Frau in Mad Max

Assassin’s Creed hat ein großes hausgemachtes Problem: die Protagonisten der einzelnen Spiele haben eigentlich nichts miteinander zu tun, lediglich die Zeitmaschine Animus fungierte lange Zeit als Feigenblatt. Marvel macht das deutlich geschickter, in dem sie in einzelnen Filmen erst Captain America, dann Thor, dann Iron Man porträtieren und sie dann in The Avengers und Age of Ultron als Team agieren lassen.

Ubisoft hingegen muss immer wieder komplett neue Charaktere aufbauen und arbeitete dabei in den letzten Jahren zu formelhaft. Immer und immer wieder gab es da einen Typen, der eigentlich nichts mit den titelgebenden Assassinen zu tun hatte und dann doch irgendwie in den Orden reingestubst wurde. Damit sich dieses Modell nicht zu sehr abnutzt, werden dieses Mal mit Jacob und Evie zwei große Hauptcharaktere installiert.

Eine schöne Idee, die in Hollywood gerade ganz wunderbar funktioniert. Gerade in Mad Max: Fury Road spielen Charlize Theron (Kill Bill) und Tom Hardy (The Dark Knight Rises) gleich starke Charaktere, die die Geschichte aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln erleben. Genauer gesagt rettet sie ihn sogar ganz zu Beginn vor dem Tod, ganz ähnlich wie Degenfechterin Catherine Zeta-Jones ihren Geliebten in Die Maske des Zorro aus dem Jahr 1998. Eine starke weibliche Hauptrolle wird auch Assassin’s Creed gut tun.

Die Massen-Keilereien: inspiriert von Gangs of New York

Das Boxsystem ist smarter und härter als früher

Ihr erinnert euch sicherlich noch an jene große Szene, wo Leonardo Di Caprio in Gangs of New York mit seiner Gang in Stellung geht, seine Männer Äxte und Messer schwingen, Pistolenschüsse durch die Luft hallen und sich eine große Menge an Männern gegenseitig abschlachtet. Assassin’s Creed Syndicate verpackt diese Gang-Kriege in einen spielerischen Kontext, weil ihr erst einige Schläger töten müsst um deren Chefs auf euch aufmerksam zu machen. Kommt es soweit, krachen eure Truppen auf die des Gegners und die sind herrlich britisch inszeniert.

Die Engländer waren einem guten Faustkampf gegenüber noch nie abgeneigt, so bauen sie regelrecht kleine Stadien auf, schwenken Fahnen und Fäuste um ihre Fraktion anzufeuern. Schön auch, dass sich nicht alle feindlichen Schergen auf euch stürzen, sondern sich auf euer rund zehn Mann starkes Team verteilen. Dank versteckter Klinge, Kurzschwertern und Messern ist der Kampf aber nicht weniger blutig und authentisch inszeniert als in der Filmvorlage.

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