Daimler weiter auf Erfolgskurs: Bestwerte bei Absatz, Umsatz und Ergebnis im Jahr 2015 – Höchste Dividende vorgeschlagen – Ausblick weiterhin positiv

Daimler weiter auf Erfolgskurs: Bestwerte bei Absatz, Umsatz und Ergebnis im Jahr 2015 – Höchste Dividende vorgeschlagen – Ausblick weiterhin positiv

Stuttgart – Die Daimler AG (Börsenkürzel DAI) ist im Geschäftsjahr 2015 erneut profitabel gewachsen und hat abermals Bestmarken bei Absatz, Umsatz und EBIT aus dem laufenden Geschäft sowie beim Konzern-EBIT und Konzernergebnis erwirtschaftet. Dazu haben alle Geschäftsfelder beigetragen. Für das Jahr 2016 geht das Unternehmen aufgrund des in allen Geschäftsfeldern sehr attraktiven und besonders wettbewerbsfähigen Produktangebots davon aus, vom erwarteten leichten Wachstum der globalen Automobilnachfrage überdurchschnittlich profitieren, seine Position in wichtigen Märkten ausbauen und den Absatz weiter steigern zu können. Dementsprechend wird mit weiteren Zuwächsen beim Umsatz und beim EBIT aus dem laufenden Geschäft gerechnet.
„2015 war ein gutes Jahr für Daimler“, eröffnete Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars die Jahrespressekonferenz 2016. „Wir wissen aus eigener Erfahrung: Es ist schwer, an die Spitze zu kommen. Aber es ist noch schwerer, vorne zu bleiben. Das ist unser Anspruch: Daimler gehört dauerhaft an die Spitze.“
Der Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2015 mit 13,5 (i. V. 10,8) Mrd. € sowohl das beste EBIT und mit 13,8 (i. V. 10,1) Mrd. € auch das beste EBIT aus dem laufenden Geschäft der Daimler AG. Das Konzernergebnis lag mit 8,9 (i. V. 7,3) Mrd. € deutlich über dem Vorjahresniveau. Das Ergebnis je Aktie stieg auf 8,08 (i. V. 6,51) €.
Daimler hat wie angekündigt den Absatz im Jahr 2015 insgesamt deutlich gesteigert. Mit rund 2,9 Mio. Fahrzeugen wurde das Vorjahresniveau um 12% übertroffen. Zu diesem Anstieg haben vor allem die Geschäftsfelder Mercedes-Benz Cars (+16%) und in geringerem Ausmaß Mercedes-Benz Vans (+9%) beigetragen. Bei Daimler Trucks war der Zuwachs mit 1% vor allem aufgrund der schwachen Märkte in Lateinamerika und Indonesien kleiner als ursprünglich erwartet. Bei Daimler Buses, für die zu Jahresbeginn noch mit einem leichten Zuwachs gerechnet wurde, lag der Absatz deutlich unter dem Vorjahresniveau. Maßgeblich hierfür war vor allem die ausgeprägte Schwäche der Märkte für Busfahrgestelle in Lateinamerika. Getrieben vom Absatzplus hat Daimler den Konzernumsatz im Berichtsjahr um 15% auf 149,5 Mrd. € gesteigert; bereinigt um Wechselkurseffekte war ein Zuwachs um 9% zu verzeichnen.
„Die Ergebnisentwicklung im Daimler-Konzern über die vergangenen Jahre zeigt anschaulich, dass unsere Strategie greift und wir profitabel wachsen“, sagte Bodo Uebber, im Vorstand der Daimler AG verantwortlich für Finanzen & Controlling und Daimler Financial Services. „Das EBIT aus dem laufenden Geschäft haben wir gegenüber 2014 um gut ein Drittel gesteigert, gegenüber 2010 hat sich das Ergebnis sogar fast verdoppelt. Der Umsatz hat in den vergangenen fünf Jahren um mehr als 50 Prozent zugelegt.“
Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 6. April 2016 die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 3,25 (i. V. 2,45) € pro Aktie vorschlagen. „Wir lassen die Aktionäre mit der nochmals gesteigerten und somit höchsten Gewinnbeteiligung der Daimler AG wie gewohnt am Erfolg des Unternehmens teilhaben und drücken damit unsere Zuversicht über den weiteren Geschäftsverlauf aus“, sagte Bodo Uebber. Die Ausschüttungssumme beträgt 3.477 (i. V. 2.621) Mio. €, die Ausschüttungsquote erreicht 40,2 (i. V. 37,6) % des auf die Daimler-Aktionäre entfallenden Konzern-ergebnisses.
Die Nettoliquidität des Industriegeschäfts ist zum Ende des Jahres 2015 auf 18,6 (i. V. 17,0) Mrd. € gestiegen, obwohl eine außerordentliche Dotierung der Pensionsvermögen in Deutschland und den USA in Höhe von 1,2 Mrd. € durchgeführt und 0,7 Mrd. € für den Kauf des digitalen Karten-geschäfts HERE eingesetzt wurden. Auch der Free Cash Flow aus dem Industriegeschäft war bereinigt um Sondereffekte mit 5,9 (i. V. 5,2) Mrd. € nochmals höher als im Vorjahr und übertrifft die für das Jahr 2015 vorgeschlagene Dividendenausschüttung deutlich.
Belegschaft gewachsen – Bisher höchste Erfolgsbeteiligung
Aufgrund der hohen Nachfrage nach den Produkten ist die Belegschaft gegenüber Ende 2014 um 1% gestiegen. Zum 31. Dezember 2015 waren im Daimler-Konzern insgesamt 284.015 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. In Deutschland erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten auf 170.454 (i. V. 168.909) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Belegschaft der konsolidierten Tochtergesellschaften in China lag am Jahresende bei 3.155 (i. V. 2.664). Mit rund 6.500 Auszubildenden stellt Daimler mehr als ein Drittel der Ausbildungsplätze aller deutschen Automobilhersteller.
Daimler arbeitet permanent daran, seine hohe Attraktivität als Arbeitgeber weiter zu festigen – im Unternehmen wie auch am externen Markt. Die Beschäftigten erhalten eine marktgerechte Vergütung sowie marktkonforme Zusatzleistungen, wie beispielsweise eine betriebliche Altersversorgung. Das Unternehmen beteiligt seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch am Erfolg der jeweiligen Gesellschaft. Die Daimler AG wird an ihre anspruchsberechtigten Beschäftigten im April 2016 für das Geschäftsjahr 2015 einen Betrag von bis zu 5.650 € ausbezahlen – die bis dato höchste Summe (i. V. 4.350 €).
Die Geschäftsfelder im Einzelnen
Das Geschäftsfeld Mercedes-Benz Cars, das die Marke Mercedes-Benz mit den Submarken Mercedes-AMG, Mercedes-Maybach und Mercedes me sowie die Marke smart umfasst, hat seinen profitablen Wachstumskurs im Berichtsjahr nochmals beschleunigt und im laufenden Geschäft 2015 die Zielrendite erreicht. Der Absatz wurde im sechsten Jahr in Folge gesteigert und hat mit 2.001.400 Fahrzeugen (+16%) erstmals die 2-Millionen-Grenze überschritten. Dabei konnten in nahezu allen Regionen Marktanteile hinzugewonnen werden. Der Umsatz erhöhte sich um 14% auf 83,8 Mrd. €. Das EBIT des Geschäftsfelds lag im Jahr 2015 mit 8.226 Mio. € um 41% und somit deutlich über dem Vorjahresniveau von 5.853 Mio. €. Die Umsatzrendite stieg auf 9,8 (i. V. 8,0) %.
Die neuen Modelle haben zu einem höheren Absatz von Neufahrzeugen geführt. Die wichtigsten Treiber waren die neue C-Klasse, die Kompaktwagen und ein höherer Absatz im SUV-Segment. Darüber hinaus wirkten sich eine bessere Preisdurchsetzung, Effizienzmaßnahmen und Wechselkurseffekte positiv auf das EBIT aus. Gegenläufige Ergebniseffekte entstanden durch Aufwendungen für Kapazitätsausweitungen sowie Vorleistungen für neue Technologien und Fahrzeuge. Zudem beinhaltet das Ergebnis Aufwendungen für periodenfremde öffentliche Abgaben von 121 Mio. € sowie Aufwendungen aus der Verlagerung der Hauptverwaltung der Mercedes-Benz USA, LLC von 19 Mio. €. Gegenläufig enthält das EBIT Erträge aus dem Verkauf von Immobilien in den USA von 87 Mio. €. Im Vorjahr waren im EBIT Abwertungen von Beteiligungen im Bereich der alternativen Antriebe von 30 Mio. € enthalten.
Daimler Trucks steigerte den Absatz im Jahr 2015 um 1% auf 502.500 Einheiten und erzielte damit das höchste Niveau seit dem Jahr 2006. Der Umsatz stieg um 16% auf 37,6 (i. V. 32,4) Mrd. €. Das EBIT des Geschäftsfelds lag mit 2.576 Mio. € um 37% deutlich über dem Vorjahres-ergebnis von 1.878 Mio. €. Die Umsatzrendite stieg auf 6,9% gegenüber 5,8% im Vorjahr.
Die positive Ergebnisentwicklung war maßgeblich auf die Absatz-steigerungen in den Regionen NAFTA und Europa, auf die Realisierung von weiteren Effizienzverbesserungen und auf positive Wechselkurseffekte zurückzuführen. Ergebnisbelastungen entstanden aus den Absatz-rückgängen in Lateinamerika und Indonesien. Darüber hinaus haben sich höhere Aufwendungen für Garantie und Kulanz, für Kapazitätserweiterungen sowie Vorleistungen für neue Technologien und Fahrzeuge im Ergebnis niedergeschlagen. Im EBIT enthalten sind zudem Aufwendungen für Personalmaßnahmen im Rahmen der fortgeführten Optimierungsprogramme in Brasilien und Deutschland in Höhe von 58 Mio. €. Weiterhin entstanden Aufwendungen von 61 Mio. € durch den Verkauf von Atlantis Foundries (Pty.) Ltd. Das Vorjahresergebnis war durch Aufwendungen aus der Abwertung des Beteiligungsbuchwerts an Kamaz PAO belastet.
Mercedes-Benz Vans erzielte im Geschäftsjahr 2015 erneut einen Absatzrekord. Mit 321.000 Einheiten wurde der Vorjahreswert um 9% übertroffen. Auch der Umsatz lag mit 11,5 (i. V. 10,0) Mrd. € deutlich über dem Vorjahresniveau. Das Geschäftsfeld erwirtschaftete im Jahr 2015 ein EBIT von 900 Mio. € und lag mit einem Plus von 32% deutlich über dem Vorjahresniveau von 682 Mio. €. Die Umsatzrendite stieg auf 7,8% gegenüber 6,8% im Vorjahr.
Das EBIT war von einer sehr positiven Absatzentwicklung geprägt, insbesondere in Europa und in der NAFTA-Region. Dies ist vor allem den sehr großen Zuwachsraten bei der V-Klasse und dem neuen Vito zu verdanken. Auch eine höhere Effizienz beim Materialeinsatz hat das Ergebnis positiv beeinflusst, während Aufwendungen für Garantie und Kulanz das EBIT belasteten. Im Vorjahr trug ein Ertrag aus der Wertaufholung des Beteiligungsbuchwerts am chinesischen Joint Venture Fujian Benz Automotive Corporation mit 61 Mio. € zum EBIT bei.
Daimler Buses hat im Geschäftsjahr 2015 weltweit 28.100 (i. V. 33.200) Busse und Fahrgestelle abgesetzt. Der deutliche Rückgang war insbesondere auf die weiterhin schlechte wirtschaftliche Lage in Brasilien zurückzuführen. Dennoch konnte das Geschäftsfeld die uneingeschränkte Marktführerschaft in seinen Kernmärkten im Segment für Busse mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 8t behaupten. Erfreulich entwickelte sich das Komplettbusgeschäft in Westeuropa, das über dem Volumen des Vorjahres lag. Der Umsatz erreichte 4,1 (i. V. 4,2) Mrd. €. Das EBIT des Geschäftsfelds betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 214 (i. V. 197) Mio. € und lag damit um 9% über dem Vorjahresniveau. Die Umsatzrendite belief sich auf 5,2 (i. V. 4,7) %.
Positive Ergebniseffekte resultierten im Wesentlichen aus dem guten Komplettbusgeschäft mit einem positiven Produkt-Mix in Westeuropa sowie weiteren Effizienzfortschritten. Die Ergebnisentwicklung wurde weiterhin durch positive Wechselkurseffekte begünstigt. Gegenläufig wirkte sich die anhaltend schwierige wirtschaftliche Situation in Lateinamerika aus. Das Ergebnis beinhaltet einen Ertrag aus dem Verkauf der Anteile an New MCI Holdings Inc. in Höhe von 16 Mio. €.
In den automobilen Geschäftsfeldern wirkte sich darüber hinaus die Restrukturierung des eigenen Händlernetzes im Saldo mit Aufwendungen von 144 (i. V. 116) Mio. € aus.
Im Laufe des Jahres 2015 schloss Daimler Financial Services 1,5 Mio. neue Finanzierungs- und Leasingverträge im Wert von insgesamt 57,9 Mrd. € ab. Der Wert aller neu abgeschlossenen Verträge wuchs gegenüber dem Vorjahr um 21%. Somit wurde im Jahr 2015 rund die Hälfte aller Neufahrzeugverkäufe der automobilen Geschäftsfelder durch die Absatzfinanzierung von Daimler Financial Services unterstützt. Insgesamt standen Ende 2015 mehr als 3,7 Millionen finanzierte oder verleaste Fahrzeuge in den Büchern – das entspricht einem Anstieg des Vertragsvolumens von 18% gegenüber dem Jahresende 2014 auf 116,7 Mrd. €. Bereinigt um Wechselkurseffekte lag der Zuwachs bei 14%. Im Geschäftsjahr 2015 erzielte das Geschäftsfeld ein EBIT von 1.619 Mio. € und übertraf somit das Vorjahresergebnis in Höhe von 1.387 Mio. € deutlich um 17%. Die Eigenkapitalrendite lag bei 18,3 (i. V. 19,4) %.
Ausschlaggebend hierfür waren vor allem das gestiegene Vertragsvolumen und positive Wechselkurseffekte, wodurch zusätzliche Aufwendungen im Zusammenhang mit der Ausweitung der Geschäftstätigkeit überkompensiert werden konnten.
Die Überleitung der operativen Ergebnisse der Geschäftsfelder auf das EBIT des Konzerns umfasst die zentral verantworteten Sachverhalte sowie Ergebniseffekte aus der Eliminierung konzerninterner Transaktionen zwischen den Geschäftsfeldern. Aus den zentral verantworteten Sachverhalten sind Aufwendungen in Höhe von 79 Mio. € entstanden. Die Erträge des Vorjahres in Höhe von 713 Mio. € waren insbesondere auf die Beteiligungen an Rolls-Royce Power Systems Holding (RRPSH) und Tesla zurückzuführen. 2014 erzielte Daimler aus dem Abgang der Beteiligung an RRPSH ein Verkaufsergebnis in Höhe von 1.006 Mio. €; aus der Bewertung der Put-Option entstanden Aufwendungen von 118 Mio. €. Im Zusammen-hang mit der Beteiligung an Tesla resultierten darüber hinaus durch den Verlust des maßgeblichen Einflusses zunächst Erträge aus der Neubewertung der Anteile in Höhe von 718 Mio. €. Aus der Absicherung des Aktienkurses der Anteile an Tesla und dem Verkauf dieser Anteile ergaben sich im Vorjahr Aufwendungen in Höhe von 124 Mio. €. Darüber hinaus waren Aufwendungen im Zusammenhang mit dem laufenden Kartell-verfahren der EU-Kommission bei europäischen Nutzfahrzeugherstellern von 600 Mio. € enthalten. Aus der Eliminierung konzerninterner Transaktionen ergab sich im Jahr 2015 ein Ertrag von 50 (i. V. 42) Mio. €.
Die Sonderfaktoren, die die Ergebnisentwicklung in den Jahren 2015 und 2014 beeinflussten, sind in der Tabelle auf Seite 15 im Einzelnen dargestellt.
Investitionen in die Zukunft weiter erhöht
„Wir haben unsere Strategie in den vergangenen Jahren zielstrebig umgesetzt. Das Resultat ist unser derzeitiger Erfolg“, sagte Dieter Zetsche. „Deshalb bleibt unser Kurs bestehen: Wir werden weiter unser Kerngeschäft stärken, weltweit wachsen, technologisch führen und die Digitalisierung vorantreiben.“ Daher wurden die Forschungs- und Entwicklungsleistungen im Jahr 2015 von dem bereits sehr hohen Niveau von 5,7 Mrd. € im Vorjahr nochmals auf 6,6 Mrd. € erhöht. Gemessen am Umsatz bewegten sich die Forschungs- und Entwicklungsleistungen mit einer Quote von 4,4 (i. V. 4,4) % auf einem wettbewerbsfähigen Niveau. Schwerpunkte waren neue Fahrzeugmodelle, besonders kraftstoffeffiziente und umweltschonende Antriebe sowie neue Sicherheitstechnologien, das autonome Fahren und die digitale Vernetzung der Produkte.
Im Rahmen der Wachstumsstrategie will Daimler die Chancen, die die Automobilmärkte bieten, konsequent nutzen. Gleichzeitig will das Unternehmen den tiefgreifenden technologischen Wandel in der Automobilindustrie federführend mitgestalten und bei der Digitalisierung eine Vorreiterrolle einnehmen. Dies erfordert umfangreiche Investitionen in innovative Produkte und neue Technologien sowie in die Erweiterung des weltweiten Produktionsnetzwerks. Im Berichtsjahr wurden die Investitionen in Sachanlagen deshalb von einem bereits hohen Niveau ausgehend nochmals auf 5,1 (i. V. 4,8) Mrd. € erhöht.
Bei Mercedes-Benz Cars lagen die Sachinvestitionen im Jahr 2015 mit 3,6 Mrd. € auf Vorjahresniveau. Zu den wichtigsten Projekten zählten die neuen SUV GLC und GLE sowie die neue E-Klasse Familie. Umfangreiche Mittel wurden auch für die Neuausrichtung der deutschen Produktions-standorte als Kompetenzzentren sowie für die Erweiterung des internationalen Produktionsnetzwerks eingesetzt.
Die Investitionen in Sachanlagen sind bei Daimler Trucks im Jahr 2015 auf 1,1 Mrd. € gestiegen. Nach Abschluss der Euro-VI-Produktoffensive ging es 2015 vor allem darum, den technologischen Vorsprung weiter auszubauen und die Kapazitäten der hohen Nachfrage anzupassen.
Im Geschäftsfeld Mercedes-Benz Vans standen die Nachfolgegeneration des Sprinter, der neue Midsize Pickup und die Produktionsvorbereitungen für den neuen Vito in Lateinamerika im Vordergrund. Daimler Buses hat im Berichtsjahr vor allem in neue Produkte sowie in die Modernisierung und Erweiterung der Produktionsstandorte investiert.
Gemeinsam mit Audi und BMW hat Daimler im Jahr 2015 das digitale Kartengeschäft HERE übernommen. Die digitalen Karten von HERE sind die Basis für neue Assistenzsysteme bis hin zum vollautomatisierten Fahren. Der auf Daimler entfallende Erwerbspreis betrug 0,67 Mrd. €.
Ausblick: Automobilmärkte legen 2016 weiter zu
Die weltweite Pkw-Nachfrage dürfte nach aktueller Einschätzung im Jahr 2016 von hohem Niveau ausgehend nochmals in einer Größenordnung zwischen 3 und 4% zunehmen. Dabei werden die Wachstumsraten in den traditionellen Märkten USA und Westeuropa im Vergleich zu den deutlichen Zuwächsen der Vorjahre voraussichtlich spürbar geringer ausfallen. Der chinesische Markt dürfte hingegen erneut deutlich zulegen und damit den größten Beitrag zum weltweiten Wachstum leisten.
Auf dem US-amerikanischen Markt für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge ist nach dem Allzeithoch im Berichtsjahr nur noch ein leichter Anstieg zu erwarten. Auch für den westeuropäischen Pkw-Markt rechnet Daimler mit einem leichten Marktwachstum. Während in Kernmärkten wie Deutschland und Großbritannien nur noch geringe Zuwächse zu erwarten sind, besteht in anderen Märkten, wie beispielsweise Italien, noch deutliches Nachhol-potenzial.
In Japan ist im Jahr 2016 nach der deutlichen Marktkorrektur im vergangenen Jahr mit einer Stabilisierung der Nachfrage zu rechnen. Für die großen Schwellenländer bleiben die Aussichten gemischt. In Indien dürfte das Marktwachstum weiter an Schwung gewinnen. In Russland dagegen wird die anhaltende Rezession aller Voraussicht nach für einen weiteren Rückgang der Pkw-Verkäufe sorgen.
Die Nachfrage nach mittelschweren und schweren Lkw dürfte in den relevanten Regionen in Summe leicht unter dem Vorjahresniveau liegen. Die Nachfrage wird sich voraussichtlich regional sehr unterschiedlich entwickeln. Im nordamerikanischen Lkw-Markt dürfte sich die zunehmende Abschwächung des Industriesektors deutlich bemerkbar machen. In den Gewichtsklassen 6-8 ist aus heutiger Sicht mit einem Nachfragerückgang in der Größenordnung von 10% zu rechnen. Dagegen zeigte sich der europäische Markt bislang von den Unsicherheiten der weltweiten Konjunkturentwicklung weitgehend unbeeindruckt und dürfte seine Erholung mit einem leichten Plus im laufenden Jahr fortsetzen.
Keine Aussicht auf eine Besserung ist im Jahr 2016 auf dem brasilianischen Markt zu erkennen. Aufgrund der anhaltenden Rezession und der weiterhin ungünstigen Finanzierungsbedingungen ist von einem weiteren Marktrückgang in der Größenordnung von 10% auszugehen. Die Situation auf dem russischen Markt wird angespannt bleiben, sodass nur mit einer Nachfrage in etwa auf Vorjahresniveau gerechnet werden kann. Die Nachfrage in China dürfte weiterhin unter dem Eindruck der Wachstums-verlangsamung im verarbeitenden Gewerbe stehen. Aus heutiger Sicht ist lediglich von einer moderaten Markterholung auszugehen.
Solide dürfte sich der japanische Markt für leichte, mittlere und schwere Lkw präsentieren. In einem wenig dynamischen konjunkturellen Umfeld sollte sich die Nachfrage in etwa auf dem Vorjahresniveau halten können. Für den indonesischen Lkw-Gesamtmarkt ist mit einer Stabilisierung auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres zu rechnen. In Indien ist im Segment der mittelschweren und schweren Lkw von einem deutlichen Anstieg auszugehen.
Für das Jahr 2016 rechnet Daimler in Westeuropa bei den mittelgroßen und großen Transportern mit einem leichten Marktwachstum, bei den kleinen Transportern mit einer stabilen Nachfrage. Auch für die USA wird ein leichtes Wachstum im Markt für große Transporter erwartet. In Lateinamerika ist im Markt für große Transporter von einem weiteren deutlichen Marktrückgang auszugehen. In China ist mit einer Belebung der Nachfrage im adressierten Markt zu rechnen.
Bei den Bussen erwartet Daimler in Westeuropa ein Marktvolumen, das leicht über dem Niveau des Vorjahres liegt. Nach dem signifikanten Nachfragerückgang in Brasilien wird für das Jahr 2016 mit einem weiteren deutlichen Marktrückgang gerechnet.
Ausblick: Absatz im Automobilgeschäft wird weiter steigen
Mercedes-Benz Cars wird seine Wachstumsstrategie »Mercedes-Benz 2020« im Jahr 2016 fortsetzen. Insgesamt will das Geschäftsfeld den Absatz deutlich steigern und damit erneut einen Rekordwert erreichen. Die Basis dafür bildet das sehr attraktive und junge Modellportfolio, das um zusätzliche Produktneuheiten erweitert wird. Die Vielfalt an Modellen ist größer als je zuvor, die Attraktivität der Marke Mercedes-Benz konnte deutlich erhöht werden. Dies erlaubt es der Pkw-Sparte, kontinuierlich neue Konzepte zur individuellen Kundenansprache zu etablieren und somit neue Märkte und jüngere Kundengruppen anzusprechen. Im Sinne der Vertriebs- und Marketingstrategie »Best Customer Experience« rückt Mercedes-Benz die Bedürfnisse und Wünsche von Frauen noch stärker in den Fokus. Im Mittelpunkt der neuen, ganzheitlichen Initiative steht die Inspirations-plattform »She’s Mercedes«.
Wesentliche Wachstumsimpulse werden im Jahr 2016 von den neuen Modellen ausgehen. Im Jahr 2015, dem »Jahr der SUV«, hat die Marke Mercedes-Benz mit vier neuen oder überarbeiteten Modellen nahezu das gesamte Angebot in diesem Segment erneuert. Im März 2016 kommt die neue Generation des luxuriösen GLS als Nachfolger des GL zu den Händlern. Er bildet den überzeugenden Abschluss der SUV-Offensive.
Wichtigste Neuheit und Wachstumstreiber ist im Jahr 2016 die neue E-Klasse. Mercedes-Benz geht mit der intelligentesten Business-Limousine der Welt einen weiteren Schritt auf dem Weg zum unfallfreien und autonomen Fahren. Auch das C-Klasse Coupé, das C-Klasse Cabrio und das S-Klasse Cabrio werden ebenso wie die neuen Generationen des SL und des SLC weiter zum Erfolg der Marke Mercedes-Benz beitragen. Darüber hinaus werden im Berichtsjahr weitere Plug-in-Hybridmodelle in den Markt eingeführt, die hervorragende Fahrleistungen mit dem Verbrauch eines Kleinwagens kombinieren. Fahrzeuge mit Plug-in-Hybridtechnologie sind ein wichtiger Bestandteil der Antriebsstrategie auf dem Weg zum emissions-freien Fahren. Aus diesem Grund wird die Anzahl der Modelle mit Plug-in-Hybridantrieb in den kommenden Monaten sukzessive ausgebaut werden. 2017 werden insgesamt zehn Plug-in-Hybridmodelle von Mercedes-Benz auf dem Markt sein, doppelt so viele Modelle wie derzeit.
Ein deutliches Absatzplus wird im Jahr 2016 auch bei der Marke smart erwartet. Hierzu wird das neue smart fortwo Cabrio beitragen, das im vergangenen Jahr Weltpremiere auf der IAA in Frankfurt feierte. Ausgeliefert wird das neue Cabrio ab März. Im Sommer kommen zudem die neuen BRABUS Modelle des fortwo und forfour mit sportlichem Auftritt und stärkeren Motorisierungen zu den Händlern. Zum Jahresende werden alle smart Modelle auch mit elektrischem Antrieb angeboten.
Aus regionaler Sicht erwartet Mercedes-Benz Cars für das Jahr 2016, dass insbesondere die asiatischen Märkte zum Absatzwachstum beitragen werden. Im Jahr 2015 war China erstmals der größte Absatzmarkt von Mercedes-Benz. Nach dem kräftigen Plus von 41% im Berichtsjahr will die Marke im Jahr 2016 vor allem mit den Modellen, die lokal produziert werden, erneut deutlich zulegen. Die Wachstumsrate in China wird aber moderater ausfallen. Im zurückliegenden Jahr wurde das Händlernetz auf rund 500 Betriebe ausgedehnt. Auch die lokalen Produktionskapazitäten wurden weiter ausgebaut: Neben der C- und E-Klasse werden in China seit 2015 auch die beiden SUV-Modelle GLA und GLC gefertigt. Auch in Nordamerika wird die Pkw-Sparte mit den neuen Modellen weiter zulegen. Von der weiteren Belebung der Nachfrage, die für Westeuropa erwartet wird, will Mercedes-Benz Cars überdurchschnittlich profitieren.
Daimler Trucks erwartet für das Jahr 2016 einen Absatz auf dem Niveau des Vorjahres. In Westeuropa rechnet das Geschäftsfeld mit Verkaufszahlen, die leicht über dem Vorjahr liegen. In der Türkei dürfte es hingegen zu merklichen Absatzeinbußen kommen. Maßgeblich hierfür sind vor allem Vorzieheffekte aufgrund der ab Jahresanfang 2016 auch in der Türkei geltenden Euro-VI-Emissionsvorschrift.
Für Brasilien rechnet das Geschäftsfeld nach dem Markteinbruch im Jahr 2015 mit einem weiteren Rückgang der Lieferungen. Dabei dürften die fehlende Wirtschaftsdynamik und ungünstige Finanzierungskonditionen das Geschäft weiterhin beeinträchtigen. Zur dauerhaften Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von Daimler Trucks in Brasilien werden bis zum Jahr 2018 rund 500 Mio. € in maßgeschneiderte Produkte, innovative Technologien sowie in die Optimierung des Produktionsnetzwerks investiert.
In der NAFTA-Region erwartet Daimler Trucks in einem rückläufigen Markt einen Absatz unter dem hohen Niveau des Jahres 2015. Mit der modernen Produktpalette in Kombination mit den starken Komponenten der Marke Detroit können die Kundenanforderungen optimal bedient und die Marktführerschaft gesichert werden. Dabei geht die Lkw-Sparte davon aus, den Anteil der selbst gefertigten Motoren und Getriebe weiter steigern zu können.
In Japan und Indonesien erwartet Daimler Trucks einen Absatz in der Größenordnung des Jahres 2015. Eine Steigerung der Verkäufe dürfte mit dem sehr gut positionierten Produktportfolio in Indien erreicht werden. Aus dem erweiterten Angebot an FUSO Fahrzeugen aus indischer Produktion wird das Geschäftsfeld in Asien und Afrika zusätzlichen Absatz generieren.
Mercedes-Benz Vans plant für das Jahr 2016 einen deutlichen Absatzanstieg. Im Kernmarkt Westeuropa rechnet das Geschäftsfeld mit einem weiteren deutlichen Absatzzuwachs. Im Rahmen der Geschäftsfeld-strategie »Mercedes-Benz Vans goes global« hat die Van-Sparte den Vito im Jahr 2015 auch in Nord- und Lateinamerika eingeführt. Dies wird dort im Jahr 2016 für zusätzliche Nachfrageimpulse sorgen. Mit dem Sprinter, der künftig auch in Nordamerika produziert wird, strebt Mercedes-Benz Vans ebenfalls weiteres Wachstum an. Außerdem werden die Großraumlimousine V-Klasse und der gewerbliche Transporter Vito in China eingeführt. Damit wird die Präsenz im Markt ausgebaut.
Daimler Buses geht davon aus, die Marktführerschaft in seinen Kernmärkten bei den Bussen über 8t mit innovativen und hochwertigen neuen Produkten behaupten zu können. Für das Jahr 2016 rechnet das Geschäftsfeld insgesamt mit einem Absatz auf Vorjahresniveau. Dabei erwartet Daimler Buses ein moderates Absatzwachstum in Westeuropa. Nach dem signifikanten Markt- und Absatzrückgang im Berichtsjahr in Brasilien rechnet die Bus-Sparte dort auch für das Jahr 2016 mit einem weiteren Absatzrückgang. Von einer weiterhin positiven Absatzentwicklung geht Daimler Buses für Mexiko aus.
Daimler Financial Services strebt in den kommenden Jahren weiteres Wachstum an. Für das Jahr 2016 erwartet das Geschäftsfeld einen leichten Anstieg beim Neugeschäft und weiteres Wachstum beim Vertragsvolumen. Ausschlaggebend hierfür sind die Wachstumsoffensiven der automobilen Geschäftsfelder. Darüber hinaus erschließt Daimler Financial Services neue Marktpotenziale vor allem in Asien und nutzt neue und digitale Möglich-keiten des Kundenkontakts – insbesondere durch gezielte Weiter-entwicklung der Online-Vertriebskanäle. Bei innovativen Mobilitätsdienst-leistungen mit den Marken car2go, moovel, Ridescout und mytaxi sowie Beteiligungen an den Unternehmen Blacklane und MeinFernbus FlixBus werden ebenfalls gute Wachstumschancen gesehen.
Ausblick: Zuwächse bei Absatz, Umsatz und EBIT 2016 erwartet
„Alles deutet darauf hin, dass 2016 ein weiteres gutes Jahr für Daimler wird“, fasste Dieter Zetsche die Aussichten für das laufende Jahr zusammen. „Aber Erfolge muss man sich immer wieder neu erarbeiten.“
Auf Basis der Annahmen zur Entwicklung wichtiger Absatzmärkte und der Planungen der Geschäftsfelder rechnet Daimler damit, dass der Konzernabsatz im Jahr 2016 insgesamt erneut deutlich gesteigert werden kann. Das Wachstumstempo wird aber voraussichtlich etwas niedriger ausfallen als im Jahr 2015, das durch eine außerordentliche Dynamik gekennzeichnet war. Daimler geht zudem davon aus, dass der Umsatz des Konzerns im Jahr 2016 leicht zunehmen wird. Damit wird das Unternehmen den eingeschlagenen Wachstumskurs fortsetzen.
Daimler verfügt in allen Geschäftsfeldern derzeit über ein sehr attraktives und besonders wettbewerbsfähiges Produktangebot, das in den zurückliegenden Jahren erweitert und konsequent erneuert wurde. Der Konzern nimmt daher an, vom leichten Wachstum der globalen Automobil-nachfrage, das für das laufende Jahr erwartet wird, überdurchschnittlich profitieren und seine Position in wichtigen Märkten ausbauen zu können. Mit deutlichen Umsatzzuwächsen rechnet das Unternehmen bei Mercedes-Benz Cars und bei Mercedes-Benz Vans. Bei Daimler Trucks und Daimler Buses ist ein Umsatz in der Größenordnung des Vorjahres zu erwarten.
In regionaler Hinsicht werden für Asien und Westeuropa die höchsten Zuwächse erwartet, aber auch in den anderen Regionen sollte das Geschäftsvolumen wachsen. Insbesondere in China wurden durch neue Vertriebsstandorte und zusätzliche Produktionskapazitäten die Voraussetzungen für weiteres Wachstum geschaffen. Das weitere Absatzwachstum in China schlägt sich jedoch nur in einem unterproportionalen Umsatzzuwachs nieder, da der Anteil der lokalen Produktion nochmals zunehmen wird.
Die erwarteten Zuwächse bei Absatz und Umsatz werden sich im Jahr 2016 positiv auf das Ergebnis auswirken. Den Grundstein für ein dauerhaft hohes Ergebnisniveau wurde mit den Programmen »Fit for Leadership« bei Mercedes-Benz Cars, »Daimler Trucks #1« bei Daimler Trucks, »Performance Vans« bei Mercedes-Benz Vans und »GLOBE 2013« bei Daimler Buses geschaffen. Durch Maßnahmen zur nachhaltigen Verbesserung der Kostenstrukturen und durch zusätzliche Geschäfts-aktivitäten wurden zusammengenommen Ergebnisbeiträge von rund 4 Mrd. € realisiert. Die volle Wirkung dieser Programme hat sich im Jahr 2015 niedergeschlagen. Nachdem sich die Entwicklung der Wechselkurse im Jahr 2015 insgesamt sehr positiv auf Umsatz und Ergebnis ausgewirkt hatten, dürfte dieser Einfluss im Jahr 2016 deutlich geringer ausfallen.
Auf der Basis der erwarteten Marktentwicklung, der genannten Einflussfaktoren sowie der Planungen der Geschäftsfelder geht Daimler davon aus, das Konzern-EBIT aus dem laufenden Geschäft im Jahr 2016 leicht zu steigern.
Für die einzelnen Geschäftsfelder wurden beim EBIT aus dem laufenden Geschäft für das Jahr 2016 die folgenden Ziele gesetzt:

– Mercedes-Benz Cars: leicht über Vorjahresniveau,
– Daimler Trucks: auf Vorjahresniveau,
– Mercedes-Benz Vans: leicht über Vorjahresniveau,
– Daimler Buses: leicht über Vorjahresniveau und
– Daimler Financial Services: leicht über Vorjahresniveau.

Daimler will im Automobilgeschäft über die Markt- und Produktzyklen hinweg nachhaltig eine jahresdurchschnittliche Umsatzrendite von 9% erzielen. Basis dafür sind die Zielrenditen der Geschäftsfelder: 10% für Mercedes-Benz Cars, 8% für Daimler Trucks, 9% für Mercedes-Benz Vans und 6% für Daimler Buses.
Die erwartete Ergebnisentwicklung in den Automobilgeschäftsfeldern wird sich auch im Jahr 2016 positiv im Free Cash Flow des Industriegeschäfts niederschlagen. Beim Free Cash Flow des Jahres 2015 ist zu berück-sichtigen, dass dieser durch die außerordentliche Dotierung deutscher und US-amerikanischer Pensionsvermögen in Höhe von 1,2 Mrd. € sowie durch den Erwerb der Beteiligung am digitalen Kartengeschäft HERE und am US-amerikanischen Telematikanbieter Zonar Systems in Höhe von 0,7 Mrd. € beeinflusst wurde. Da die Investitionsoffensive in Produkte und Technologien verstärkt fortgesetzt wird, dürfte der um Sondereffekte bereinigte Free Cash Flow aus dem Industriegeschäft im Jahr 2016 deutlich unter dem vergleichbaren Vorjahreswert von 5,9 Mrd. € liegen. Daimler geht zugleich davon aus, dass der Free Cash Flow die Dividendenausschüttung im Jahr 2016 deutlich übertrifft.
Mit den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten verfolgt Daimler das Ziel, die Wettbewerbsposition des Unternehmens vor dem Hintergrund der anstehenden technologischen Herausforderungen nachhaltig zu stärken. Aus diesem Grund wird Daimler in den Jahren 2016 und 2017 die Ausgaben für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten nochmals deutlich auf durchschnittlich 7,2 Mrd. € erhöhen. Um die anspruchsvollen Wachstumsziele zu erreichen, werden das Produktangebot in den kommenden Jahren gezielt erweitert sowie zusätzliche Produktions- und Vertriebskapazitäten aufgebaut. Gleichzeitig wird damit sichergestellt, dass Daimler den tiefgreifenden technologischen Wandel in der Automobilbranche federführend mitgestaltet. Dies gilt insbesondere auch für die digitale Vernetzung der Produkte und Prozesse auf allen Stufen der Wertschöpfungskette. Daher will Daimler die bereits sehr hohen Investitionen in Sachanlagen im Jahr 2016 nochmals deutlich steigern und plant für die Jahre 2016 und 2017 Ausgaben in Höhe von durchschnittlich 7,0 Mrd. €.
„In den kommenden Jahren wollen wir die Mobilität weiterhin mit richtungsweisenden Innovationen aktiv mitgestalten und damit die Digitalisierung im gesamten Unternehmen vorantreiben“, sagte Dieter Zetsche.
„Wir investieren weiter, um die Voraussetzungen für nachhaltiges profitables Wachstum zu schaffen“, sagte Bodo Uebber. „Wir tun das aber mit der notwendigen Fokussierung auf die Erfolg versprechenden Themen und Produkte und weiterhin mit der gebotenen finanziellen Disziplin.“
Angesichts des erwarteten Wachstums beim Absatz und Umsatz für das Jahr 2016 werden auch die Produktionsumfänge weiter ansteigen. Gleichzeitig greifen die Maßnahmen zur Effizienzsteigerung, die in den zurückliegenden Jahren in allen Geschäftsfeldern durchgeführt wurden, in vollem Umfang. Die mittel- und langfristig ausgerichteten Programme zur strukturellen Verbesserung der Geschäftsprozesse dürften zusätzliche Effizienzgewinne ermöglichen. Auf dieser Basis geht Daimler davon aus, dass die anspruchsvollen Wachstumsziele mit einem nur geringfügig wachsenden Personalbestand erreicht werden können. Bei Unternehmen, die Daimler gemeinsam mit chinesischen Partnern betreibt und die in der Mitarbeiterzahl des Daimler-Konzerns nicht berücksichtigt sind, werden voraussichtlich zusätzliche Arbeitsplätze entstehen.

Die Ergebnisentwicklung in den Jahren 2014 und 2015 war von Sonderfaktoren beeinflusst, die in der nachfolgenden Tabelle im Einzelnen dargestellt sind:

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Die Ergebnisse in diesem Dokument sind vorläufig und wurden weder durch den Aufsichtsrat bereits genehmigt noch von dem externen Wirtschaftsprüfer geprüft.
Dieses Dokument enthält vorausschauende Aussagen zu unserer aktuellen Einschätzung künftiger Vorgänge. Wörter wie »antizipieren«, »annehmen«, »glauben«, »einschätzen«, »erwarten«, »beabsichtigen«, »können/könnten«, »planen«, »projizieren«, »sollten« und ähnliche Begriffe kennzeichnen solche vorausschauenden Aussagen. Diese Aussagen sind einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten unterworfen. Einige Beispiele hierfür sind eine ungünstige Entwicklung der weltwirtschaftlichen Situation, insbesondere ein Rückgang der Nachfrage in unseren wichtigsten Absatzmärkten, eine Verschärfung der Staatsschuldenkrise in der Eurozone, eine Zunahme der politischen Spannungen in Osteuropa, eine Verschlechterung unserer Refinanzierungsmöglichkeiten an den Kredit- und Finanzmärkten, unabwendbare Ereignisse höherer Gewalt wie beispielsweise Naturkatastrophen, Terrorakte, politische Unruhen, kriegerische Auseinandersetzungen, Industrieunfälle und deren Folgewirkungen auf unsere Verkaufs-, Einkaufs-, Produktions- oder Finanzierungsaktivitäten, Veränderungen der Wechselkurse, eine Veränderung des Konsumverhaltens in Richtung kleinerer und weniger gewinnbringender Fahrzeuge oder ein möglicher Akzeptanzverlust unserer Produkte und Dienstleistungen mit der Folge einer Beeinträchtigung bei der Durchsetzung von Preisen und bei der Auslastung von Produktionskapazitäten, Preiserhöhungen bei Kraftstoffen und Rohstoffen, Unterbrechungen der Produktion aufgrund von Materialengpässen, Belegschaftsstreiks oder Lieferanteninsolvenzen, ein Rückgang der Wiederverkaufspreise von Gebrauchtfahrzeugen, die erfolgreiche Umsetzung von Kostenreduzierungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen, die Geschäftsaussichten der Gesellschaften, an denen wir bedeutende Beteiligungen halten, die erfolgreiche Umsetzung strategischer Kooperationen und Joint Ventures, die Änderungen von Gesetzen, Bestimmungen und behördlichen Richtlinien, insbesondere soweit sie Fahrzeugemissionen, Kraftstoffverbrauch und Sicherheit betreffen, sowie der Abschluss laufender behördlicher Untersuchungen und der Ausgang anhängiger oder drohender künftiger rechtlicher Verfahren und weitere Risiken und Unwägbarkeiten, von denen einige im aktuellen Geschäftsbericht unter der Überschrift »Risiko- und Chancenbericht« beschrieben sind. Sollte einer dieser Unsicherheitsfaktoren oder eine dieser Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich die den vorausschauenden Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen genannten oder implizit zum Ausdruck gebrachten Ergebnissen abweichen. Wir haben weder die Absicht noch übernehmen wir eine Verpflichtung, vorausschauende Aussagen laufend zu aktualisieren, da diese ausschließlich auf den Umständen am Tag der Veröffentlichung basieren.
Daimler im Überblick Die Daimler AG ist eines der erfolgreichsten Automobilunternehmen der Welt. Mit den Geschäftsfeldern Mercedes-Benz Cars, Daimler Trucks, Mercedes-Benz Vans, Daimler Buses und Daimler Financial Services gehört der Fahrzeughersteller zu den größten Anbietern von Premium-Pkw und ist der größte weltweit aufgestellte Nutzfahrzeug-Hersteller. Daimler Financial Services bietet Finanzierung, Leasing, Flottenmanagement, Versicherungen, Geldanlagen und Kreditkarten sowie innovative Mobilitätsdienstleistungen an. Die Firmengründer Gottlieb Daimler und Carl Benz haben mit der Erfindung des Automobils im Jahr 1886 Geschichte geschrieben. Als Pionier des Automobilbaus gestaltet Daimler auch heute die Zukunft der Mobilität: Das Unternehmen setzt dabei auf innovative und grüne Technologien sowie auf sichere und hochwertige Fahrzeuge, die faszinieren und begeistern. Daimler investiert konsequent in die Entwicklung alternativer Antriebe – von Hybridfahrzeugen bis zu reinen Elektrofahrzeugen mit Batterie oder Brennstoffzelle – um langfristig das emissionsfreie Fahren zu ermöglichen. Darüber hinaus treibt das Unternehmen das unfallfreie Fahren und die intelligente Vernetzung bis hin zum autonomen Fahren mit Nachdruck voran. Denn Daimler betrachtet es als Anspruch und Verpflichtung, seiner Verantwortung für Gesellschaft und Umwelt gerecht zu werden. Daimler vertreibt seine Fahrzeuge und Dienstleistungen in nahezu allen Ländern der Welt und hat Produktionsstätten in Europa, Nord- und Südamerika, Asien und Afrika. Zum Markenportfolio zählen neben Mercedes-Benz, der wertvollsten Premium-Automobilmarke der Welt, sowie Mercedes-AMG, Mercedes-Maybach und Mercedes me, die Marken smart, Freightliner, Western Star, BharatBenz, FUSO, Setra und Thomas Built Buses und die Marken von Daimler Financial Services: Mercedes-Benz Bank, Mercedes-Benz Financial, Daimler Truck Financial, moovel, car2go und mytaxi. Das Unternehmen ist an den Börsen Frankfurt und Stuttgart notiert (Börsenkürzel DAI). Im Jahr 2015 setzte der Konzern mit insgesamt 284.015 Mitarbeitern rund 2,9 Mio. Fahrzeuge ab. Der Umsatz lag bei 149,5 Mrd. €, das EBIT betrug 13,5 Mrd. €.

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Doppel-Master-Studenten aus China absolvieren Praktika bei Volkswagen

Doppel-Master-Studenten aus China absolvieren Praktika bei Volkswagen

Neun Studentinnen und Studenten der chinesischen Tongji Universität sind heute zu einer Einführungswoche in das Volkswagen Werk Wolfsburg gekommen. In den kommenden Tagen stehen eine Werktour, der Besuch der Autostadt und ein Praxiskursus in der Lernwerkstatt Karosseriebau auf ihrem Programm. Darüber hinaus werden sich die 22- bis 25-jährigen Kraftfahrzeugtechnik- und Maschinenbau-Studenten mit jungen Ingenieuren aus verschiedenen Unternehmensbereichen zum Erfahrungsaustausch treffen. Organisiert wird die Einführungswoche von der AutoUni.
An ihrem ersten „Arbeitstag“ lernten die Master-Aspiranten heute in der Lernwerkstatt unter Anleitung von Trainer Karsten Poley den Verbau von Stahlblechen sowie Fügetechniken in der Metallverarbeitung wie Kleben, Schrauben und Schweißen kennen. Im Anschluss erprobten die jungen Chinesen diese bei Montageübungen an der Karosserie eines neuen Touran.

Der Besuch in Wolfsburg bildet den Auftakt zu einem zweijährigen Förder-programm. In den kommenden Wochen absolvieren die Studenten aus Shanghai weitere Praktika im Karosseriebau, in der Montage sowie in der Lackiererei von Volkswagen.

Mitte April starten die Technik-Studenten an der Technischen Universität Braunschweig ihr Doppel-Master-Programm, das sie nach drei Semestern mit dem deutschen und dem chinesischen Master of Science abschließen werden.
Foto: wikipedia.org

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Daimler zahlt Mitarbeitern Rekordprämie

Daimler zahlt Mitarbeitern Rekordprämie

Stuttgart – Daimler beteiligt seine Mitarbeiter am erfolgreichen Geschäftsjahr 2015 mit der höchsten Ergebnisbeteiligung der Firmengeschichte. Vorstand und Gesamtbetriebsrat haben beschlossen, den anspruchsberechtigten Tarifmitarbeitern eine Erfolgsprämie von bis zu 5.650 Euro auszuzahlen. Damit wird die bisher höchste Ergebnisbeteiligung, die im vergangenen Jahr mit 4.350 Euro ausgezahlt wurde, nochmals deutlich übertroffen.
„Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind unser Schlüssel zum Erfolg. Nur mit einer engagierten und qualifizierten Mannschaft können wir als Unternehmen langfristig erfolgreich sein. Mit der Ergebnisbeteiligung bedanken wir uns für den Einsatz und honorieren die herausragende Leistung unserer Mitarbeiter im Jahr 2015: von 2 Millionen produzierten Fahrzeugen bei Mercedes-Benz Cars über einen Absatzrekord bei Mercedes-Benz Vans, dem ersten autonom fahrenden Mercedes-Benz Lkw bis hin zu tragfähigen Zukunftsbildern für unsere deutschen Standorte haben wir gemeinsam viel erreicht“, sagte Wilfried Porth, Vorstand für Personal und

Arbeitsdirektor, IT & Mercedes-Benz Vans der Daimler AG. Die Ergebnisbeteiligung wird mit dem April-Entgelt an die rund 125.000 anspruchsberechtigten Tarifmitarbeiter in Deutschland ausgezahlt.
Michael Brecht, Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Daimler AG: „Die Belegschaft hat im vergangenen Jahr unglaublich viel geleistet – das wird an den Unternehmenszahlen deutlich. Die Kolleginnen und Kollegen werden mit einer Rekord-Ergebnisbeteiligung an diesem großen Erfolg angemessen beteiligt. Damit ist ein wichtiges strategisches Ziel des Gesamtbetriebsrats erfüllt. Die neue Systematik, die wir zur Ermittlung der Ergebnisbeteiligung mit dem Unternehmen vereinbart haben, greift: Die Beschäftigten profitieren vom Ergebnis und vom Effizienzgewinn.“
Bei Daimler gibt es seit 1997 eine Ergebnisbeteiligung für die Tarifbeschäftigten. Die Berechnung der Ergebnisbeteiligung ist bei Daimler in einer Gesamtbetriebsvereinbarung geregelt, die Unternehmensleitung und Arbeitnehmervertreter im Jahr 2013 gemeinsam neugefasst haben. Grundlage für die Ermittlung der Ergebnisbeteiligung ist eine Berechnungsformel, nach der vom Unternehmen erwirtschaftete Konzern-Gewinn vor Zinsen und Steuern und die Umsatzrendite miteinander verknüpft werden.

Daimler im Überblick Die Daimler AG ist eines der erfolgreichsten Automobilunternehmen der Welt. Mit den Geschäftsfeldern Mercedes-Benz Cars, Daimler Trucks, Mercedes-Benz Vans, Daimler Buses und Daimler Financial Services gehört der Fahrzeughersteller zu den größten Anbietern von Premium-Pkw und ist der größte weltweit aufgestellte Nutzfahrzeug-Hersteller. Daimler Financial Services bietet Finanzierung, Leasing, Flottenmanagement, Versicherungen, Geldanlagen und Kreditkarten sowie innovative Mobilitätsdienstleistungen an. Die Firmengründer Gottlieb Daimler und Carl Benz haben mit der Erfindung des Automobils im Jahr 1886 Geschichte geschrieben. Als Pionier des Automobilbaus gestaltet Daimler auch heute die Zukunft der Mobilität: Das Unternehmen setzt dabei auf innovative und grüne Technologien sowie auf sichere und hochwertige Fahrzeuge, die faszinieren und begeistern. Daimler investiert konsequent in die Entwicklung alternativer Antriebe – von Hybridfahrzeugen bis zu reinen Elektrofahrzeugen mit Batterie oder Brennstoffzelle – um langfristig das emissionsfreie Fahren zu ermöglichen. Darüber hinaus treibt das Unternehmen das unfallfreie Fahren und die intelligente Vernetzung bis hin zum autonomen Fahren mit Nachdruck voran. Denn Daimler betrachtet es als Anspruch und Verpflichtung, seiner Verantwortung für Gesellschaft und Umwelt gerecht zu werden. Daimler vertreibt seine Fahrzeuge und Dienstleistungen in nahezu allen Ländern der Welt und hat Produktionsstätten in Europa, Nord- und Südamerika, Asien und Afrika. Zum Markenportfolio zählen neben Mercedes-Benz, der wertvollsten Premium-Automobilmarke der Welt, sowie Mercedes-AMG, Mercedes-Maybach und Mercedes me, die Marken smart, Freightliner, Western Star, BharatBenz, FUSO, Setra und Thomas Built Buses und die Marken von Daimler Financial Services: Mercedes-Benz Bank, Mercedes-Benz Financial, Daimler Truck Financial, moovel, car2go und mytaxi. Das Unternehmen ist an den Börsen Frankfurt und Stuttgart notiert (Börsenkürzel DAI). Im Jahr 2015 setzte der Konzern mit insgesamt 284.015 Mitarbeitern rund 2,9 Mio. Fahrzeuge ab. Der Umsatz lag bei 149,5 Mrd. €, das EBIT betrug 13,5 Mrd. €.

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Foto: inautonews.com

TOYOTA GAZOO Racing: Eine neue Ära beginnt  Kamui Kobayashi im Fahreraufgebot für die Langstrecken-Weltmeisterschaft

TOYOTA GAZOO Racing: Eine neue Ära beginnt Kamui Kobayashi im Fahreraufgebot für die Langstrecken-Weltmeisterschaft

Köln. TOYOTA GAZOO Racing ist für die Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) 2016 bestens gerüstet: Ex-Formel-1-Pilot Kamui Kobayashi verstärkt das Motorsport-Team, das am 17. April 2016 mit zwei vollständig neu entwickelten TS050 HYBRID im britischen Silverstone in die Saison startet.

In einem der beiden neuen Hybrid-Boliden teilt sich Kamui Kobayashi gemeinsam mit Stéphane Sarrazin und Mike Conway das Steuer. Er ist für Alex Wurz in das Team gerückt, der seine aktive Karriere als Rennfahrer beendet hat. Eine weitere gemeinsame WEC-Saison bestreiten mit Anthony Davidson und Sébastian Buemi die Weltmeister des Jahres 2014. Der Dritte im Bunde ist im zweiten Jahr in Folge Kazuki Nakajima.

Die ambitionierten Ziele des TOYOTA GAZOO Racing-Teams sollen mit dem neuen TS050 HYBRID erfüllt werden. Dazu wurden Chassis, Motor und Hybridsystem grundlegend überarbeitet. Technische Details werden auf dem Prolog-Test am 24. März auf dem Circuit Paul Ricard bekannt gegeben. Auch der Name des neuen Test- und Reservefahrers wird TOYOTA in Südfrankreich vermelden. Die Startnummern der beiden Fahrzeuge verkündet der Automobilclub de l´Ouest, Organisator von WEC und den 24 Stunden von Le Mans, bereits am 5. Februar.

Eines steht schon jetzt fest: Der TS050 HYBRID fährt in den Farben Schwarz, Weiß und Rot vor – passend zum neuen Erscheinungsbild von TOYOTA GAZOO Racing. Um die Relevanz des Motorsports für den Konzern zu unterstreichen, bündelt Toyota unter diesem Namen seit dem vergangenen Jahr alle Motorsportaktivitäten.

„Für die Saison 2016 haben wir erneut ein sehr starkes Fahreraufgebot. Die Entscheidung zugunsten von Kamui ist uns leicht gefallen; er hat bei den Tests seine Schnelligkeit und sein Engagement beeindruckend unter Beweis gestellt“, erläutert Teamchef Toshio Sato. „Er wird neben Stéphane und Mike einen guten Job machen, da bin ich mir sicher. Mit unseren beiden starken Teams können wir das Beste aus dem TS050 HYBRID herausholen. 2016 ist für uns eine besonders wichtige Saison. Wir haben die Fahrer und das Auto, um sie zu einer erfolgreichen Saison zu machen.“

„Ich bedanke mich bei TOYOTA für die Möglichkeit, als LMP1-Fahrer an den Start gehen zu können. Darüber freue ich mich wirklich sehr“, so Kamui Kobayashi. „Ich habe den TS040 HYBRID einige Male testen dürfen und war sehr beeindruckt. Besonders die Kraft des Hybridsystems war unglaublich. Nun kann ich kann es kaum erwarten, den neuen Wagen zu fahren. Ich bin sicher, dass er uns nochmals einen großen Schritt nach vorne bringt – zurück in den Kampf an der Spitze“, Kobayashi weiter. „In der LMP1 zu fahren, ist für mich eine neue Erfahrung. Es gibt eine Menge zu lernen, aber ich bin sicher, dass mein Team mich unterstützen wird und ich so von Anfang an auf Augenhöhe mitfahren kann. Derzeit liegt mein Augenmerk darauf, mich für die Saison perfekt vorzubereiten und in Silverstone in Bestform startklar zu sein.“

Foto: autoevolution.com

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Zuhause auf den Rennstrecken und Rallyepisten dieser Welt! Toyota gibt Vollgas

Zuhause auf den Rennstrecken und Rallyepisten dieser Welt! Toyota gibt Vollgas

Köln. Toyota gibt wieder Vollgas auf den Rennstrecken und Rallyepisten dieser Welt: Das Motorsport-Team Toyota GAZOO Racing hat heute seine Pläne für das Jahr 2016 vorgestellt. Nach dem erfolgreichen Start bei der Rallye Dakar zu Jahresbeginn wird das Unternehmen unter anderem in der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) angreifen und an Klassikern wie dem 24-Stunden-Rennen am Nürburgring teilnehmen. Auch die Vorbereitungen für eine Rückkehr in die Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2017 laufen auf Hochtouren.

In der WEC starten zwei völlig neu entwickelte Toyota TS050 HYBRID. Mit den leistungsstarken Hybrid-Boliden will das Toyota GAZOO Racing Team nicht nur wieder um den WM-Titel mitfahren und seinen Erfolg aus dem Jahr 2014 wiederholen, sondern auch erstmals die 24 Stunden von Le Mans im Juni gewinnen.

Bei einem weiteren Langstreckenklassiker feiert die Marke in diesem Jahr ein rundes Jubiläum: Bereits zum zehnten Mal nimmt Toyota GAZOO Racing am 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring (26. bis 29. Mai) teil. Gefeiert wird dies mit gleich drei Fahrzeugen: Neben dem Lexus RC und dem Lexus RC F geht mit dem Toyota C-HR Racing erstmals ein Crossover-Modell ins Rennen. Wie in den Vorjahren sitzen Toyota Mitarbeiter am Steuer.

Toyota bereitet sich zudem intensiv auf sein WRC-Comeback im kommenden Jahr vor. Unter Federführung des Teamchefs Tommi Mäkinen wird derzeit in Finnland ein Rallyewagen auf Basis des Toyota Yaris entwickelt, für den 1,6-Liter-Turbomotor zeichnet die in Köln beheimatete Toyota Motorsport GmbH (TMG) verantwortlich. Erste Tests mit dem Rallyeauto sind für März 2016 geplant.

Sein Engagement in der US-amerikanischen NASCAR-Serie setzt Toyota ebenso fort wie das in der japanischen Super Formula und der Super GT. Während in der GT500er Klasse ausschließlich Lexus RC F für das Team starten, sind für die GT300er Klasse ein neuer Toyota Prius und ein Lexus RC F GT3 gemeldet.

Anfang 2017 nimmt das Unternehmen außerdem wieder an der Rallye Dakar teil. Bei der jüngst zu Ende gegangenen Ausgabe sicherten sich Giniel de Villiers und sein deutscher Co-Pilot Dirk von Zitzewitz im Toyota Hilux 4×4 den dritten Platz in der Gesamtwertung, Nicolas Gibon und Jean Pierre Garcin wurden Erste in ihrer Klasse.

Um talentierte Fahrer zu finden und auf den internationalen Motorsport-Zirkus vorzubereiten, geht das 2015 gestartete Nachwuchsprogramm in eine neue Runde. Die Teilnehmer des vergangenen Jahres sind 2016 in verschiedenen internationalen Rennserien unterwegs.

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