Detroit/Ingolstadt, 23.11.2015
• Auxiliary Emission Control Devices (AECD) für US-Version des V6
TDI 3.0-Liter-Motors werden überarbeitet, dokumentiert und angemeldet
• Technische Lösung für Nordamerika-Versionen ab Modelljahr 2009 wird gemeinsam
mit den Behörden erarbeitet
Audi wird Parameter in der in den V6 TDI 3.0 Dieselmotoren installierten Software überarbeiten, detailliert dokumentieren und in den USA neu zur Genehmigung vorlegen. Das ist das Ergebnis von Gesprächen einer Delegation der AUDI AG mit der US Umweltbehörde Environmental Protection Agency (EPA) und dem California Air Resources Board (CARB). Die aktualisierte Software wird aufgespielt, sobald sie von den Behörden freigegeben ist. Betroffen sind die drei Marken Audi, Porsche und Volkswagen. Audi schätzt den Aufwand dafür auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag.
Im Mittelpunkt des jüngsten Gesprächs stand die Notice of Violation vom 2. November, in der Audi mitgeteilt wurde, dass AECD (Auxiliary Emission Control Devices) bei der US‑Typzulassung nicht ausreichend beschrieben und deklariert worden seien. Dies wird nun mit der aktualisierten Software und der Dokumentation nachgeholt.
Audi bestätigt, dass insgesamt drei AECD im Rahmen der US‑Zulassungsdokumentation nicht offengelegt worden waren. Bei einem AECD handelt es sich um die Temperatur-Konditionierung des Abgasreinigungs-Systems. Bei den beiden anderen handelt es sich um AECD zur Vermeidung von Ablagerungen am Ad‑Blue‑Dosierventil sowie der Verunreinigung des SCR-Katalysators durch unverbrannte Kohlenwasserstoffe (HC-Poisoning). Eines davon wird nach geltender US-Gesetzgebung als Defeat Device betrachtet. Es handelt sich dabei konkret um die Software für die Temperatur-Konditionierung des Abgasreinigungs-Systems.
Audi vereinbarte mit den Umweltbehörden weitere Schritte der Zusammenarbeit, bei denen die konkreten Maßnahmen erarbeitet werden. Das Unternehmen sagte zu, weiter transparent und umfassend zu kooperieren. Im Fokus stehen dabei rasche, unkomplizierte und kundenfreundliche Lösungen. Der freiwillige Verkaufsstopp für die Modelle mit dem V6 TDI-Dieselmotor, den die drei betroffenen Konzernmarken vorsorglich beschlossen hatten, wurde bis auf weiteres verlängert.
Der von Audi entwickelte Motor wird ab dem Modelljahr 2009 in den Audi US‑Modellen A6, A7, A8, Q5 und Q7 eingebaut. Volkswagen setzt das Aggregat im Touareg und Porsche seit dem Modelljahr 2013 im Cayenne ein. Alle betroffenen Modelle sind technisch sicher und fahrbereit.
Neckarsulm, 21.11.2015
Glückliche Gesichter im Audi Forum: 133 junge Menschen haben ihre Ausbildung bei Audi absolviert und starten nun in den nächsten Abschnitt ihrer beruflichen Laufbahn. Außerdem unter den Audi-Einsteigern: 28 Studenten der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW).
Vom Lagerlogistiker über den Werkzeugmechaniker bis hin zum Lackierer: Aus neun Ausbildungsrichtungen kommen die Absolventen des Abschlussjahrgangs 2015, darunter 30 weibliche Auszubildende. „Unsere Absolventen haben mit viel Ehrgeiz und Engagement gezeigt, dass sie die Zukunft des Unternehmens mitgestalten möchten und können“, betonte Personalleiterin Stefanie Ulrich. Im Rahmen der Abschlussfeier zeichnete das Unternehmen zudem 22 Absolventen aus den beiden Audi-Standorten Neckarsulm und Ingolstadt aufgrund besonders guter Leistungen aus.
Der Vorsitzende des Neckarsulmer Betriebsrats, Norbert Rank, fügte hinzu: „Die Arbeitswelt von heute und morgen verändert sich rasant, deshalb ist die Qualifizierung entscheidend für den persönlichen Werdegang. Mit einer Ausbildung oder einem dualen Studium bei Audi ist ein optimales Fundament für eine erfolgreiche Karriere gelegt.“
PRESSEMITTEILUNG
Freitag, 20. November 2015 14:00
Scania ist mit dem Schwedischen Unternehmenspreis 2015 ausgezeichnet worden. Die Schwedische Handelskammer, die Schwedische Botschaft und Business Sweden haben die Scania Deutschland GmbH in der Kategorie Großunternehmen für ihren erfolgreichen Strategiewechsel ausgezeichnet.
„Wir fühlen uns geehrt, den diesjährigen Schwedischen Unternehmenspreis zu erhalten“, freut sich Alexander Vlaskamp, Geschäftsführer Scania Deutschland Österreich, der am 19. November 2015 in Hamburg die Auszeichnung entgegen genommen hat. „Scania ist einer der profitabelsten Nutzfahrzeughersteller der Welt. Um langfristige Wachstumsziele zu erreichen, hat Scania, und damit auch die Scania Deutschland GmbH in Koblenz, einen Strategiewechsel vollzogen, der vor etwa sechs Jahren für den deutschen Markt eingeläutet wurde. Seit dieser Zeit haben wir zusätzlich zu unserer starken Position im Fernverkehrsegment auch die verschiedenen Produktsegmente, wie Bau-, Kommunal- und Feuerwehrfahrzeuge, aber auch unsere Dienstleistungen, stärker im Fokus denn je“, so Alexander Vlaskamp.
„Die Bearbeitung des Marktes…
Weitere Informationen finden Sie in der beigefügten PDF-Datei.
Scania zählt zu den weltweit führenden Herstellern von schweren Lastwagen und Bussen sowie von Industrie- und Schiffsmotoren. Der Anteil an Finanzierungs- und Dienstleistungsangeboten, die dem Kunden kosteneffiziente Transportlösungen und maximale Fahrzeugverfügbarkeit garantieren, steigt stetig. Mit etwa 42.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist das Unternehmen weltweit in mehr als 100 Ländern aufgestellt. Forschung und Entwicklung befinden sich in Schweden, während die Produktion in Europa und Südamerika konzentriert ist. Dabei sind einzelne Komponenten und komplette Fahrzeuge global austauschbar. 2014 betrug der Umsatz 92 Milliarden SEK (9,7 Milliarden Euro), das Ergebnis nach Steuern lag bei 6 Milliarden SEK (631 Millionen Euro). Scania Deutschland verzeichnete im vergangenen Jahr 6.376 neu zugelassene Scania Lkw und damit einen Marktanteil von 11,4 Prozent. Der Umsatz der Scania Deutschland GmbH betrug im vergangenen Jahr 700 Millionen Euro.
Auf Initiative von Dieter Quester, Tourenwageneuropameister auf BMW ALPINA CSL Coupé 1977, hat sich ALPINA nach Amerika begeben, um erstmals auf dem berühmten Daytona Speedway (Kombination aus 2 Steilkurven und traditioneller Rennstrecke im Innenbereich, Infield des Ovals) beim 24h Historic Rennen anzutreten.
Bereits im Training konnte Andy Bovensiepen den BMW ALPINA B6 GT3 auf den 2. Startplatz in der GT3 Klasse qualifizieren. Im Gesamtklassement auf Platz 9 hinter den LMP 1 Sportprototypen von Audi, Pescarolo, Oreca und Saleen.
Das Rennen in der GT Klasse war über Stunden geprägt vom Zweikampf Mike Skeen / David Roberts auf Audi R8 gegen den Red Bull BMW ALPINA B6. Zunächst war der Audi vorn, doch der BMW ALPINA wurde ständig schneller und kämpfte sich nach Dreiviertel des Rennens heran und lag in der gleichen Runde. Doch dann überschlugen sich die Ereignisse: In der letzten halben Rennstunde musste der Audi des US-Duos einen unplanmässigen Stop aufgrund eines losen Frontsplitters einlegen, dies bedeutete die Gesamtführung in der GT-Klasse für Quester/Bovensiepen.
Leider nur kurz, denn als sich Quester zwei Porsche zur Überrundung vornahm, kollidierten die beiden Porsche mit Dreher und einer traf den BMW ALPINA von Quester, der mit einer Blitzreaktion noch versuchte auszuweichen, am rechten Vorderrad, wodurch die Spurstangenbefestigung abriss. Die folgende 10-minütige Reparatur warf den Red Bull B6 GT3 auf Rang 3 zurück.
Beide Fahrer als auch das Team, welches 24 Stunden fehlerfrei gearbeitet hatte, waren im ersten Moment sichtlich enttäuscht, so kurz vor Schluss den greifbaren Gesamtsieg in der GT Klasse verloren zu haben.
kommentiert Andreas Bovensiepen
Wolfsburg, 20.11.2015
• Berthold Huber und Hartmut Meine scheiden aus dem Gremium aus
Auf Antrag des Vorstands der Volkswagen AG sind Herr Jörg Hofmann (59), Erster Vorsitzender der IG Metall, und Herr Johan Järvklo (42), Vorsitzender der IF Metall bei Scania, vom zuständigen Amtsgericht Braunschweig zu Mitgliedern des Aufsichtsrats der Volkswagen AG bestellt worden – Hofmann mit Wirkung zum 20. November, Järvklo mit Wirkung zum 22. November 2015. Die Bestellung erfolgte gemäß § 104 Aktiengesetz. Anlass war die kürzlich erfolgte fristgerechte Niederlegung der Aufsichtsratsmandate von Herrn Berthold Huber (65) und Herrn Hartmut Meine (63).
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats der Volkswagen AG, Hans Dieter Pötsch, dankte den scheidenden Aufsichtsratsmitgliedern für ihre langjährige Tätigkeit in dem Gremium. Besonderen Dank richtete er an Berthold Huber, der in diesem Jahr mehrere Monate lang kommissarisch den Aufsichtsratsvorsitz übernommen hatte: „Herr Berthold Huber hat in einer kritischen Phase große Verantwortung übernommen und das Unternehmen nachhaltig gestärkt. Er hat dabei zum Wohle des Unternehmens seine ganze Erfahrung und Souveränität in die Waagschale geworfen. Dafür gebührt ihm unser besonderer Dank.“
Dr. Wolfgang Porsche, Präsidiumsmitglied und Vertreter der Eigentümer-Familien im Aufsichtsrat, betonte: „Berthold Huber hat als Vorsitzender der IG Metall maßgeblich an innovativen und flexiblen Tarifabschlüssen mitgewirkt, die Industriearbeitsplätze in Deutschland sicherten, ohne die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu gefährden. Er war ein konsequenter Verhandlungspartner, stets kompromissbereit, frei von Ideologie und deshalb von allen respektiert. Mehr als einmal hat er in kritischen Situationen Mut bewiesen und persönlich Verantwortung übernommen. Als Vertreter der Anteilseigner danke ich ihm dafür ganz besonders. Für mich war er stets eine moralische Instanz.“
Bernd Osterloh, Präsidiumsmitglied und Vorsitzender des Gesamt- und Konzernbetriebsrats der Volkswagen AG, sagte: „Berthold Huber kenne ich seit fast 30 Jahren. Ich habe ihn immer als jemanden geschätzt, der zuhören kann, mit dem man fair diskutieren kann und mit dem man daraus die richtigen Entscheidungen ableiten kann. Dies hat sich gerade in den vergangenen schwierigen Wochen als besonders wertvoll erwiesen. Berthold Huber hat einen wichtigen Beitrag für Volkswagen und unsere Kolleginnen und Kollegen geleistet. Dafür danke ich ihm herzlich. Ich bin mir sicher, dass er uns auch weiterhin zur Seite stehen wird. Ihm folgt Jörg Hofmann, der neue Erste Vorsitzende der IG Metall, den wir für Europas größten Automobilhersteller gewinnen konnten. Mit der Bestellung von Johan Järvklo aus Schweden setzen wir ein bewusstes Zeichen, dass wir auf der Arbeitnehmerseite Wert darauf legen, dass auch unsere Kollegen von den internationalen Standorten im obersten Kontrollgremium die Möglichkeit der Mitwirkung haben.“