Es gibt Formel-1-Piloten wie Lewis Hamilton, die aus ihrem Privatleben kein Geheimnis machen. Der Brite versorgt seine Fans via Twitter und Co. stets mit neuen Bildern und jeder weiß stets, wo sich der amtierende Weltmeister gerade so auf der Welt herumtreibt. Sebastian Vettel ist der exakte Gegenentwurf. Der Heppenheimer ist stets auf seine Privatsphäre bedacht und setzt sein Leben nicht so in Szene. Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene gefällt genau das an seinem Piloten.
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„Er ist ein normaler Junge, er hat nicht das Gehabe eines Superstars“, verrät er gegenüber der Nachrichtenagentur ‚dpa‘ und erklärt: „Die Menschen werden heute nach der Anzahl ihrer Follower bei Twitter oder Instagram bemessen. Seb ist da anders, weil er eine normale Person ist. Manchmal brauchen wir aus Marketingsicht diese Werkzeuge wie Soziale Medien. Manchmal brauchen wir aber auch Normalität, manchmal brauchen wir jemanden wie Seb.“
„Als ich das erste Mal mit Sabine Kehm (Managerin von Michael Schumacher und Bekannte von Vettel; Anm. d. Red.) gesprochen habe, die versucht hat, Seb für uns zu kontaktieren, war eine seiner größten Sorgen die Atmosphäre bei Ferrari“, erinnert sich Arrivabene zurück. „Sabine beruhigte ihn dann: ‚Sie sind sehr professionell, es ist eine große Firma. Du wirst überrascht sein von der Infrastruktur, der Rennabteilung. Du wirst aber in erster Linie eine Familie entdecken.'“
„Seb hat diese Familie entdeckt mit seinem Enthusiasmus und seiner echten Leidenschaft für Ferrari“, freut sich der Italiener, der einen Vergleich zum Fußball zieht: „Als Teamchef trage ich natürlich die Verantwortung. Unsere Philosophie besteht aber darin, die Last auf viele Schultern zu verteilen. Man kann das mit dem Fußball vergleichen. Auf der einen Seite gibt es den FC Barcelona mit einem Messi, einem Neymar.“
„Eine seiner größten Sorgen war die Atmosphäre bei Ferrari.“
Arrivabene über Vettel vor dem Wechsel
„Auf der anderen Seite gibt es Juventus Turin. Sie haben keinen Messi, keinen Neymar, sind aber ein Team. Beide stehen im Finale der Champions League, haben das aber mit ganz unterschiedlichen Herangehensweisen geschafft. Die eine basiert auf dem Prinzip Superstar, die andere auf dem Team. Ich bevorzuge das Team“, so Arrivabene.
Es ist immer so eine Sache mit der Statistik, die auch trügen kann. Doch ab und an hat es durchaus seine Berechtigung, eine Statistik zu bemühen. Im teaminternen Qualifikationsduell bei Ferrari hat jedenfalls Sebastian Vettel nach dem Zeittraining zum Formel-1-Grand-Prix von Monaco 2015 klar die Nase gegenüber Kimi Räikkönen vorn. Damit ist Kimi Räikkönen neben Manor-Marussia-Pilot Roberto Merhi aktuell der einzige Fahrer im Feld, dem es 2015 noch nicht gelang, seinen Stallgefährten in der Zeitenjagd zu bezwingen die .
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6:0 steht es für Vettel in jener symbolischen Wertung. Doch woran liegt es? „Es gibt viele Details, die man handhaben muss. Dieses Jahr kommen zudem noch die Reifen, wie man sie auf eine Runde zum arbeiten bekommt. Das ist das Wesentliche, denn das ist es, wo du den Unterschied machst“, schildert Räikkönen die Diskrepanz zwischen seinem Fahrstil und den Pneus im ‚Sky Sports F1‘-Interview, geführt von Lotus-Testfahrer Davide Valsecchi.
Seinen Ausführungen stellt der „Iceman“ eine Feststellung voran. „Ich weiß nicht, aber was ist das richtige Rennen?“, und meint damit eigentlich: „Worauf kommt es am Ende an?“ Unterdessen attestierte ihm Interviewpartner Valsecchi, dass er im Rennen oft schneller als Vettel unterwegs sei. Doch das hinge laut Räikkönen oft von der Strecke ab. Wie es läuft, wisse er bereits im ersten Freien Training: „Wenn du zur Installationsrunde rausgehst, weißt du ob das ein tolles Wochenende wird. Wenn du rausgehst und dich nicht so gut fühlst, weißt du, dass es ein langes, zähes Wochenende wird.“
Jenson Button (McLaren) und Nico Hülkenberg (Force India)
Valsecchi ließ es sich bei der Gelegenheit nicht nehmen herauszustellen, dass Vettel mit dem Fahrrad, Räikkönen mit dem Motorroller an die Strecke im Fürstentum gekommen sei – eine Anspielung auf die angeblich unterschiedliche Arbeitseinstellungen beider Fahrer. Räikkönen, der offenkundig Spaß an dem Geplänkel hatte, nannte einen simplen Grund, weswegen er sich für den Roller entschied: „Das ist schneller.“
Sein Team sieht der 35-Jährige aber insgesamt im Aufwind. Teamchef Maurizio Arrivabene unterstrich kürzlich, dass auch die Harmonie ein Faktor dafür sei, Räikkönen über 2015 hinaus weiter bei der Scuderia zu beschäftigen. Die anhaltenden Wechselgerüchte um Williams-Pilot Valtteri Bottas hatte Arrivabene so zu entkräften versucht.
Jedem Motorradfahrer mit Begeisterung für besondere Bikes ist das Team von OCC ein Begriff. In der gleichnamigen TV Serie kann live die Entstehung herausragender Custom Bikes verfolgt werden. Allerdings ist es gar nicht nötig über den Atlantik in die USA zu schauen um derart einzigartige Umbauten zu sehen.
Die Firma H&B Motorcycle bietet ebensop spektakuläre wie fahrbare Maschinen aus Bayern an. Im beschaulichen Thannhausen entstehen einzigartige Maschinen, die jedes Bikerherz höher schlagen lassen. Das heutige Frühjahrsfest wurde von unserem Mitarbeiter Harald Schieber begleitet und die vorgestellten Bikes finden nicht nur seine Zustimmung.
Passend zum Ambiente sorgte Hank Davison für gute Stimmung und erinnert optisch ein wenig an die Jungs von ZZ Top.
Für jeden Custombike Fan bieten die Individualisten von H&B Motorcycle eine indivduelle Lösung. Anders als die Pendants der Kollegen von OCC haben alle Umbauten aus Thannhausen auch den Segen des TÜV und sind damit voll strassentauglich unterwegs.
Harald Schieber
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Es ist ein Vorschlag, der mit erstaunlicher Regelmäßigkeit Einzug in die Debatte um die Zukunft der Formel 1 erhält: Kundenautos. Auf der Suche nach Auswegen aus der Krise erntet aber auch keine Idee so viel Kritik wie das Modell, dem die Strategiegruppe in der vergangenen Woche zur Wiederauferstehung verhalf. Die kleinen Teams bringen ihre Ablehnung deutlich zum Ausdruck, wenn etwa Lotus-Geschäftsführer Matthew Carter ‚Autosport‘ sagt: „Wir wollen kein Kundenteam sein.“
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Wirklich? Am Rande des Monaco-Grand-Prix meint Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff in der Medienrunde der Silberpfeile, drei Mannschaften seien an ihn herangetreten, um über Kundenautos zu verhandeln – um anschließend zu lachen und anzumerken: „War doch nur ein Scherz.“ Denn es ist kaum vorstellbar, wer von den Kleinen ernsthaft darüber nachdenkt, seine Eigenständigkeit aufzugeben.
Es geht nicht nur um Stolz und Ehre, es geht um die Umsetzbarkeit des Vorhabens Kundenautos, die Formel-1-Boss Bernie Ecclestone derzeit prüft. „Ich weiß nicht, wie die Idee funktionieren soll“, wundert sich Carter. Als sie im vergangenen Jahr in der Strategiegruppe besprochen wurde, ging es darum, einen Mercedes- oder Red-Bull-Jahreswagen einzusetzen – etwa wie vor einigen Jahren in der DTM. „Etwas, was nie funktioniert hätte. Sogar mit neuem Chassis ist es kein Geschäftsmodell für uns.“
Lauda: Kleine Teams sollten darüber nachdenken
Der Lotus-Mann liegt auf einer Wellenlänge mit Force-India-Boss Vijay Mallya und Monisha Kaltenborn, die an simple Erweiterung des Machtgefüges nach bewährtem Muster glaubt. „Das macht den Wettbewerb nicht besser, außer Mercedes schenkt jedem eines seiner Autos“, kommentiert die Sauber-Teamchefin im Gespräch mit ‚Globo‘ süffisant. „Ich verstehe nicht, wie Sponsoren überzeugt werden sollen. Ich denke sogar, dass es noch schwieriger wird, weil drei oder vier Teams sich einen Wettbewerb liefern und der Rest nur mitschwimmt.“
#10: Fahren dürfen nur die Hinterbänkler – Sie ist der große Trumpf der Williams-Mannschaft. Doch nicht nur deshalb will die FIA der aktiven Radaufhängung beim Kanada-Grand-Prix 1993 einen Riegel vorschieben. Die fortschrittliche, aber unglaublich kostenintensive Technik wird von den Kommissaren bei der technische Abnahme als Fahrhilfe eingestuft und bei allen Teams für nicht-regelkonform befunden worden. Gleiches gilt für die Autos, die auf eine Traktionskontrolle setzten. Hintergrund: Die Systeme beeinflussen hydraulisch die Aerodynamik respektive entziehen dem Piloten teilweise die Kontrolle über den Vortrieb. Es entsteht die Drohkulisse, dass die Scuderia-Italia-Hinterbänkler Michele Alboreto und Luca Badoer die einzigen Starter in Montreal sind. Das Verbot wird bis Anfang 1994 aufgeschoben, dann aber durchgesetzt.
Es wäre eine Zwei-Klassen-Gesellschaft ohne Aufstiegschance, weil das Werk dem Kunden immer einen Schritt voraus ist – so argumentieren die Kritiker. Mercedes sieht die Sache anders, nachdem Wolff und Co. dem Vorschlag im vergangenen Jahr zunächst zurückhaltend begegnet waren. „Kundenautos haben wir zum Beispiel in der NASCAR-Serie, wo es gut funktioniert“, lobt der Österreicher. „Wir würden uns das gerne ansehen, auch wenn sich die Frage der Finanzierung stellt. Es ist ein gutes Modell.“
In die gleiche Kerbe schlägt Niki Lauda bei ‚Sky Sports F1‘. Er sieht eine veritable Alternative, die angesichts der finanziellen Probleme nicht einfach ausgeschlossen werden sollte: „Die Rennställe, die nie genug Geld haben werden, sind selbst schuld“, so der Aufsichtsratsboss der Silberpfeile. „Entweder du kannst alles selbst auf die Reihe bekommen oder du schlägst den anderen Weg ein. Ein Ferrari ist dann bestimmt schneller als ein Force India.“ Heißt: Wer mehr Geld hat, ist sowieso vorne, ob Kunde oder nicht.
Kaltenborn warnt: Ausstieg eines Chassisherstellers wäre der GAU
Zum Einsatz eines dritten Boliden verpflichtet wären Ferrari, Red Bull und McLaren – nicht Mercedes – laut der Rahmenverträge mit Ecclestone nur dann, wenn das Teilnehmerfeld die Zahl 16 unterschreitet. „Warum sollten wir darauf warten?“, fragt sich Lauda. „Wir können es schon vorher umsetzen. Wenn ein Team wie Sauber alleine nicht weitermachen kann, haben sie die Wahl.“ Die angesprochenen Schweizer wollen aber auf eigenen Beinen stehen. Ganz energisch, wie Kaltenborn betont.
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Als Alain Prost bei Ligier übernahm, hatte er auch einen alten Benetton in der BoxIhr graust es vor dem Gedanken, einen fertigen Boliden nach Hinwil geliefert zu bekommen: „Das Schlimmste ist, die technische Infrastuktur für Design und Bau der Autos aufzulösen.“ Es schwingt die alte Sauber-Angst vor dem plötzlichen Ausstieg der Konzerne mit, wie es die Truppe einst mit BMW erlebte. „Man stelle sich vor, das Team, bei dem man einkauft, verlässt die Formel 1“, überlegt Kaltenborn. Carter findet zumindest einen positiven Aspekt an dem Vorhaben: „Es würde nur den Einstieg für Teams, die kommen wollen, erschwinglicher machen, was gar nicht so schlecht wäre.“
Gespalten sieht die Sache Alain Prost. Die Rennlegende, die mit dem Ligier-Team einst selbst einen De-Facto-Kunden Benettons kaufte, kommentiert gegenüber ‚F1i.com‘: „Es liegt doch im Erbe der Formel 1, dass Teams ein Chassis entwerfen und bauen, auch wenn eine gemeinsame Plattform und begrenzte Aerodynamik die Kosten senken könnten.“ Prost weiß aber auch, dass die Einführung der Kundenautos in der Realität nicht so viel ändern würde wie es sich mancher ausmalt: „Wenn ich mir Manor-Marussia ansehe, dann ist die Formel 1 schon eine wenig wünschenswerte Zwei-Klassen-Gesellschaft.“
„Man sieht ganz klar die Tendenz, dass es besser wird“, konstatiert Gerhard Berger gegenüber ‚Sky‘ das Abschneiden von Ferrari nach der Qualifikation zum Formel-1-Grand-Prix von Monaco 2015. Zwar kam Kimi Räikkönen nicht sechsten Startplatz hinaus, jedoch scheint Sebastian Vettel in der Saison 2015 den Startplatz drei, also die gefühlte Pole-Position hinter Mercedes, für sich gepachtet zu haben. Nur beim Saisonauftakt in Melbourne wurde er im Qualifying von einem Nicht-Mercedes geschlagen. Dieses Kunststück gelang Williams-Fahrer Felipe Massa, dessen Bolide aber – abgesehen vom Qualifying in Monaco – aber als drittbester im Feld gelten kann.
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In China und Bahrain gelang es Vettel sogar, in der ersten Startreihe neben Lewis Hamilton zu stehen und die Übermacht von Mercedes im Training zumindest herauszufordern. Und das, obwohl den Silbernen in der Qualifikation mehr Leistung zur Verfügung steht. Im Rennen können die Roten aus Maranello sogar zeitweise schritthalten. Doch es kann noch dauern, um wieder ein „echtes“ Teamduell um die Spitze mitzuerleben.
„Wenn der Rückstand so groß ist, wie er im Winter noch war, wie er vergangenes Jahr war, dann geht das nicht über Nacht, aber: Ich glaube, die sind ganz klar im Kommen. Nur: Mercedes ist im Bereich des Motorenmanagements, als Motorenbauer, sowie des Auto (insgesamt; Anm. d. Red.) sehr gut“, so Berger, der im dritten Freien Training zur Hafenschikane ging, um sich das Fahrverhalten der Boliden anzuschauen.
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Sebastian Vettels SF15-T kommt 2015 immer besser in SchussBesonders beeindruckt war der 55-Jährige von Hamiltons Kurvendurchfahrten. „Wenn man an der Schikane schaut, geht das Ding so gut über die Randsteine, also das Gesamtpaket bei Mercedes stimmt. Die beiden Fahrer sind unglaublich stark“, stellt er die Vorzüge des Mercedes heraus und warnt Vettel. „Da hat der Sebastian schon eine harte Nuss zum knacken. Aber Ferrari verbessert sich, keine Frage“, so Berger, der in den 1980er- und 1990er-Jahren einst selbst für Ferrari ins Steuer griff.
„Wenn man an der Schikane schaut, geht das Ding so gut über die Randsteine.“
Gerhard Berger über Mercedes
Dass Ferrari deutlich konkurrenzfähiger als im Vorjahr ist, spiegelt sich auch in der Teamwertung wider. Nach fünf Rennen der Saison 2014 musste Ferrari mit 66 Punkten vorliebnehmen. Mercedes sammelte im selben Zeitraum trotz mangelnder Zuverlässigkeit 197 Zähler. Aktuell ist Ferrari mit 132 Zählern deutlich besser aufgestellt, Mercedes hat in der Konstrukteurswertung „nur“ 70 Zähler Vorsprung .
Jenson Button (McLaren) und Nico Hülkenberg (Force India)
Vor allem auf Antriebsseite konnte die Scuderia zulegen. Der Unterschied lässt sich nicht genau beziffern, doch auch Kundenteams wie Sauber zeigten sich zuletzt von der Fahrbarkeit des Ferrari-Antriebsstrangs angetan. Zudem wurde das Chassis zum Europa-Auftakt für den Grand Prix von Spanien umfangreich überarbeitet. Zwar sah vor allem Räikkönen das Debüt der Konstruktion mit gemischten Gefühlen, jedoch war das Team nach den darauffolgenden Testfahrten zufrieden mit dem Design.
Jacques Villeneuve teilt wieder einmal ordentlich gegen die Formel 1 aus. Im Gespräch mit ‚Motosport-Total.com‘ verrät der Kanadier unter anderem, warum die Königsklasse seiner Meinung nach aufhören sollte, nach neuen Fans zu suchen, warum es einen Reifenkrieg braucht und warum die Formel 1 zu ihren Wurzeln zurückkehren sollte. „Die Sache ist, dass die Formel 1 aufhören sollte zu versuchen, mehr Fans zu gewinnen. Sie sollte sich auf die Fans konzentrieren, die sie schon hat“, findet Villeneuve.
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„Es ist gefährlich, die Fans zu fragen, was sie wollen, da viel der modernen Formel 1 das ist, was die Fans wollten und offensichtlich funktioniert das nicht“, erklärt der Kanadier weiter und ergänzt: „Wir haben tonnenweise mehr Überholmanöver, als wir davor hatten, aber die Leute sind gelangweilt wie nie zuvor, und dann beschweren sie sich, dass es nicht mehr Überholmanöver gibt. Was uns fehlt, ist eine besondere Formel 1, das ist alles. Eine, an die nichts heranreicht.“
„Etwas Besonders wäre ein Auto, das niemand fahren kann“, findet Villeneuve und ergänzt: „Ein Auto, mit dem zehn Jungs auf diesem Planeten zurechtkommen und zehn andere, die darin (gerade so; Anm. d. Red.) überleben können, so wie es einmal war. Ein Auto, das irrsinnig schnell ist. Die Formel 1 sollte die Extreme von allem sein. So einfach ist das.“ Aktuell sind dem Weltmeister von 1997 vor allem die Reifen ein Dorn im Auge.
„Die Fahrer können nicht mal eine ganze Runde lang pushen“, ärgert sich Villeneuve und fügt hinzu: „Sie können nicht einmal in einer vollen Qualifikationsrunde pushen. Jetzt denken sie über das Nachtanken nach, aber wie sollte das helfen, wenn sie nicht einmal das können? Und man hört sie doch, gerade Lewis, der über Nico gelacht hat, weil dieser ihn in Bahrain nicht überholen konnte.“
Jenson Button (McLaren) und Nico Hülkenberg (Force India)
„Und in Barcelona schaffte er es nicht, auf eineinhalb Sekunden an Vettel heranzukommen, weil plötzlich die Reifen nicht mehr funktionierten, also liegt da ein Problem. Das Beste, was der Formel 1 passieren könnte, wäre ein Reifenkrieg“, urteilt der Kanadier daher und erklärt: „Dann hörte ich aber ein paar Kommentare von Franz Tost (Toro-Rosso-Teamchef), dass nur die guten Teams die guten Reifen bekommen würden. Nein.“
„Na gut, die guten Teams entwickeln ihre Reifen, was logisch ist, denn es sollten nicht die kleinen sein, die das entscheiden“, sagt Villeneuve und erklärt: „Dann gibt es viele Reifen, die zufällig ausgewählt werden. Man kann also kein Team gegenüber einem anderen vorziehen.“ Außerdem plädiert er für „normale Motoren und etwas mehr Freiheiten, sodass man V10-, V8-, V12-Motoren hat.“ Bereits in der Vergangenheit hat Villeneuve häufig gegen die Königsklasse ausgeteilt.