Frank Witter zum Finanzvorstand des Volkswagen Konzerns berufen

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Wolfsburg, 07.10.2015

Frank Witter (56) wird mit sofortiger Wirkung zum Mitglied des Vorstands der Volkswagen AG, Geschäftsbereich Finanzen und Controlling, berufen. Das hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am heutigen Mittwoch in Wolfsburg beschlossen. Bisher war Witter Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Financial Services AG. In seiner neuen Funktion folgt Witter auf Hans Dieter Pötsch (64), der seit 2003 Finanzvorstand des Volkswagen Konzerns war und heute nach seiner registergerichtlichen Bestellung zum Aufsichtsratsmitglied vom Aufsichtsrat zum Vorsitzenden des Kontrollgremiums gewählt wurde.

Witter wurde am 29. Mai 1959 geboren. Er ist Wirtschaftswissenschaftler und gehört dem Volkswagen Konzern seit 1992 an. Nach seiner Ausbildung zum Sparkassenkaufmann absolvierte er ein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Hannover. 1992 begann er bei der Volkswagen AG, wo er bis 1998 die Abteilung Kapitalmarktgeschäfte in der Konzern Treasury leitete. Anschließend war Witter als Treasurer bei der Volkswagen of America Inc., Volkswagen Canada Inc., VW Credit Inc. und deren Tochtergesellschaften in Auburn Hills, Michigan, U.S.A. tätig.

Von 2001 bis 2002 arbeitete Witter als Corporate Treasurer bei der SAirGroup in Zürich in der Schweiz. 2002 wurde er Chief Financial Officer (CFO) der Volkswagen of America Inc., Volkswagen Canada Inc., VW Credit Inc. und deren Tochtergesellschaften. Ab Anfang 2005 hatte er die Funktion des Chief Executive Officer (CEO) und Chief Financial Officer (CFO) für die Volkswagen of America Inc. und die Volkswagen Canada Inc. inne. Von Juli 2006 bis September 2007 verantwortete er als Generalbevollmächtigter in der Konzernleitung die Region Nordamerika.

Von Oktober 2007 bis Mitte September 2008 war Frank Witter President und Chief Financial Officer (CFO) der VW Credit Inc. und Regionalverantwortlicher für die amerikanischen Märkte der Volkswagen Financial Services AG. Ab September 2008 war Frank Witter Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Financial Services AG.

Weltweit erste Unterwasser-Kompressoreinheit zur Gasförderung geht in Betrieb

Der norwegische Öl- und Gas-Konzern Statoil verkündete am 17. September die Inbetriebnahme der weltweit ersten Verdichterstation zur Unterwasser-Gasförderung, installiert am Grund der Norwegischen See. Die Weltneuheit ist ausgestattet mit zwei HOFIM™-Motor-Kompressor-Einheiten, die MAN Diesel & Turbo an Aker Solutions als Generalunternehmer des Großprojekts geliefert hat.

Åsgard‘s Unterwasser-Kompressorstation am Meeresboden installiert – © Aker Solutions

“Der erstmalige Einsatz dieser Technologie bedeutet einen Quantensprung für die gesamte Öl- und Gasindustrie, die das Subsea-Projekt in Norwegen höchst aufmerksam verfolgt“, verdeutlicht Dr. Uwe Lauber, CEO von MAN Diesel & Turbo. „Wir sind stolz, Teil dieses historischen Projekts zu sein, das eine ganze Industrie nachhaltig verändern wird.“

Verglichen mit der konventionellen Offshore-Förderung von Erdöl und Gas, etwa mit Hilfe von Plattformen oder FPSO’s (Floating Production, Storage and Offloading), bedeutet der Einsatz der neuen Unterwasser-Technologie nicht nur geringere Investitionskosten, sondern vor allem eine signifikante Erhöhung von Förderraten bei gleichzeitig geringerem Energiebedarf und sinkenden CO2-Emissionen.

Während der natürliche Druck in den Lagerstätten kontinuierlich nachlässt, helfen die Motor-Kompressor-Einheiten von MAN, den Druck über den gesamten Produktionszyklus des Åsgard-Feldes zu erhalten. Insgesamt können rund 306 Millionen Barrel Öl-Einheiten zusätzlich gefördert werden.

„Nach einem umfangreichen Entwicklungs-, Qualifizierungs- und Testprogramm sind wir begeistert, den Einsatz unserer Technologie im Betrieb zu erleben“, so Patrik Meli, Leiter Engineering bei MAN Diesel & Turbo in Zürich und Projektdirektor des Unternehmens für Åsgard. „Unsere hermetisch gekapselten, emissionsfreien HOFIM™-Kompressoren erfüllen die hohen Anforderungen an den wartungsfreien, ferngesteuerten Betrieb am Meeresboden.“

Mit Statoil als Endkunden des Projekts hat MAN Diesel & Turbo ein gemeinsames Subsea-Qualifizierungsprogramm absolviert. Ziel war vor allem ein robustes Design der Hightech-Maschinen, um bei den extremen Bedingungen am Meeresboden, 300 Meter unter dem Wasserspiegel, zu bestehen. Der speziell adaptierte Subsea-HOFIM™ beinhaltet dabei ein maßgeschneidertes Motor-Design, ein Gehäuse ausgelegt für einen Druck von 220 bar, ein siebenachsiges System zur aktiven magnetischen Lagerung des Rotors sowie eine spezialisierte Entnahme für die Gaskühlung.

Im Jahr 2010 vergab Aker Solutions als Generalunternehmen den Auftrag für die Kompressoren an MAN Diesel & Turbo in Zürich. Die Bestellung umfasst vier hermetisch gekapselte HOFIM™-Einheiten (Typ RB 45) mit dem von MAN entwickelten Elektromotor der Größe M43. Weiterhin umfasst der Auftrag eine langjährige Wartungs- und Servicevereinbarung über den gesamten Lebenszyklus der Maschinen. Während die erste Kompressoreinheit in Betrieb gegangen ist, wird der zweite Maschinenstrang derzeit dafür vorbereitet.

Forschungsinitiative UR:BAN: Stadtverkehr der Zukunft wird durch intelligente Fahrzeuge geprägt

• Neue Fahrerassistenzsysteme für mehr Sicherheit,
  Effizienz und Komfort
• Abschlussveranstaltung zur urbanen Mobilität in Düsseldorf

Die Forschungsinitiative UR:BAN (Urbaner Raum: Benutzergerechte Assistenzsysteme und Netzmanagement) stellt heute in Düsseldorf nach vierjähriger Laufzeit die Ergebnisse ihrer Arbeit vor. Zusammen mit 30 Partnern präsentiert die Volkswagen Konzernforschung intelligente und kooperative Fahrerassistenzsysteme für den Verkehr von morgen. Diese werden dem Fahrer künftig eine sichere, stressfreie und zügige Fahrt im komplexen urbanen Verkehr ermöglichen. Die Veranstaltung bietet rund 300 Gästen an zwei Tagen die Möglichkeit, neueste Technologien und Systeme im direkten Austausch mit den Experten zu erfahren und zu erleben.

UR:BAN arbeitet seit Januar 2012 an innovativen Assistenzsystemen für komplexe Verkehrssituationen im Stadtverkehr, der zunehmend durch Dynamik, unterschiedliche Verkehrsteilnehmer und -mittel geprägt ist. Die Volkswagen Konzernforschung war an allen drei UR:BAN-Projektsäulen „Kognitive Assistenz“, „Mensch im Verkehr“ und „Vernetztes Verkehrssystem“ beteiligt.

Für den Themenschwerpunkt „Kognitive Assistenz“ entwickelte die Volkswagen Konzernforschung innovative Assistenzsysteme, die den Fahrer im urbanen Verkehr unterstützen, ihn rechtzeitig informieren, geeignete Manöver vorschlagen und im Notfall sogar eingreifen. Mit Hilfe dieser Systeme zur sicheren Längs- und Querführung wird der Fahrer beim vorausschauenden, sicheren und entspannten Fahren im Stadtverkehr effektiv und situationsangepasst unterstützt.

So hilft zum Beispiel der „Fahrstreifenwechselassistent“ beim Wechsel der Fahrspur im dichten Verkehr auf städtischen Ein- und Ausfallstraßen durch aktive Eingriffe in die Längs- und Querführung. Das System beobachtet während des Manövers umgebende Fahrzeuge durch die 360°-Rundumsicht und unterstützt den Fahrer durch Anzeigen und Lenkbewegung bei der Wahl und dem Anfahren einer freien Lücke auf dem Zielfahrstreifen.

Der „Engstellenassistent“ hingegen soll dem Fahrer helfen, wenn Hindernisse wie zum Beispiel parkende Fahrzeuge teilweise oder gar vollständig die Fahrspur blockieren, so dass nur eine sehr enge Durchfahrt möglich ist. Mit der Weiterentwicklung des bereits in Serie eingeführten Lane Assist werden Hindernisse neben und im eigenen Fahrstreifen mittels 3D-Sensorik erkannt. Das System prüft, ob ein sicherer Weg existiert und unterstützt durch eine aktive Lenkhilfe bei der Vorbeifahrt am Hindernis – unter Einhaltung eines Sicherheitsabstandes.

Die „umgebungsabhängige Geschwindigkeitsempfehlung“ unterstützt den Fahrer bei der Wahl einer situativ richtigen Fahrgeschwindigkeit. Über das aktive Gaspedal erhält der Fahrer direkt am Fuß eine haptische Empfehlung, ob er beschleunigen oder z.B. bei der Anfahrt auf eine Ampel verzögern sollte. Der „Notbremsassistent“ reduziert oder vermeidet gar drohende Kollisionen im urbanen Raum durch situationsspezifische Brems- und Lenkeingriffe.

Neben der Entlastung der Fahrers und der Steigerung des Komforts liefern die Fahrerassistenzfunktionen auch einen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit. Das Potenzial zur Unfallvermeidung und Reduzierung wird von der Unfallforschung der Konzernforschung bewertet.

In der zweiten Projektsäule „Mensch im Verkehr“ arbeitete die Volkswagen Konzernforschung an einer neuartigen Mensch-Maschine-Schnittstelle. Als intelligenter Kommunikationskanal filtert und priorisiert sie Informationen und präsentiert sie dem Fahrer bedarfsgerecht. Sie trägt damit maßgeblich zur vorausschauenden Fahrweise bei, kann gefährliche Situationen entschärfen und ein emissionsarmes Fahren ermöglichen.

Im Teilprojekt „Vernetztes Verkehrssystem“ entwickelte die Volkswagen Konzernforschung auf Basis der Car-to-X-Kommunikation den „Kreuzungslotsen“ mit dem Ziel, die Verkehrseffizienz im Kreuzungsbereich zu verbessern. Diese Assistenzfunktion informiert den Fahrer lokal über den vorausliegenden Verkehrsknoten. Sie unterstützt ihn mit optimalen Fahrmanövern und ermöglicht gleichzeitig durch die Weitergabe von Fahrzeuginformationen eine Verbesserung der Ampelschaltungen.

Auch der „Einfahr- und Startassistent“ nutzt Informationen aus der intelligenten Verkehrsinfrastruktur. Zum einen regelt er unmittelbar vor der Einfahrt in die Kreuzung die optimale Geschwindigkeit, um die Grünphase der Ampel ohne Halt mitzunehmen.
Zum anderen stellt er sicher, dass der Verkehr beim Umschalten auf Grün bereits wieder rollt. Dadurch kann die knappe Grünphase im Interesse aller Verkehrsteilnehmer besser genutzt werden.

Die „Sondereinsatzfahrzeugassistenz“ informiert direkt alle Verkehrsteilnehmer über sich nähernde Einsatzfahrzeuge. Sie optimiert die Ampelschaltung und sorgt damit für die zügigere und für alle sichere Passage des Einsatzfahrzeugs.

Zum Projekt UR:BAN
Urbaner Raum: Benutzergerechte Assistenzsysteme und Netzmanagement

31 Partner aus Automobil- und Zulieferindustrie, Elektronik- und Softwarefirmen, Forschungsinstitute und Städte haben sich im Verbundprojekt UR:BAN zusammengeschlossen. In gemeinsamer Forschungsarbeit entwickeln sie bis Anfang 2016 neue Fahrerassistenz- und Verkehrsmanagementsysteme für die Stadt.

Das Gesamtbudget für die Forschungskooperation beträgt 80 Millionen Euro. Rund 50 Prozent davon trägt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen des 3. Verkehrs-Forschungsprogramms der Bundesregierung.

Beteiligt sind: Adam Opel AG, AUDI AG, BMW AG, BMW Forschung und Technik GmbH, Robert Bosch GmbH, Bundesanstalt für Straßenwesen, Continental Automotive GmbH, Continental Safety Engineering International GmbH, Continental Teves AG & Co. oHG, Daimler AG, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, GEVAS Software GmbH, Heusch/ Boesefeldt GmbH, Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes, ifak Magdeburg e.V., MAN Truck & Bus AG, PTV Group, Institut für Kraftfahrzeuge der RWTH Aachen, Landeshauptstadt Düsseldorf, Stadt Kassel, TU Braunschweig, TU Chemnitz, TU München, TomTom Development Germany GmbH, TRANSVER GmbH, Universität der Bundeswehr München, die Universitäten Duisburg-Essen, Kassel und Würzburg und die Volkswagen AG. Als Unterauftragnehmer arbeiten zudem zahlreiche Universitäts- und Forschungsinstitute sowie kleinere und mittelständische Unternehmen in den Projekten mit.

Sicherer und flüssiger Stadtverkehr: Audi im Verbundprojekt UR:BAN

• Nationales Verbundprojekt mit 31 Partnern
• Schwerpunkte der Audi-Beteiligung: das Umfeld des Autos erfassen und
  Unfälle vermeiden helfen
• Fahrwerk-Entwicklungsleiter Dr. Glaser: „Mehr Sicherheit im Stadtverkehr
  durch Fahrerassistenzsysteme“

Audi will den Verkehr in der Stadt sicherer und flüssiger machen. Dafür engagiert sich die Marke im Verbundprojekt UR:BAN. 31 Partner entwickeln in der vierjährigen Projektlaufzeit gemeinsam Fahrerassistenz- und Verkehrsmanagement-Lösungen für den Stadtverkehr. Die Abschlusspräsentation findet am 7. Oktober in Düsseldorf statt.

„In der Weiterentwicklung von Fahrerassistenzsystemen steckt ein großes Sicherheitspotenzial, speziell im städtischen Verkehr“, sagte Dr. Horst Glaser, Leiter Ent­wicklung Fahrwerk und Fahrassistenzsysteme, im Vorfeld des Abschlussevents. „Audi bringt sich beim Projekt vor allem mit Systemen ein, die den Fahrer beim Bremsen und Lenken in kritischen Situationen des Stadtverkehrs unterstützen. Da­für brauchen wir unter anderem eine zuverlässige Umfelder­fassung“, so Dr. Glaser.

Das Kürzel UR:BAN steht für „Urbaner Raum: Benutzergerechte Assistenzsysteme und Netzmanagement“. Das deutschlandweite Verbundprojekt läuft seit April 2012 und endet im März 2016. Daran beteiligt sind 31 Part­ner aus Automobil- und Zulieferindustrie, Elektronik-, Kommunikations- und Soft­warefirmen, Universitäten sowie Forschungsinstitute und Städte. Das gemeinsame Ziel ist es, Fahrerassistenz- und Verkehrsmanagementsysteme speziell für die Stadt zu entwickeln. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert das Projekt mit rund 40 Millionen Euro.

Im Mittelpunkt der Projektarbeit stehen der Mensch als Autofahrer, Radfahrer, Fußgänger oder Verkehrsplaner sowie drei große Themenbereiche: Vernetztes Verkehrssystem, kognitive Assistenz und Mensch im Verkehr.

Im Bereich kognitive Assistenz zum Beispiel geht es unter anderem um das lücken­lose Erfassen des Umfelds in einer 360-Grad-Rundumsicht. Je besser Fahrer und Auto ihr Umfeld wahrnehmen, desto eher lassen sich Kollisionen vermeiden, etwa durch Lenkeingriffe und Bremsen. Besonders wichtig dabei ist ein robust ausgelegtes System, das Fehlauslösungen sicher vermeidet. Audi arbeitete mit drei Autos im Testbetrieb. Eines davon, ein Audi A7 Sportback, ist im Rahmen der Abschlusspräsentation an diesem Mittwoch als Technik-Demonstrator in verschiedenen Verkehrsszenarien zu erleben. Der Versuchsträger ist mit seriennahen Sensoren ausgerüstet: Neben einem Laserscanner und einer Videokamera im Frontbereich hat er ein Doppelradar vorne, ein Heck- und ein Seitenradarsystem. In diesem Technikträger kommen Regelungs- und Steuerungs­komponenten zum Einsatz, mit denen auch die drei Audi RS7 piloted driving concept 2014 und 2015 fahrerlose Rekorde auf den Rennstrecken von Hockenheim, Oschersleben, Ascari und Sonoma eingefahren haben.

Der Ausweichassistent in Audi-Modellen wie dem neuen Audi A4 und dem Q7 trägt heute schon zur Verringerung des Unfallrisikos bei. Die Erkenntnisse aus dem UR:BAN-Projekt fließen bei Audi in die Entwicklungsarbeit ein, so zum Beispiel in die Weiterentwicklung bestehender Assistenzsysteme.

Darüber hinaus leitet die AUDI AG im Verbundprojekt auch das Teilprojekt „Wirk­feld, Effizienz und Recht“, das sich vor allem mit den rechtlichen Rahmenbedingun­gen der in UR:BAN entwickelten Fahrerassistenzsysteme befasst. So sind etwa noch einige Fragen in Bezug auf die Zulassungsfähigkeit von automatischen Notlenk­systemen zu klären. Im Themengebiet „Mensch im Verkehr“ geht es für Audi darum, die vielfältigen Interaktionen zwischen Auto und Umgebung in einer angepassten Mensch-Maschine-Schnittstelle zu verarbeiten und anzuzeigen. Hier gilt es vielfältige innerstädtische Kreuzungssituationen zu erfassen, zu systematisieren und eine passende Informations- und Warnstrategie festzulegen.

20 Personen aus den Bereichen Vorentwicklung automatisierte Fahrfunktionen, Unfallforschung sowie aus der Entwicklung Ergonomie Fahrzeugkonzepte MMI sind in das Projekt UR:BAN involviert.

Audi ist Pionier des „pilotierten Fahrens“. Seit 2009 hat das Unternehmen im Rahmen der Entwicklungsarbeit zahlreiche spektaku­läre Fahraktionen durchgeführt – auf öffentlichen Straßen, internationalen Renn­strecken und einem Salzsee. Die Technologien zum pilotierten Fahren stehen für mehr Sicherheit, mehr Effizienz sowie mehr Zeit und Komfort. Audi plant den ersten Serieneinsatz eines pilotierten Systems in der nächsten Modellgeneration des Audi A8. Es kann im Stop-and-Go-Verkehr bis 60 km/h die Fahraufgabe übernehmen.

Forschungsinitiative UR:BAN. BMW Group präsentiert neue Verkehrstechnologien für mehr Sicherheit, Effizienz und Komfort in der Stadt von morgen.

München. Die BMW Group zählt seit langem zu den weltweit führenden Automobilherstellern bei der Vernetzung von Fahrer, Fahrzeug und Umwelt. Bisher sorgen Fahrerassistenzsysteme vor allem auf Autobahnen für Sicherheit und Komfort. In der Forschungsinitiative UR:BAN hat sich die BMW Group Forschung und Technik maßgeblich beteiligt, um auch für den städtischen Bereich intelligente Systeme zur Unterstützung des Fahrers sowie zur Erhöhung der Sicherheit und der Effizienz bereitzustellen. Zum Abschluss der vierjährigen Forschungsaktivitäten werden die Ergebnisse am 7. und 8. Oktober 2015 in Düsseldorf präsentiert. Dazu veranstaltet BMW auch Fahrdemonstrationen im Stadtverkehr. Das Motto der Präsentation lautet „Sicher, effizient und stressfrei durch die Stadt von morgen“.

UR:BAN steht für „Urbaner Raum: Benutzergerechte Assistenzsysteme und Netzmanagement“. Ziel des Forschungsprojektes ist es, den Stadtverkehr in Zukunft noch sicherer und effizienter zu gestalten. Dazu haben 31 Partner aus Automobil- und Zulieferindustrie sowie Elektronik- und Softwarefirmen, Universitäten, Forschungsinstitute und Städte gemeinsam neue Fahrerassistenz- und Verkehrsmanagementsysteme für den städtischen Raum entwickelt. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Die Arbeitsbereiche der BMW Group Forschung und Technik.
Die Wissenschaftler und Ingenieure der BMW Group Forschung und Technik haben in allen drei Arbeitsbereichen des Forschungsprojektes maßgeblich mitgewirkt:

  • Kognitive Assistenz
  • Vernetztes Verkehrssystem
  • Mensch im Verkehr

 Im Themenschwerpunkt Kognitive Assistenz wurden zur Erhöhung der Sicherheit im städtischen Verkehr, besonders zum Schutz schwächerer Verkehrsteilnehmer, neuartige Methoden für die Erfassung komplexer Situationen im Stadtverkehr entwickelt. Schwerpunkt der Forschungsarbeit bei BMW war das rechtzeitige Bremsen oder Notausweichen in gefährlichen Situationen mit Fußgängern und Radfahrern. Dafür ist eine zuverlässige Umgebungserfassung aller Verkehrsteilnehmer bereitgestellt worden. Diese umfasst erstmalig auch die Nutzung hochaufgelöster Bild- und Abstandsinformationen zur Fußgängerabsichtserkennung. Damit ist das Assistenzsystem in der Lage, die Kopfausrichtung und die Körperhaltung eines Fußgängers frühzeitig zu analysieren. Das System kann so die Absicht zum Überqueren der Fahrbahn erkennen. Der Fahrer wird bei Bedarf rechtzeitig gewarnt. Unfälle mit schwächeren Verkehrsteilnehmern werden vermieden.

Im Bereich Vernetztes Verkehrssystem wurden zur Optimierung der Verkehrseffizienz die zukünftige Nutzung von Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten wie GPS/Galileo und UMTS/LTE sowie die Kommunikation von Fahrzeugen mit der Verkehrsinfrastruktur, beispielsweise mit Verkehrsleitzentralen, (C2X) untersucht. Durch den Auf- und Ausbau intelligenter Infrastruktur und die Vernetzung mit intelligenten Fahrzeugen lassen sich überlastete Straßen vermeiden – und somit auch eine Verringerung der Emissionen erreichen. BMW präsentiert dazu die neu entwickelte Ampelassistenz mit den Funktionen Grüne-Welle-Assistent und Verzögerungsassistent. Der Grüne-Welle-Assistent gibt Empfehlungen für eine angepasste Geschwindigkeit, um das „mitschwimmen“ im Stadtverkehr zu optimieren. Der Verzögerungsassistent informiert den Fahrer, ob er eine Ampel noch bei Grün erreicht oder die Geschwindigkeit bereits reduzieren kann. In Düsseldorf demonstriert BMW die beiden Assistenzfunktionen mit zwei Fahrzeugen im realen Straßenverkehr – innerhalb eines Bereichs, der rund 300 Ampeln umfasst.

Dritter Themenbereich ist der Mensch im Verkehr – in all seinen Rollen als Verkehrsteilnehmer in der Stadt. Zur Erforschung des menschlichen Verhaltens wurden neue Methoden entwickelt und umfangreiche Probandenversuche durchgeführt. Schwerpunkt der Forschungsarbeit bei BMW war die souveräne Kontrolle des eigenen Fahrzeugs auch in Notfallsituationen.

Falls hier ein unaufmerksamer oder abgelenkter Fahrer nicht rechtzeitig reagiert, kann das Assistenzsystem selbst eine unfallvermeidende Ausweichbewegung einleiten. Das System stellt dabei durch fortlaufende Beobachtung der Fahrerreaktion sicher, dass die Fahrerabsicht immer die Oberhand behält und der Fahrer die Bewegung ständig kontrollieren kann. Dazu werden die Lenk- und Pedalbewegungen des Fahrers und weitere verfügbare Kenngrößen situationsbezogen ausgewertet. Ziel ist die Unterstützung unaufmerksamer oder überforderter Fahrer um eine vorausschauende und stressfreie Fahrt im Stadtverkehr zu ermöglichen.

Die BMW Group sieht in der Teilnahme an Forschungsinitiativen wie UR:BAN einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit und der Effizienz im Straßenverkehr. Sie kann dazu beitragen, der Vision Zero, der unfallfreien individuellen Mobilität, einen weiteren Schritt näher zu kommen.

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