Matthias Müller als Nachfolger von Winterkorn an die Spitze des VW Konzerns gerückt hat derzeit wenig Interesse daran eine geplante Reise zu L.A. Auto Show in Los Angeles anzutreten. Offenbar ist die amerikanische Justiz von den bisherigen Bemühungen von VW nicht beeindruckt und hat bereits hochrangigen Managern den Reisepass entzogen. Bislang bleibt VW trotz vieler Beteuerungen ein Konzept zur Aufarbeitung schuldig und scheint ausschließlich die Aktionäre im Fokus zu haben.

Müller agiert nun ähnlich zaghaft wie Sepp Blatter bei der FIFA. Bei der Damen WM blieb Blatter aus Angst vor persönlichen Konsequenzen und einer möglichen Festnahme fern. Auf die gleiche Art verhält sich nun Matthias Müller von VW.
Dabei ist es für den Konzern natürlich nicht hilfreich, sollte der Chef tatsächlich in den USA feststizen. Auf der anderen Seite schadet eine Furcht vor Einreise in die USA mindestens ebenso. Besonders, da davon die gesamte höhere Führungsebene betroffen ist.

Es wird Zeit nun endlich die versprochene Aufklärung zu liefern- um jeden Preis! Sollte dies VW in die Insolvenz treiben, ist auch das nicht das Ende! Viele große Unternehmen sind diesen Schritt bereits gegangen und sind heute wieder erfolgreich am Markt aktiv. Es bleibt zu hoffen, dass Deutschland in allen Ebenen VW nicht finanziell unterstützt in dieser Angelegenheit und Müller sich über den Atlantik traut.
Nico Gerum