Was wußte Winterkorn vom Abgasbetrug?
Die große Lüge des VWs Konzern!
Volkswagen hatte am Sonntag eingeräumt, die Abgaswerte von Diesel-Autos in den USA für Fahrzeugtests manipuliert zu haben. Die US-Umweltbehörde EPA führt eine Untersuchung gegen den Konzern unter anderem wegen des Verstoßes gegen das Klimaschutzgesetz „Clean Air Act”. Dies bedeutet dass VW Chef Martin Winterkorn, in der Sache involviert war, oder seinen Geschäftsbereich nicht im Griff hat!
Beides führt dazu dass die Glaubwürdigkeit sowohl beim Kunden, als auch auf dem Amerikanischem Automarkt zu massiven Umsatzeinbrüchen und hohen Strafzahlungen führen wird. Die Aktie des VW Konzerns brach am heutigen Tag um bis zu 17,2 Prozent in der Spitze ein und bedeutet das die Aktie so billig, wie zuletzt im September 2012 war. 134,50 Euro ist der Wert an den Börsen, der teilweise sogar bis zu 22,20 Prozent einbrach. Mal ganz abgesehen von dem immensen Imageschaden, kann und wird VW eine Strafzahlung in nicht unbeträchtlicher Höhe erwarten zu haben. Die geschätzten Prognosen liegen bei bis zu 18 Milliarden Euro. Das Top-Management von VW ist massiv unter Druck und bringt mit dieser manipulierten Vorgehensweise eine ganze Automobilindustrie in Verruf, die stets für Made in Germany standen und stehen. Die Glaubwürdigkeit von Herrn Winterkorn ist in diesem Fall in Frage zu stellen und dürfte auch für ihn persönlich Konsequenzen nach sich ziehen.
VW hat mit der Einstellung des Verkaufs von Diesel Fahrzeugen mit Vierzylinder-Motoren begonnen, dies gilt für VW und Audi Fahrzeugen in den USA. VW wollte mit den Vierzylinder TDI-Diesel den Standard setzen, wird aber sicher ab jetzt in den USA wie ein ausgestoßener behandelt
VW Chef Winterkorn hat sich und der gesamten Volkswagen AG einen Schaden zugefügt, der in der ganzen Welt für große Aufregung sorgt. Das Mediale Echo ist enorm und fordert Konsequenzen für den VW Chef.
Dudenhöher knallhart: „Winterkorn ist an der Konzernspitze nicht mehr tragbar.” Der Skandal sei für VW eine „Image-Katastrophe par exellence”.
Die Vorsitzende des Umweltausschusses im Bundestag, die Grünen-Politikerin Bärbel Höhn, erklärte, eine „so umfassende Softwaremogelei” müsse mit dem Wissen der Führung in Wolfsburg passiert sein.
Das Wirtschaftsmagazin „Fortune“ rechnet mit einem Verkaufseinbruch und ist sicher. Das Blatt verweist auf zwei Strafen gegen General Motors (GM) und Toyota. Während GM 900 Millionen Dollar zahlen musste, weil es Probleme mit einem Anlasser vertuscht hatte, musste der japanische Konkurrent 1,2 Milliarden Dollar zahlen, weil er Berichte über unabsichtliche Beschleunigungen ignoriert hatte.
Die „New York Times“ zitiert Cynthia Giles, von der Umweltschutzbehörde EPA mit den Worten: „Wir haben mehr von VW erwartet. Dies ist eine Bedrohung der öffentlichen Gesundheit.”
Das “Handelsblatt“ kommentiert ferner unter der Überschrift: „Mit krimineller Energie“: „Waren mehrere Abteilungen involviert, dann müssen zwangsläufig nicht nur Abteilungsleiter, sondern auch Topmanager davon etwas gewusst haben. Womöglich sogar Vorstände.“
„Braunschweiger Zeitung: „Der Skandal wird die Position von VW-Vorstandschef Winterkorn weiter beschädigen. Er wird sich die Frage gefallen lassen müssen, ob er den riesigen Konzern nicht mehr im Griff hat.
„Südwest Presse”: „Der Skandal ist für seinen Konzern mehr als nur eine kleine Schramme. Er wird VW auf dem wichtigen US-Markt, wo man ohnehin der Konkurrenz hinterher fährt, einen herben Dämpfer versetzen. Der Image-Schaden ist weit größer.
“ „Kölner Stadt-Anzeiger“:„Ein Unternehmen, das um besserer Verkaufszahlen willen die Schadstoffwerte manipuliert, handelt kriminell. Auch betriebswirtschaftlich macht der Schmu keinen Sinn: Der Imageschaden übertrifft den vermeintlichen Nutzen der Manipulation, einige tausend Autos in den USA zusätzlich abzusetzen, bei weitem. Hinzu kommen noch die Strafzahlungen. Bleibt zu hoffen, dass VW aus diesem Schaden wenigstens ein wenig klüger wird.“
Die eigentliche Frage lautet: Wie lange laufen die Ermittlungen schon? Haben sie evtl. erst nach dem Machtkampf mit Piech angefangen? Nutzt der alte Patriarch hier nun die US Behörden um den ungeliebten Winterkorn loszuwerden ?
Thorsten Raschke
Quelle: Bild Zeitung