Hamilton macht Party, Rosberg schläft im Kinderzimmer

Hamilton macht Party, Rosberg schläft im Kinderzimmer

Beim Grand Prix von Monaco darf die Formel 1 zum einzigen Mal im Jahr während eines Rennwochenendes ausschlafen, denn der Freitag ist traditionell Ruhetag. Daher können die Fahrer am Donnerstagabend auf die Piste gehen, was Weltmeister Lewis Hamilton gestern ausnutzte. Für seine Trainingsbestzeit belohnte sich der Silberpfeil-Pilot mit einem Ausflug ins 55 Kilometer entfernte Cannes.

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Dort schritt Hamilton bei der glamourösen „Cinema Against AIDS“-Gala im Hotel du Cap-Eden-Roc über den roten Teppich und feierte mit Hollywoods-Stars und Supermodels. Die Gästeliste konnte sich sehen lassen. Neben Leonardo di Caprio und Eva Longoria hatten sich auch Irina Shayk (Ex von Fußball-Star Christiano Ronaldo) und Doutzen Kroes eingefunden.

Hamilton, der einen schwarzen Glitzer-Smoking trug, ließ sich mit Model Gigi Hadid ablichten, die mit ihrem üppig dekolletierten Kleid viele Blicke auf sich zog. Die Zeiten eines James Hunt, in der die Piloten bis in die frühen Morgenstunden an der Bar feierten, sind allerdings vorbei. Noch in der Nacht kehrte Hamilton in sein Appartement in Monaco zurück.

Ganz andere Sorgen hat Teamkollege Nico Rosberg, der statt Party lieber die Zweisamkeit mit seiner schwangeren Ehefrau Vivan genießt. Der Mercedes-Pilot muss am Rennwochenende innerhalb der eigenen Wohnung umziehen und schläft an diesem Tagen im Kinderzimmer, das bereits für die Geburt der Tochter hergerichtet ist.

Grund: Am Rennwochenende ist direkt unter dem Schlafzimmer eine Stranddisco eingerichtet, wo bis in die Morgenstunden gefeiert wird. „Schlafen ist bei den Beatdrums unmöglich“, wird Rosberg von ‚F1-Insider.com‘ zitiert. „Im Kinderzimmer dagegen hört man nichts.“

Sebastian Vettel: Volles Vertrauen in Ferrari-Aufschwung

Sebastian Vettel: Volles Vertrauen in Ferrari-Aufschwung

Die Zeit der großen Feiern ist beim Formel-1-Team von Ferrari schon etwas länger vorbei. Zuletzt läuteten 2007 in Maranello die Kirchenglocken für einen Ferrari-Weltmeister. Seitdem hatten nur Felipe Massa (2008) und Fernando Alonso (2010 und 2012) die Hand am WM-Pokal, konnten aber nicht zugreifen, ehe das Team 2014 die schlechteste Saison seit mehr als 20 Jahren erlebte.

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Doch mit Sebastian Vettel hat Ferrari für diese Saison einen „Aufbauhelfer“, der das Team wieder zu alter Stärke und zu früherem Glanz führen will. „Das erste Ziel sollte es sein, das Team wieder dahin zu bringen, wohin es gehört“, sagt Vettel im Interview mit ‚CNN International‘. Das gelang dem Deutschen mit seinem Sieg in Malaysia bereits einmal, doch Vettel weiß, dass das Rennen in Sepang nicht repräsentativ war.

„Für diese Saison sollten wir realistisch bleiben. Es gibt immer noch eine Kluft, die uns am Sieg hindert“, sagt er. „Aber ich denke, dass der Fokus mittel- und langfristig sein wird, wieder an die Spitze zu gelangen.“ Und das ist für Vettel nicht nur ein frommer Wunsch, sondern vielmehr eine Einschätzung, von der er vollkommen überzeugt ist.

„Ich würde sagen, dass wir zu 100 Prozent wieder an die Spitze kommen. Denn wenn ich das nach dem beurteile, was ich höre und was im Hintergrund passiert – die Atmosphäre, die Motivation, die Willensstärke, die Leidenschaft – all das stimmt mich zuversichtlich“, sagt er.

Auch Teamchef Maurizio Arrivabene, neben Vettel der zweite Architekt des Ferrari-Aufschwungs glaubt fest daran, dass es sein Team langfristig mit Mercedes aufnehmen kann. „Wir werden nicht aufgeben, denn ich mag es nicht, Rennen zu verlieren“, so der 58-Jährige. „Ich mag es zu gewinnen. Aber gleichzeitig sollte man seinen Feind kennen – ich sage bewusst Feind, denn man muss vorbereitet sein, um ihn zu schlagen.“

Das gehe aber nur, wenn das gesamte Team an einem Strang ziehe. Ein guter Pilot alleine sei noch keine Garantie für Erfolg. „Ich glaube nicht an eine One-Man-Show. Es ist alles Teamwork. Sebastian ist ein Angestellter der Firma, so wie ich oder Kimi. Er ist also Teil der großen Ferrari-Familie, die daran arbeitet sich zu verbessern“, so Arrivabene. „Sebastian trägt dazu bei. Aber ohne den Rest der Leute kann auch er nichts bewirken. Mein Motto lautet: Wir alle zusammen für ein Ziel. Wenn wir erfolgreich sind, dann alle zusammen; wenn wir scheitern, dann auch alle zusammen.“

Monaco-Wetter: Wann fliegen die Vögel tief?

Monaco-Wetter: Wann fliegen die Vögel tief?

Erwartet die Formel 1 am beim Rennen an Sonntag in Monaco ein ähnliches Szenario wie beim zweiten Freien Training am Donnerstag? Davon ist der offizielle Wetterbericht der Formel 1 ‚ubiMet‘ jedenfalls noch nicht restlos überzeugt: „Generell erwarten wir am Sonntag sonniges Wetter mit ein paar vorüberziehenden Wolken. Am Nachmittag werden sich aber wieder Schauer über den Bergen nördlich der Strecke entwickeln. Diese sollten dann leicht nach Süden ziehen, aber es ist noch nicht sicher, ob die Entwicklung stark genug dafür sein wird, um Richtung Küstenlinie zu ziehen.“

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An jener Küstenlinie befindet sich der Grand-Prix-Kurs, der am Sonntag eine Asphalttemperatur von ca. 35°C aufweisen soll. Zum Start um 14:00 mitteleuropäischer Sommerzeit soll es unterdessen noch sonnig, jedoch bewölkt sein. Die Frage ist also: Kommt überhaupt Regen? Der ist trotz zugezogenerem Himmel am Samstag im Qualifying noch unwahrscheinlicher als im Rennen. Auch die Lufttemperatur soll mit 20°C am Samstag ein Grad kälter als am Sonntag sein. Bei dem leichten Südwind mit einer Spitzengeschwindigkeit von 10 km/h während der Veranstaltung, sei ohnehin davon auszugehen, dass die Strecke nicht feucht werde.

Dass der Asphalt nicht aufwärmt, missfällt den Teams und Fahrern jedenfalls. Zwar sollte durch die Rahmenrennen mehr Gummi und damit mehr Haftung auf die Strecke kommen, doch bereits im Freien Training übten die Piloten über Funk Kritik an den Pirellis, da auch die beiden weichsten Reifenmischungen, die am Wochenende gefahren werden, kaum auf Betriebstemperatur kämen.