Die IAA Frankfurt überzeugt nicht nur durch phantastische Neuheiten in der Automobilindustrie!
Sie überzeugt nicht nur durch ein reges Interesse des Publikums, das die neuen Errungenschaften in Design, Technologie und Ökologie kennenlernen will.
Nein! Die IAA hat mit der New Mobility World eine extra Halle 3.1 für alle, die mehr von Elektro-Zukunft, Ökologie und Ökonomie wissen wollen und die Zukunft für uns und die nächsten Generationen mitbestimmen wollen.
Auf der IAA begeisterte uns unter anderem das Konzept, das sich Smart City nennt und von Wilo Gruppe unterstützt und gefördert wird. Smart City ist ein Konzept, das Städte, Länder und Europa miteinander vernetzen soll. Smart City ist ein Sammelbegriff für gesamtheitliche Entwicklungskonzepte, die darauf abzielen, Städte effizienter, technologisch fortschrittlicher, grüner und sozial inklusiver zu gestalten. Diese Konzepte beinhalten technische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Innovationen.
Die 2007 beschlossene Leipzig Charta leitete einen Paradigmenwechsel in der Stadtentwicklung ein, der die Grundlage für eine nachhaltige, europäische Stadtpolitik im Sinne der Smart City schuf. Gegenwärtig soll durch das EU-Programm „Horizont 2020“ die Entwicklung europäischer Städte zu „Smart Cities“ vorangetrieben werden. Mit dem Ziel, die EU auf globaler Ebene wettbewerbsfähiger zu machen, werden einige „smarte“ Vorzeigeprojekte gefördert.
Für die Wilo Gruppe ist der Schritt zur Smart City unausweichlich.
Der erfolgreiche Pumpenhersteller mit Verwaltungssitz in Dortmund engagiert sich bei mehreren Smart City Projekten. Wilo ist Mitglied im Smart City Forum. Dort vernetzen sich Vertreter aus Kommunen und Wirtschaft und bildeen eine Plattform zur Beantragung von Europäischen Fördergeldern im Rahmen des Projekts „Horizont 2020“.
In den Projekten soll gezeigt werden, wie sich Städte in Zukunft durch die Vernetzung verändern und wie energieeffizient sie werden können. Wilo ist mit seiner Pumpentechnologie weltweit einer der führenden Anbieter, was Effizienz und Fortschritt betrifft. Neben dem Einsatz erneuerbarer Energien spielen auch Energieeinsparungen in der Pumpentechnologie eine erhebliche Rolle. Die WILO Gruppe setzt als starker Industriepartner in diesem Konsortium in diesem Zuge auf den vorzeitigen Austausch alter, ungeregelter Pumpen gegen hocheffiziente Modelle. Hierbei kann bis zu 90 Prozent Energie eingespart werden. Doch auch der Vernetzungs-Gedanke ist bereits in die Entwicklung der Wilo-Produkte eingeflossen. So präsentierte Wilo auf der ISH 2015 eine Heizungspumpe, die sich in SmartHome Lösungen einbinden lässt. Doch die smarte Heizungspumpe ist nur der Anfang. Auch in der Gebäudetechnik wird die Vernetzung von Komponenten eine immer größere Rolle spielen. Wilo zeigt anhand mehrerer Sanierungskonzepte, was in Zukunft möglich ist und wie man mit den vorhandenen Ressourcen vernünftig und sinnvoll umgeht
Der größte Energieverbraucher in Europa ist der Gebäudesektor mit einem Anteil von 41 %. Es folgen der Verkehrssektor mit 31% und der Industriesektor mit einem Anteil von 28 %. Allen gemeinsam sind die Probleme steigender Energiekosten. Pumpen gehören zu den größten Stromverbrauchern weltweit.
20% des weltweiten Stromverbrauchs von Motoren entfällt auf Pumpen.
Politik, Gesellschaft und Industrie sind sich einig: Senkung des Energieverbrauchs und damit der Schadstoffemissionen sind die wichtigsten Ziele der Zukunft – um 20% bis 2020. Das Einsparpotenzial allein bei den Trockenläuferpumpen würde weltweit 246 Tera Wattstunden (TWh) bzw. 14 Milliarden Euro betragen. Hocheffizienzpumpen von Wilo kommen mit bis zu 90% weniger Energie aus als ungeregelte Pumpen – und das ohne Leistungseinschränkungen und Wirkungsgradverlust!
Fakt ist: Der frühzeitige Austausch noch funktionierender, aber ungeregelter Pumpen gegen Wilo Hocheffizienzpumpen lohnt sich. Ökologisch und ökonomisch.
Die Vorteile: bis zu 90 % weniger Strombedarf, mehr Wirtschaftlichkeit für die Gebäude, Versorgungssicherheit garantieren, Hygienesicherheit gewährleisten, Nachhaltigkeit und Umweltschutz.
Einige Beispiele:
Diakoniekrankenhaus Henrietten Stiftung, Hannover:
Nach Messungen an zwei identischen Heizkreisen und einer detaillierten Analyse des Gesamtenergieverbrauchs wurde eine neue Wilo Stratos 40/1-8 eingebaut.
Alte Pumpe: Wilo-P 40/160 Stromverbrauch/Jahr 1.927 KWh
neue Pumpe:Wilo Stratos 40/1-8 Stromverbrauch/Jahr 266 KWh
- Einsparung pro Jahr: 1.661 KWh
- Weitere Planung: Austausch aller ungeregelten Pumpen, Realisierung eines Einsparpotentials von 81.724 kWh im Jahr.
Hotel Maritim:
Im Maritim Airport Hotel in Hannover bewegten sich die Stromkosten im oberen sechsstelligen Bereich. Allein durch simplen 1:1 Austausch auf Hocheffizienzpumpen von Wilo konnte eine Ersparnis von 65 % erzielt werden. Weitere Einsparungen konnten durch eine niedrigere Dimensionierung der Pumpen erreicht werden, ohne jeglichen Verlust an Wärmekomfort.
Stromverbrauch/Tag
Vorher:Wilo-P 80/100 23,76 KWh
Nachher: Wilo-Stratos 65/1-9 1,55 KWh
Wilo und alle anderen Unternehmen, die sich im Smart City Programm einbringen, haben nicht nur die sinnvollen Lösungen für alle Bereiche, sondern denken vielmehr fortschrittlich und innovativ für unsere und die Zukunft der nächsten Generationen weiter. Wir alle müssen mit unseren Ressourcen haushalten und beginnen in anderen Kategorien zu denken Es gibt die Möglichkeiten, unsere Erde nicht mehr zu beanspruchen als nötig! Wir alle sollten die kleinen Wege gehen, um die großen Schritte zu ermöglichen.
Wir danken der IAA und der New Mobility World für die tieferen Einblicke, was uns in Zukunft erwartet.
Thorsten Raschke
Heute nun erklärt der VW Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn seinen Rücktritt. Die entsprechende Pressemeldung ist vollständig hier bei aumotis.com veröffentlicht worden.
Herr Winterkorn ist sich keiner Schuld bewusst, er übernimmt jedoch die Verantwortung für das Fehlverhalten der US Tochter.
Bei dem ganzen Vorfall stellen sich nun mehrere Fragen:
- Wie kann den VV der VW AG keinerlei Schuldbewusstsein haben? Entweder hat Professor Winterkorn das eigene Haus nicht im Griff gehabt, oder er war aktiv in das Vorgehen eingebunden. Beides ist für den bestbezahlten Manager eines DAX Unternehmens nicht tragbar.
- Wieso kocht die ganze Geschichte während der IAA hoch? Die Fakten lagen bereits seit Mai 2014 auf dem Tisch. Seit diesem Moment lag eine offizielle Anfrage der EPA bei der Bundesregierung vor. Auch VW war bereits seit dem Jahr 2014 über die Vorgänge informiert.
- Warum wurde trotz der Nachfrage 2014 keinerlei Konsequenz gezogen und die neuen Fahrzeuge nicht entsprechend modifiziert?
- Diese auch strafrechtlich relevante Geschichte tauchte erst auf, nachdem der ehemalige VV und anschließende Aufsichtsratsvorsitzende Ferdinand Piech von allen Posten zurückgetreten und für die eigene Amtszeit entlastet wurde. Ein Zufall?
- Bei teilweise 40 facher Überschreitung der gemessenen Testwerte in der Realität stellt sich die Frage, ob die betroffenen Fahrzeuge überhaupt zulassungsfähig sind.
Insgesamt hat die ganze Geschichte einen mehr als faden Beigeschmack. Ob Herr Winterkorn nun persönlich beteiligt oder informiert oder unwissend war, der Rücktritt ist folgerichtig. Es müssen jedoch noch einige weitere Konsequenzen beim Führungspersonal folgen. Ob der VW Konzern (Aufsichtsrat) den Mut aufbringt eine externe Lösung ohne interner Seilschaften zu installieren bleibt fraglich. Es wäre ein Schritt in die richtige Richtung. Nur eine schonungslose Aufarbeitung ohne Rücksicht auf beteiligte Personen und deren Ansehen oder Zukunft kann hier einen positiven Effekt haben.
Nico Gerum
Im Rahmen des CarIT- Kongress auf der IAA sagte soeben der VDA Präsident Matthias Wissmann:
„Bei etwa 90 Prozent der Verkehrsunfälle spielt menschliches Fehlverhalten eine Rolle. Die Unterstützung des Fahrers durch Assistenzsysteme in über- oder unterfordernden Situationen wird deshalb signifikante Verbesserungen mit sich bringen. Hier kann die Technologie dem Menschen mit dem vernetzten und automatisierten Fahren behilflich sein“, betonte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), heute auf dem carIT-Kongress in Frankfurt. Unter dem Motto „Future Mobility: vernetzt & autonom“ trafen sich im Rahmen der IAA Pkw 2015 über 500 Entscheider aus der Automobil- und IT-Industrie sowie Vertreter von Wissenschaft und Politik. Themenfelder wie Car-to-Car-Kommunikation, E-Mobility und IT, Infotainment, Apps und Bedienung, Intelligente Navigation und Verkehrsmanagement standen im Mittelpunkt der Referate und Keynotes. Veranstalter des Kongresses sind das Fachmagazin carIT, der VDA und Bitkom.
„Die deutsche Automobilindustrie wird das automatisierte Fahren in evolutionären Schritten vom assistierten über das teil- und hochautomatisierte zum vollautomatisierten Fahren einführen. Schon heute gibt es viele Assistenzfunktionen, die zum Beispiel die Geschwindigkeit oder den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug regeln oder den Fahrer bei Notbremsungen oder beim Rangieren und Manövrieren unterstützen. In einigen Jahren werden erste Fahrzeuge mit entsprechender Sensorik, Aktuatorik und Fähigkeit zur Informationsverarbeitung ausgestattet sein, die Funktionen der Hoch- und Vollautomatisierung ermöglichen. Diese automatisierten Fahrfunktionen sind zunächst für Autobahn- und Staufahrten und das Parken zu erwarten. In fernerer Zukunft werden zunehmend auch Fahrten über Land und in der Stadt unterstützt werden“, erklärte Wissmann.
„Das automatisierte Fahren wird einen bedeutenden Beitrag zur Verkehrssicherheit und zur Effizienz im Straßenverkehr leisten. Der Zugewinn an Sicherheit und die Reduzierung von Staus spielen hierbei für die Bevölkerung die wichtigste Rolle. Eine vom VDA in Auftrag gegebene und im August 2015 durchgeführte Studie mit 1.028 Teilnehmern zwischen 16 und 64 Jahren verzeichnet, dass jeweils 37 Prozent der Befragten die Vorteile des automatisierten Fahrens vor allem bei mehr Sicherheit und weniger Unfällen sowie weniger Staus und einem besseren Verkehrsfluss sehen“, sagte Wissmann. Der Weg zur Hoch- und Vollautomatisierung sei jedoch nicht nur ein technologischer, sondern bedürfe ebenfalls der nationalen und internationalen Anpassung und Harmonisierung rechtlicher Rahmenbedingungen, so der VDA-Präsident.
„Das vernetzte Auto wird ein integraler Bestandteil einer multimodalen Verkehrslösung sein. Innovative Apps und Dienste werden neue Nutzungskonzepte für die Zeit im Lebensraum Automobil ermöglichen, diese abwechslungsreicher gestalten und das Autofahren einfacher, sicherer und effizienter machen“, erläuterte Wissmann.
Prof. Rupert Stadler, Vorsitzender des Vorstands der Audi AG, beschrieb in seinem Vortrag, wieviel Digitaltechnik heute bereits in einem Audi steckt, an welchen Zukunftslösungen die Marke arbeitet und wie dabei der Schulterschluss mit Partnern aus anderen Industrien, Politik und Städtebau gelingt. „Ohne CarIT gäbe es keine Innovation beim Licht, beim Antrieb, bei den Assistenzsystemen, eigentlich kaum mehr an einer Stelle im Auto. Unsere Kunden erwarten nicht mehr reine Hardware. Sie erwarten neue Dienstleistungen und leistungsstarke CarIT an Bord“, so Stadler.
Sigmar Gabriel, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, ging in seiner Keynote auf die industriepolitische Perspektive des vernetzten und automatisierten Fahrens ein: „Das Fahren automatisierter und vernetzter Autos wird uns das Leben erleichtern. Dem Automobilland Deutschland eröffnet es beachtliche Wachstumspotentiale, denen im Zuge des immer schärferen internationalen Wettbewerbs eine Schlüsselrolle zukommt. Damit diese Potentiale hierzulande genutzt werden, müssen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gewerkschaften an einem Strang ziehen. Gemeinsames Ziel muss sein, Deutschland zum Leitmarkt und vor allem zum Leitanbieter der neuen Technologien zu machen. Die Industriepolitik muss deutlich artikulieren, was jetzt aktiv anzugehen ist, damit Deutschland seine Systemführerschaft im Automobilbau behält und ausbaut. Dies betrifft vielfältige Fragen von der Forschungspolitik über die Datensicherheit und den Datenschutz bis hin zur Akzeptanz der neuen Techniken im Straßenverkehr.“
Der ganztägige carIT-Kongress bot weitere hochkarätige Referenten, zu denen Dr. Christoph Grote, Bereichsleiter Forschung, neue Technologien, Innovationen, BMW Group, Martina Koederitz, Mitglied des Präsidiums BITKOM, Axel Schmidt, Managing Director Automotive Lead (EALA) Accenture, Prof. Dr. Stefan Bratzel, Direktor Center of Automotive Management, Christoph Hartung, Head of Connected Car, Mercedes-Benz Cars, und Dr. Wieland Holfelder, Leiter Google Entwicklungszentrum Google Germany GmbH, zählten. Die sehr gut besuchte Veranstaltung wurde durch eine intensive Abschlussdiskussion abgerundet
Wolfsburg, 23.09.2015
„Ich bin bestürzt über das, was in den vergangenen Tagen geschehen ist. Vor allem bin ich fassungslos, dass Verfehlungen dieser Tragweite im Volkswagen Konzern möglich waren.
Als Vorstandsvorsitzender übernehme ich die Verantwortung für die bekannt gewordenen Unregelmäßigkeiten bei Dieselmotoren und habe daher den Aufsichtsrat gebeten, mit mir eine Vereinbarung zur Beendigung meiner Funktion als Vorstandsvorsitzender des Volkswagen Konzerns zu treffen. Ich tue dies im Interesse des Unternehmens, obwohl ich mir keines Fehlverhaltens bewusst bin.
Volkswagen braucht einen Neuanfang – auch personell. Mit meinem Rücktritt mache ich den Weg dafür frei.
Mein Antrieb war es immer, dem Unternehmen, vor allem unseren Kunden und Mitarbeitern zu dienen. Volkswagen war, ist und bleibt mein Leben.
Der eingeschlagene Weg der Aufklärung und Transparenz muss weitergehen. Nur so kann wieder Vertrauen entstehen. Ich bin überzeugt, dass der Volkswagen Konzern und seine Mannschaft diese schwere Krise bewältigen werden.“