Berlin. Unter der Leitung von Daniel Barenboim kehrte das West-Eastern Divan Orchestra vergangenen Samstag, den 15. August, für ihr traditionelles Konzert in die Berliner Waldbühne zurück – auch dieses Jahr wieder unterstützt durch BMW als Hauptpartner.
Wenn am 22. Oktober gegen Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und seinen damaligen Finanzvorstand Holger Härter die Anklage wegen „Marktmanipulation“ verlesen wird, dürfte sie längst nicht mehr so tragfähig sein, wie von den Staatsanwälten einst gedacht. Denn mit der Einstellung der Ermittlungen gegen zwölf amtierende und Ex-Aufsichtsräte wird deutlich, dass die Ankläger womöglich über das Ziel hinausgeschossen sind. Den Aufsichtsräten war vorgeworfen worden, dass sie Beihilfe zu den vorgeworfenen Marktmanipulationen geleistet hätten.
Der Vorwurf: Die handelnden Porsche-Manager hätten die Anleger nicht von Anfang an über die beabsichtigte Volkswagenübernahme informiert.
Wenn die Aufsichtsräte nun staatsanwaltlich entlastet sind, erscheint es fraglich, ob die Anklage gegen Wiedeking und andere zu einer beweisfähigen Anklage bzw. Verurteilung noch ausreicht. Da die Aufsichtsräte wohl in alles eingeweiht waren, sich aber nach Ansicht der Staatsanwaltschaft nicht schuldig gemacht haben, ist eine Verurteilung der beiden Führungskräfte mehr als zweifelhaft. „Wenn es keine Beihilfe der Aufsichtsräte gegeben hat, kann es eigentlich auch keine Tat gegeben haben“, bringt es ein renommierter Wirtschaftsanwalt auf den Punkt.
Zudem hafte der Staatsanwaltschaft Stuttgart der Ruf an, sehr auf Gesichtswahrung zu achten. Das Landgericht hatte die Eröffnung des Hauptverfahrens schon einmal mangels beweiskräftiger Tatsachen abgelehnt. Die Beschwerde der Staatsanwaltschaft hatte Erfolg. Das Oberlandesgericht Stuttgart ließ die Anklage zu. Allerdings wurde dabei deutlich, dass die Anklage auf wackeligen Beinen steht.
Auch wenn die Angeklagten am Ende freigesprochen werden, ist das Verfahren für sie nicht angenehm. Dass sogar Wiedekings Gehalt in der Anklageschrift zur Sprache kommt, hat zwar mit der Wahrheitsfindung nicht wirklich etwas zu tun, aber es passt ins Bild gesellschaftlicher Vorurteile einer Neidgesellschaft, die sich daran delektiert, wenn „die Besserverdiener da oben“ vor Gericht die Hosen runterlassen müssen.
Was das Gehalt Wiedekings mit den Vorwürfen der Marktmanipulation zu tun haben soll, erschließt sich nicht. Es ist offensichtlich die subtile Absicht der Anklage, den Manager moralisch in ein zweifelhaftes Licht zu rücken. Nach dem Motto, wer soviel verdient, kann kein Ehrenmann sein. Dabei wird insgeheim vielleicht sogar unterstellt, dass Wiedeking die Gewinne des Unternehmens künstlich aufgeblasen hat, um seine Gewinnbeteiligung zu erhöhen. Tatsächlich machte Porsche einmal in einem Jahr mehr Gewinn als Umsatz. Der Grund: Die von Porsche gehaltenen VW-Aktien und Optionen stiegen in irrsinnige Höhen. An einem Tag kostete eine VW-Aktie mehr als 1.000 Euro.
Als Wiedeking Anfang der neunziger Jahre bereit war, für das existenzbedrohte Unternehmen Porsche mit seinem Privatvermögen einzustehen, hielten ihn viele für verrückt. Das Risiko, alles zu verlieren, war groß. Dass er dafür ein Prozent vom Jahres-Gewinn über 100 Mio. Euro zugebilligt bekam, war nur angemessen und machte ihn zweifellos reich. Und Porsche wurde mit Wiedeking zum profitabelsten Unternehmen der Autoindustrie. Seine Abfindung von 50 Millionen Euro brachte er zur Hälfte in eine Stiftung ein. Heute ist Wiedeking u.a. an Restaurants und einer Schuhfabrik beteiligt.
Deutschland-Rallye: Opel-Talente präsentieren sich der Weltelite
17.08.2015
- Der ADAC Opel Rallye Cup startet erneut beim deutschen Gastspiel der Rallye-WM
- Die ADAM-Teams erwarten vier intensive Tage mit der Chance auf doppelte Punkte
- Das ADAC Opel Rallye Junior Team feiert mit den Fans die Europameisterschaft
Rüsselsheim. Die ADAC Rallye Deutschland vom 20. bis 23. August 2015 ist für viele Teams des ADAC Opel Rallye Cups eine Reise in neue Dimensionen. Dieser Lauf zur FIA Rallye-Weltmeisterschaft, bei der die Opel-Teams erneut zwei komplette Wertungsläufe bestreiten, besticht schon durch seine imposanten Eckdaten. Diese sind gegenüber dem Vorjahr nochmals beeindruckender: Statt 18 gibt’s diesmal 20 Wertungsprüfungen (WP) und die Gesamtdistanz wuchs auf imposante 1.285 Kilometer.
Damit wartet eine ebenso anstrengende wie spannende Woche auf die Cup-Teams, die sich schon ab Dienstag auf den Weg machen, um akribisch ihre Aufschriebe (Gebetbücher) für die Rallye zu erstellen. Die Wertungsprüfungen werden wie gehabt vom Serviceplatz in Trier aus angefahren und führen auf idyllischen wie anspruchsvollen Asphalt-Pisten durchs Moselland sowie über den Truppenübungsplatz in Baumholder mit seiner berüchtigten Panzerplatte und der legendären Sprungkuppe „Gina“. Mit 45 Kilometern ist die WP „Panzerplatte lang“, die am Samstag zweimal durchfahren wird, die mit Abstand längste der gesamten Cup-Saison. Unmittelbar vor diesen Königsprüfungen absolvieren die Teilnehmer insgesamt drei zuschauerfreundliche Sprints über 2,9 Kilometer in der Prüfung „Arena Panzerplatte“, die den Charakter eines Rundstrecken-Motodroms hat und schon im vergangenen Jahr tausende Rallye-Fans anlockte. Zumal ihnen auch zwischen den Vorbeifahrten der Rallye-Boliden einiges an Unterhaltung geboten wird: Am Samstag ab 14 Uhr gibt die deutsche Musikband „Revolverheld“ in der Arena Panzerplatte auf ihre Art Vollgas.
Ein erstes Highlight ist der Showstart vor der Porta Nigra in Trier am Donnerstagabend. Den ersten Wertungslauf über acht Prüfungen bestreiten die Cup-Teams am Freitag. Der zweite Durchgang über weitere zwölf Wertungsprüfungen (WP17 „Bosenberg“ lässt der ADAC Opel Rallye Cup aus) läuft von Samstagfrüh bis Sonntagmittag. Für beide Teilläufe werden jeweils volle Punkte und volles Preisgeld vergeben. Am Ende des zweiten Wertungslaufs, im Ziel der ADAC Rallye Deutschland, werden die Teams fast 340 WP-Kilometer abgespult haben – rund dreimal so viel wie bei einem „normalen“ Lauf zum ADAC Opel Rallye Cup. Wer’s geschafft hat, rollt am Sonntagnachmittag vor der Porta Nigra über die Zielrampe.
Die Erfahrung hat gezeigt: Nicht nur die Weltelite mit ihren spektakulären World Rally Cars bürgt für Rallyesport vom Allerfeinsten, auch die Opel ADAM Cup-Fahrzeuge sind echte Hingucker an jeder Wertungsprüfung und haben in der Welt der Quertreiber schon viel Aufsehen erregt.
Ganz zu schweigen von den rund 190 PS starken ADAM R2, mit denen die Opel-Werksfahrer Marijan Griebel (26, Hahnweiler) und Emil Bergkvist (21, Torsåker) aus dem ADAC Opel Rallye Junior Team in dieser Saison die Junior-Europameisterschaft (FIA ERC Junior) aufmischen. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes – bei der Rallye Estland machte der junge Schwede Bergkvist Mitte Juli bereits vorzeitig den Titelsack zu. Sein Pfälzer Teamkollege Griebel, der bei der ADAC Rallye Deutschland als Vorjahressieger zu den Top-Favoriten in der Division 5 gehört, hat beim Saisonfinale der FIA ERC Junior am letzten August-Wochenende im Rahmen der Barum-Rallye in Tschechien noch gute Chancen auf die Vize-Europameisterschaft. Umso mehr brennen die Piloten des ADAC Opel Rallye Junior Teams darauf, sich den deutschen Rallye-Fans beim Heimspiel als Europameister zu präsentieren.
Für Daheimgebliebene bietet Opel Motorsport auf der Website http://www.opel-motorsport.com ein Live-Timing an.
Dass Audi in der Technologie-Anwendung Gas gibt, trifft es von der Wortwahl nur im übertragenen Sinn. Audi kommuniziert mit erhöhter Taktzahl, dass in Ingolstadt keinesfalls selbstgefällige Ruhe eingekehrt ist, sondern der Slogan vom „Vorsprung durch Technik“ wieder mit anfassbarer Substanz unterlegt werden soll. Mit dem Antritt des Entwicklungschefs Prof. Ulrich Hackenberg geht eine Kommunikations-Offensive daher, die den wind of change deutlich macht. Allerdings wäre es falsch zu sagen, Audi habe vorher in sich geruht. Es wurden auch vorher Innovationsfelder besetzt, aber sie wurden nicht so offensiv kommuniziert. Aber jetzt ist spürbar, dass die Kompetenz der Forschung und Entwicklung mit einer starken Kommunikations-Bereitschaft und -fähigkeit zusammentrifft.
Die Nachricht von einem Elektro-Audi mit 500 Kilometern Reichweite ist ein weiterer Paukenschlag, obwohl die Batterien aus Südkorea kommen. Die koreanischen Zulieferer LG Chem und Samsung SDI werden zur Produktion in europäische Standorte investieren, teilt Audi mit.
„Gemeinsam mit unseren südkoreanischen Entwicklungspartnern bringen wir die Fertigung der neuesten Batteriezellen-Technologie in die EU und stärken den Wirtschaftsstandort Europa bei dieser Schlüsseltechnologie“, sagt Audi‑Beschaffungsvorstand Dr. Bernd Martens. Die Zell-Module sollen besonders leistungsfähig werden. „Damit bieten wir eine technologische Lösung, die Elektroautos für Kunden noch attraktiver macht.“
Echte 500 Kilometer Reichweite und eine relativ kurze Ladenzeit könnten dem Elektroauto tatsächlich jenen Schub im Markt bescheren, der bislang ausgeblieben ist. „Reichweite ist die größte Hürde“, sagt ein Audi-Marketingmann. „Die Ladezeit die nächste Hürde….“
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Ingolstadt, 14.08.2015
Rund 800 Audi-Mitarbeiter hatten sich im Juli an der Ingolstädter Aktion „Stadtradeln“ beteiligt. Für jeden geradelten Kilometer lobte das Unternehmen eine Spende von 25 Cent aus. So kamen am Ende 79.500 Euro zusammen. Dr. Ute Röding, Leiterin Standortprojekte Corporate Responsibility (erste Reihe, Dritte von links), und Ingrid Seehars, Betriebsrätin der AUDI AG (erste Reihe, Vierte von rechts), übergaben am Donnerstagabend einen symbolischen Scheck an die Vertreter der regionalen Projekte und Organisationen, die Audi mit dem Spendengeld unterstützt. Ein Teil der erradelten Spenden geht an die Verkehrswachten in Ingolstadt, Neuburg-Schrobenhausen, Pfaffenhofen und Eichstätt.
Außerdem stiftet Audi Sachpreise für den Ingolstädter Malwettbewerb „Mein sicherer Schulweg“ und finanziert in den kommenden fünf Jahren den Druck von Schulwegplänen.
Caritas und Diakonie können mit einem weiteren Teil des Spendengelds Fahrräder für Asylbewerber reparieren, aufbereiten und ankaufen.
Ein weiterer Teil der Spende soll für ein geplantes Bike Sharing mit der Stadt Ingolstadt verwendet werden: Mitarbeiter der Integra-Werkstätten werden vormalige Audi Werkfahrräder aufbereiten. Im Anschluss ist geplant, die Räder für die Öffentlichkeit bereitzustellen.