Nach einer stürmischen Woche, hieß Chiba die Piloten der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft mit strahlendem Sonnenschein willkommen. Während sich der Franzose Nicolas Ivanoff bei der Qualifikation die Pole Position sicherte, erkämpfte sich Lokalmatador Yoshihide Muroya in Round of 14 die schnellste Zeit des Wochenendes. Die Action-Highlights könnt ihr euch im unteren Player anschauen.
Nachdem sich der Staub gelegt hatte, machten sich die „üblichen Verdächtigen“ auf dem Podium gemütlich. Der Brite Paul Bonhomme baute auf seinen Erfolg in Abu Dhabi auf und setzt seinen fantastischen Start in die Saison fort. Obwohl er sich während des gesamten Wochenendes eher unscheinbar zurück hielt, lieferte er konstant gute Zeiten ab. Er behielt die Nerven, während seinen Konkurrenten an wichtigen Stellen schwerwiegende Fehler unterliefen.
Es war ein toller Saisonstart, aber dahinter steckt harte Arbeit.
– Paul Bonhomme
Bonhomme war der zweite von vier Piloten, die in der finalen Runde an den Start gingen. Mit 51.502 Sekunden und einem sauberen Flug, war er gerade mal ein Wimpernschlag schneller als Matt Hall. Aber da waren immer noch der Deutsche Pilot Matthias Dolderer und der legendäre Ivanoff.
Allerdings bekam Dolderere eine Zwei-Sekunden-Zeitstrafe, da er an Tor 6 vorbei flogund Ivanoff wurde mit einem DNF (did not finish) gekennzeichnet, da er die Startgeschwindigkeit überschritt.
Und so wurden die ersten zwei Plätze auf dem Podium von den gleichen Piloten besetzt, wie in Abu Dhabi, mit Hall hinter Bonhomme. Dolderer landete auf Platz drei und steht seit 2009 zum ersten Mal wieder auf dem Podium.
Zum ersten Mal fanden die Weltmeisterschaften in Japan statt und lockten 60000 begeisterte Zuschauer in das Zentrum von Chiba. Viele kamen, um Lokalmatador Yoshihide Muroya zuzujubeln.
Es sah eigentlich auch so aus, als ob die Dinge nach Plan verlaufen würden. Muroya stellte einen neuen Bahn-Rekord (50.779 Sekunden) auf, so dass sich der Tscheche Martin Sonka verabschieden musste. Allerdings hatte der Japaner in der Round of 8 gegen seinen Konkurrenten Bonhomme kein Glück. Er überschritt die Startgeschwindigkeit und wurde mit einem DNF gekennzeichnet. Bonhomme musste also nur einen sauberen Lauf abliefern, um weiter zu kommen.
„In der Round of 8 musste ich gegen Paul antreten. Ich wusste, dass es ein hart umkämpftes Duell werden wird“, ich habe zu viel Gas gegeben und bekam ein DNF“, erzählte Muroya RedBullAirRace.com. „Es war wahnsinnig toll, das das Rennen hier in Japan stattfand. Und die rekordverdächtige Zuschauermenge war fantastisch, ich hoffe, das war nicht das letzte Mal.“
Bonhomme war selbstverständlich sehr zufrieden mit seiner Arbeit an diesem Wochenende: “Es war ein toller Saisonstart, aber dahinter steckt harte Arbeit,“ kommentiert er. „Das neue K.O.-System ist zwar spannend für die Zuschauer, aber anstrengend für uns. Auf einmal musst du gegen Yoshi antreten, der die beste Zeit in der vorherigen Runde hatte. Es ist harte Arbeit, aber wir sind begeistert! Wir haben alles gegeben und es hat sich ausgezahlt.“
Ivanoff war frustriert, dass er die gute Leistung, die er bei der Qualifikation ablieferte, nicht fortsetzen konnte. „ Es nervt mich, nicht auf dem Podium zu stehen. Ich hatte eine gute Zeit, aber ich überschritt die Startgeschwindigkeit und habe ein DNF bekommen. Ich bin sehr enttäuscht. Das ganze Wochenende bin ich so gut geflogen und gegen Nigel (Lamb) in der Round of 8 anzutreten war hart. Aber ich habe mich nur auf meinen eigenen Flug konzentriert.“
Am Anfang des Tages hatte der tschechische Pilot Peter Kopfstein Grund zu Freude, als er den Challenger Cup mit einer halben Sekunde Vorsprung vor seinem größten Rivalen Daniel Ryfa aus Schweden für sich entschied. Der Chilene Christian Boulton sicherte sich den dritten Platz.
„Es fühlt sich toll an, trotz des wenigen Trainings gewonnen zu haben,“ sagte Kopfstein. „Der Wind wehte heute in entgegengesetzter Richtung, aber ich machte einige Berechnungen und es hat sich gelohnt. Man muss die Energie bei den langen Drehungen einsparen. Mit dem Challenger Flugzeug verhält es sich so, ist die Energie einmal weg, bekommt man sie nur schwer wieder zurück.“
Das nächste Red Bull Air Race findet in Rovinj, Kroatien, ab dem 30.Mai 2015, statt.
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