Lange musste Nico Rosberg auf seinen ersten Saisonsieg 2015 warten, doch der Triumph in Barcelona kam gerade noch rechtzeitig vor seinem ersten Heimrennen des Jahres, dem Grand Prix von Monaco. Im Fürstentum hat Rosberg, der hier lebt und aufgewachsen ist, bereits zwei Mal gewonnen, nun will er den Hattrick schaffen.
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Der 29-Jährige kennt in den Häuserschluchten jeden Zentimeter, sieht darin aber nur bedingt einen Vorteil. „Ich bin ja hier schon 1.000 Runden mit dem Roller gefahren“, holt er aus, „aber das bringt nichts. Wenn man im Formel-1-Auto sitzt, dann sitzt man auf dem Boden, man sieht nichts, man hat die Mauern vor sich, man kann also nicht um die Ecken gucken. Das ist eine ganz andere Welt.“
Zudem ist der Grand-Prix-Kurs durch die Leitplanken und andere Begrenzungen, die vor dem Rennen angebracht werden, nicht mehr mit dem alltäglichen Anblick zu vergleichen. Das Abfahren des Kurses „hilft vielleicht, um die Randsteine anzugucken, herauszufinden, wo bei ihnen der höchste Punkt ist, um mir die Linie zu überlegen“, sagt der Vizeweltmeister 2014, ergänzt aber: „Das kann jeder machen.“
Spanien-Sieg der Knackpunkt?
Dieses Jahr wird sich der Kurs etwas anders präsentieren, da im Hafen umgebaut wurde. Auf die Änderungen ausgangs des Swimmingpool-Bereichs angesprochen, zuckt Rosberg bloß mit den Schultern. Seine Streckenbesichtigung steht erst bevor: „Das ist wahrscheinlich schade, wenn da ein Randstein statt der Leitplanke ist. Aber egal…“
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In Barcelona war Nico Rosberg der schnellste Mann des WochenendesViel wichtiger wird es sein, seinem Teamkollegen Lewis Hamilton erneut Paroli zu bieten. Nach dem Sieg in Barcelona befindet er sich im Aufwind. Doch was hat den Unterschied gemacht? „Spanien war einfach ein gelungenes Wochenende“, antwortet der WM-Zweite. „Ich habe aus Fehlern, die ich in Bahrain gemacht habe, gelernt. Das habe ich dann im Qualifying umgesetzt, und das har dann gepasst, wie auch das Rennen. Da kam einfach alles zusammen, und so ist das eben manchmal im Sport. Hoffentlich geht es genau so weiter.“
Das hält Experte Marc Surer gegenüber ‚Sky.de‘ durchaus für möglich: „Ich denke schon, weil der Knoten mit Pole-Position und einem Start-Ziel-Sieg jetzt geplatzt ist. Das wird ihm Auftrieb geben und wir werden wieder den ‚alten‘ Rosberg erleben.“
Augenentzündung keine Behinderung
In Bahrain litt Rosberg unter seiner chronischen Entzündung des linken Auges – durch die trockene, staubige Luft schwoll das Auge an. Behindert fühlt er sich dadurch aber nicht: „Das ist kein Problem. Es sieht nur doof aus, stört mich aber nicht.“ Sollte es ihn tatsächlich irgendwann beeinträchtigen, würde er eine Operation erst im Winter anpeilen.
Video: Lewis Hamilton: Vorschau auf den Monaco-Grand-Prix
Davor gilt aber die volle Konzentration dem Klassiker in Monaco. „Ferrari ist nicht so weit weg gewesen in letzter Zeit“, will er Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen nicht komplett abschreiben. „Und es handelt sich hier um eine einzigartige Strecke, also ist es gut möglich, dass die hier ein ganz schnelles Auto haben.“
Warum Rosberg an Monaco-Dominanz glaubt
Die Favoritenrolle nimmt er aber gerne an: „Ich bin davon überzeugt, dass auch unser Auto hier gut liegen wird. Die Chancen stehen gut, dass wir hier dominant sein werden.“ Das führt er vor allem auf den Test in Barcelona zurück, bei dem sich der Mercedes F1 W06 vor allem im letzten, winkeligen Sektor als besonders schnell erwiesen hat. „Das ist auch ein Grund, warum ich optimistisch bin, dass wir hier dominieren können“, sagt er.
In diesem Jahr wird der Große Preis von Monaco zum 62. Mal ausgetragen. Die Veranstaltung stand schon in der ersten Formel-1-Saison 1950 im Kalender. Danach wurde Monte Carlo zunächst nicht mehr angesteuert, doch schon 1955 gab der Kurs sein Comeback. Seither wurde in jedem Jahr in Monaco gefahren.
Mercedes bringt zudem neue Teile nach Monaco, bei denen man alles dem Abtrieb unterordnet. „Wir haben alles draufgeworfen, was wir zum Thema Abtrieb in der Schublade hatten“, verrät Rosberg. „Auch wenn das auf der Geraden sehr viel Luftwiderstand erzeugt, ist Abtrieb hier alles.“
Alles deutet auf einen Zweikampf gegen Hamilton hin, den der Wiesbadener im Vorjahr für sich entschieden hatte. Dem war ein umstrittener Zwischenfall im Qualifying vorangegangen, bei dem Rosberg mit einem Fahrfehler in der Mirabeau-Kurve gelbe Flaggen auslöste, die dann Hamiltons Angriff auf seine Pole-Position-Zeit vereitelten.
Rosberg sieht Q3 gelassen entgegen
Hamilton und Mercedes haben bereits angekündigt, dass dieses Jahr der Brite in Q3 zuerst auf die Strecke gehen darf. Für Rosberg eine Überraschung: „Ich wusste nicht einmal, dass er hier entscheiden darf. Aber okay… Angesichts dessen, was im Vorjahr passiert ist, kann ich diese Entscheidung natürlich verstehen. Das ist logisch.“
Er hat aber kein Problem damit, da dies ohnehin nur bei Zwischenfällen ein Vorteil sei: „Eigentlich ist es langsamer. Wenn ich danach fahre und dazwischen ein paar andere, dann hat die Strecke mehr Grip, aber man hat natürlich dieses geringe Risiko, das irgendwas Ungeplantes passiert.“
Surer traut es Rosberg jedenfalls zu, dieses Jahr den Monaco-Hattrick zu schaffen, denn die Strecke liegt dem Mercedes-Piloten: „Ich glaube schon, dass er sich dort sehr wohl fühlt. Rosberg hat einen sehr präzisen Fahrstil, der perfekt zu Monaco passt, weil man dort keine Fehler machen darf.“
Eine Legende kehrt nach Monaco zurück: Beim sechsten Lauf der Formel-1-Saison 2015 kommt erstmals die Kombination McLaren-Honda wieder ins Fürstentum, die in der Vergangenheit zahlreiche Erfolge hier einfahren konnte. Von 1988 bis 1992 gewann die britisch-japanische Kombo den prestigeträchtigen Grand Prix fünfmal in Folge – viermal in Reihe siegte dabei Ayrton Senna, der im Jahr darauf auch mit Ford-Aggregat gewinnen konnte und so zu seiner Legende beitrug.
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Ähnliches dürfte Fernando Alonso und Jenson Button am Sonntag wohl nicht gelingen, dennoch weiß der Spanier um die Bedeutung dieses Rennens: „Es ist eine Herausforderung, denn wenn man in einem McLaren-Honda nach der Ayrton-Dominanz hierherkommt, dann hat man eine gewisse Zusatzverantwortung und auch eine Extramotivation“, erklärt er im Vorfeld des Wochenendes.
Sein Licht möchte er dabei aber ebenfalls nicht unter den Scheffel stellen, denn bislang ist seine McLaren-Bilanz im Fürstentum makellos: 2007 (in seinem bisher einzigen McLaren-Jahr) holte er sich die Pole-Position, die schnellste Rennrunde und den Rennsieg. „Von daher habe ich eine 100-prozentige Ausbeute“, lacht Alonso, weiß aber: „Am Sonntagnachmittag wird sich das vermutlich auf 50 Prozent verändern, was trotzdem eine hohe Zahl ist.“
Große Erwartungen hat er vor dem Wochenende nicht. Noch immer wartet das Team auf die ersten Punkte in dieser Saison. Kommen diese in Monaco endlich auf das Konto von McLaren? „Wer weiß?“, zuckt Alonso mit den Schultern. „Ich glaube ja, aber wenn nicht, ist es auch kein Problem.“ Denn eigentlich ist es ihm egal, wie das Ergebnis am Sonntag ausfallen wird: „Ob ich hier Achter, Elfter oder Fünfter werde, interessiert mich nicht so sehr.“
Den zweimaligen Weltmeister kümmert es nicht, wann er die ersten Punkte in dieser Saison einfahren wird, denn das sei sowieso nur eine Frage der Zeit. Er denkt schon viel weiter: „Unser Ziel war nicht, in Barcelona einen Punkt zu bekommen, sondern die Weltmeisterschaft zu gewinnen.“ Und dafür braucht es in erster Linie Verbesserungen, die er auch beobachtet haben will. Zwischenstufen wie erste Punkte erscheinen da eher nebensächlich.
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Die Senna-Dominanz wird sich für McLaren-Honda wohl nicht erfüllenTrotz der losen Zielvorgabe für den Großen Preis von Monaco will der Asturier natürlich das Bestmögliche aus seinem Paket herausholen: „Wir werden versuchen, ein gutes Ergebnis abzuliefern“, verspricht er und sieht sein Team im engen Leitplankenkanal gut gerüstet, denn die Leistungsdefizite seines Honda-Motor machen sich auf der langsamsten Strecke des gesamten Jahres nicht so stark bemerkbar.
Allerdings sei das noch kein Garant für ein gutes Ergebnis, betont er weiter: „Auf manchen Strecken, auf denen wir hohe Erwartungen haben, könnten wir ein hartes Wochenende erleben, während wir auf Strecken, bei denen wir vorher pessimistisch sind, unsere besten Resultate des Jahres einfahren können“, gibt er sich weiter kryptisch und wagt eine Prognose: „Wir könnten so konkurrenzfähig sein, dass es gerade für Punkte reicht – oder auch nicht.“
„Podium, mein Freund, Podium…“, witzelt Force-India-Pilot Nico Hülkenberg am Mittwoch im Fürstentum Monaco. Auf die Frage, welches Ergebnis er sich für das kommende Rennwochenende ausrechnet, weicht der Emmericher aus und scherzt mit den Journalisten.
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Warum? Weil es für den Deutschen derzeit sonst nicht viel Grund zum Lachen gibt. Der Force India VJM08 kommt nicht in die Gänge, das Team kämpft im hinteren Drittel des Feldes um den Anschluss und nur vereinzelt um Punkte. Mehr als elf Zähler waren für die Mannschaft von Vijay Mallya in diesem Jahr noch nicht drin.
„Es sieht ein bisschen besser aus, auch die weichen Reifen kommen uns zugute. Aber wenn dein Grundtempo einfach nicht gut genug ist, dann ist es das nirgendwo. Daran müssen wir einfach arbeiten. Das Team produziert laufend Updates, aber wir wissen alle, dass es eine gewisse Zeit benötigt bis die aufs Auto kommen“, so Hülkenberg.
Ob in Monaco weitere Zähler zu seinen bisher sechs hinzukommen? „Es wird eine Herausforderung werden, aber Monaco ist immer eine Herausforderung. Als Fahrer kannst du den Unterschied ausmachen, vielleicht sind auch die Bedingungen besonders.“ Diese besonderen Umstände findet man auch abseits der Rennstrecke, wo das ganze Wochenende über Events stattfinden.
„Hier ist es sehr einfach sich ablenken zu lassen mit all den Events. Du musst einen kühlen Kopf bewahren“, weiß der 27-Jährige. „Natürlich musst du deine PR-Verpflichtungen für das Team und die Sponsoren erfüllen, aber du musst dich auch ausruhen und fokussiert sein, um dein Bestes im Auto abliefern zu können. Auch die Erfahrung hilft dir.“ Die kann Hülkenberg mit seinen sechs Formel-1-Jahren bereits vorweisen.
In Barcelona überraschten Carlos Sainz und Max Verstappen im Qualifying mit den Rängen fünf und sechs. Im Rennen konnten die Toro-Rosso-Rookies ihre starke Pace allerdings nicht bestätigen, mehr als die Ränge neun und elf waren am Sonntag nicht drin. Trotzdem macht der vergangene Grand Prix Mut für den Großen Preis von Monaco, denn im Fürstentum ist das Qualifying wichtiger als auf jeder anderen Strecke im Formel-1-Kalender. Können die beiden Red-Bull-Junioren ihr starkes Qualifying in Monte Carlo also wiederholen?
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„Es wird schwierig, aber wir werden es versuchen. Die Plätze fünf und sechs waren eine sehr gute Performance“, erklärt Verstappen und antwortet auf die Frage, ob man die Positionen dann auch verteidigen wird, mit einem einem Lachen: „Es wird etwas einfacher werden als in Barcelona.“ Denn auch der 17-Jährige weiß, dass Überholen in Monaco fast unmöglich ist. Holen er und Sainz also erneut ähnlich gute Startplätze wie in Spanien, winkt den beiden ein echtes Top-Ergebnis.
„Es war natürlich ein positives Wochenende. Ganz besonders an das Qualifying werde ich mich mein ganzes Leben erinnern“, blickt Sainz zurück und erklärt: „Bei seinem ersten Grand Prix (in der Heimat; Anm. d. Red.) auf Platz fünf zu stehen war sehr beeindruckend. Platz fünf war die Position, auf der sich Fernando (Alonso) normalerweise mit Ferrari qualifiziert hat. Und in Barcelona erreichte ich diesen Platz.“
Sainz will nicht zurückstecken
Während Sainz am Samstag auf den Spuren seines Idols wandelte, lief es am Sonntag allerdings nicht ganz so gut. „Es war ein sehr spezieller Tag für mich. Das Rennen war zu Beginn etwas enttäuschend, weil wir weit zurückfielen. Aber nach Runde drei oder vier begann ich, das Gesamtbild zu sehen. Ich erkannte, was passieren würde. Da sagte ich mir: ‚Okay, konzentrieren wir uns auf das Ende des Rennens.'“
Foto: Großer Preis von Monaco
Am Ende setzte er sich gegen Daniil Kwjat im Kampf um Platz neun durch. „Ich glaube, dass die Leute solche Sachen sehen wollen: Zwei Jungs geben Vollgas und lassen es drauf ankommen“, glaubt Sainz und erklärt: „Es war knifflig, denn ich wollte natürlich keinen Red Bull abräumen. Das ist das Letzte, was ich will! (lacht) Aber es war mein Heim-Grand-Prix und es ging um Platz neun und zwei Punkte für Toro Rosso. Die wollte ich holen.“
„Ich glaube, dass die Leute solche Sachen sehen wollen.“
Sainz über sein Duell mit Daniil Kwjat
Allerdings wurden beide nach dem Rennen zur Rennleitung zitiert, um sich für die Fast-Kollision zu rechtfertigen. „Es war mir klar, dass sie uns anhören würden. Offensichtlich untersuchen sie alle Aktionen gerne, um sich einfach anzusehen, was passiert ist. Wir haben die Situation gemeinsam mit ihnen analysiert, es war alles ganz locker“, berichtet der Spanier, der, ebenso wie Kwjat, keine Strafe erhielt.
Verstappen setzt auf Qualifying und Tipps von Papa
Verstappen verpasste die Punkte als Elfer ganz knapp, erklärt allerdings: „Im vergangenen Rennen in Barcelona waren wir im letzten Sektor gut. Hoffentlich können wir hier so weitermachen.“ In Monaco soll dann auch die Strategie besser sein. „Bei der Strategie machten wir einen kleinen Fehler, denn ich fuhr zweimal auf hart, aber das war ich nicht der richtige Reifen“, sagt der Rookie.
„In Barcelona haben wir unsere Lektion gelernt. Wir waren vielleicht ein bisschen zu konservativ. Hoffentlich können wir das hier und in den kommenden Rennen besser machen“, so Verstappen. „Nach meinem Start war ich wirklich glücklich und dachte mir: ‚Das ist eine gute Position.‘ Aber nach der ersten Runde merkte ich gleich, dass es nicht so lief, wie wir uns das vorgestellt hatten. So ist es dann auch gekommen, was schade war.“
Video: Monaco-Vorschau mit den Toro-Rosso-Jungs
„Nach dem letzten Boxenstopp stecke ich hinter Maldonado und Hülkenberg im Verkehr. Sie hatten einen tollen Topspeed, also konnte ich sie nicht überholen.“ Für Verstappen steht nach dem Rennen in Barcelona fest: „Ich kann daraus lernen und wir wollen es verbessern.“ Vor dem Rennen in Monaco gab es dazu auch einen Tipp von Vater Jos: „Er hat mir verraten, dass es auf der Strecke am Anfang nicht viel Grip gibt. Da kannst nicht sofort pushen, du musst es langsam angehen.“
„Im vergangenen Jahr war das Auto nicht so gut, aber sie haben trotzdem einen guten Job gemacht.“
Verstappen über das Qualifying
Im Mittelpunkt steht aber eindeutig das Qualifying. „Im vergangenen Jahr war das Auto nicht so gut wie jetzt, aber sie (Toro Rosso) haben trotzdem einen guten Job gemacht. Hoffentlich können wir das wiederholen“, so der optimistische Niederländer. Jean-Eric Vergne und Daniil Kwjat überzeugten 2014 mit den Startplätzen sieben und neun. Ein Ergebnis in dieser Größenordnung erhoffen sich wohl auch die beiden Rookies in diesem Jahr.
Die Hängepartie der vergangenen Wochen ist beendet: Lewis Hamilton hat seinen Vertrag mit Mercedes um drei weitere Jahre verlängert und sich bis 2018 an die Silberpfeile gebunden. Insiderinformationen zufolge soll der zweimalige Weltmeister dabei fast 30 Millionen Euro pro Jahr verdienen. Damit kann sich die Formel 1 weiterhin auf ein teaminternes Duell mit Nico Rosberg freuen, der erst im vergangenen Jahr seinen Vertrag um mehrere Jahre verlängert hatte.
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„Ich habe Lewis gratuliert“, sagt Rosberg auf seine erste Reaktion angesprochen. „Es war sicherlich ein aufregender Moment, als er den Vertrag unterschrieben hat. Es ist großartig. Wir haben einen großartigen Kampf, und darum geht es im Rennsport doch“, macht der Wiesbadener nicht den Eindruck, als sei er über die Verlängerung unglücklich, obwohl den beiden ein schwieriges Verhältnis nachgesagt wird. Doch Rosberg winkt ab: „Ich genieße die Herausforderung, gegen Lewis zu fahren. Er ist ein toller Fahrer, und es ist eine Herausforderung, ihn zu besiegen.“
Beim Blick auf die vermeintlichen Gehaltszahlungen wird klar, dass Hamilton zu den absoluten Spitzenverdienern in der Formel 1 gehört, doch Neid kommt bei seinem Teamkollegen deswegen nicht auf: „Ich bin sehr zufrieden mit meinem Vertrag“, sagt er und versichert, die Zahlen bei Hamilton nicht zu kennen. „Weil ich die Berichte nicht gelesen habe und bezweifle, dass sie auch nur in die Nähe der wirklichen Werte kommen“, grinst er. „Ich kenne das aus eigener Erfahrung, weil ich weiß, was ich verdiene und was ihr schreibt. Das liegt meist weit auseinander.“
Und überhaupt komme es dem Deutschen überhaupt nicht darauf an, ob sein Teamkollege nun ein paar Scheine mehr im Monat zugesteckt bekommt oder nicht. Was wichtig ist, sei die Gleichberechtigung auf der Strecke – und die sei definitiv gegeben: „Wenn Lewis benachteiligt werden würde, würde er das nicht akzeptieren – und ich auch nicht“, betont Rosberg. „Aber diese Frage stellt sich auch nicht.“
„Kein besserer Platz als Mercedes“
Dafür hat sich in den vergangenen Wochen eine andere Frage gestellt: Warum haben sich die Vertragsverhandlungen so lange hingezogen? Lange Zeit hieß es, es seien nur noch Details zu klären, doch zu einer Einigung kam es bis zum heutigen Tag nicht. Es wurde auch darüber spekuliert, ob Hamilton Mercedes verlassen würde, um zu Ferrari zu wechseln. Doch Rosberg war sich sicher, dass sein Kollege nie vorhatte, dem Team den Rücken zu kehren.
Was lange währt, wird endlich gut: Nach zähem Ringen hat Lewis Hamilton seinen auslaufenden Vertrag bei Mercedes um drei Jahre verlängert! Der zweimalige Weltmeister soll durch seinen bis 2018 laufenden Kontrakt geschätzte 30 Millionen Euro pro Saison verdienen. Erstmals verhandelte der Brite seinen Vertrag dabei selbst – ohne Hilfe von Papa Anthony oder Ex-Manager Simon Fuller, was die Verhandlungen etwas in die Länge gezogen hat. Bei Vertragsende wäre Hamilton 33 Jahre alt und sechs Jahre bei den Silberpfeilen. Wir blicken auf seine einzigartige Karriere.
„Nein, weil es keinen besseren Platz als Mercedes gibt. Von daher habe ich nicht erwartet, dass er irgendwo anders hingeht“, sagt Rosberg, dass er schon längst darauf eingestellt war, langfristig an der Seite des Briten zu fahren. Die Gründe dafür liegen für ihn auf der Hand: „Es ist das beste Team in der Formel 1 und wird es vermutlich noch viele weitere Jahre sein“, sagt er glasklar. „Wir machen einen fantastischen Job. Alles kommt zusammen, und das wird noch viele Jahre so bleiben.“
Rosberg: „Es werden weitere Tiefs kommen“
Mercedes hat sein Team nun für die nächsten Jahre beisammen, doch es bleibt abzuwarten, wie sich die Atmosphäre im Laufe der Zeit entwickeln wird, denn schon in der vergangenen Saison war es teamintern nicht immer so rosig, wie sich die Teamleitung das vorstellt. Aus den einstigen Freunden wurden zeitweise erbitterte Gegner, auch wenn Rosberg betont, dass sich an ihrer Beziehung „nicht viel verändert“ habe.
„Es ist ein komplizierter Kampf, bei dem wir einerseits ans Team und gleichzeitig daran denken müssen, uns gegenseitig zu schlagen. Beide wollen gewinnen, und es gibt immer Höhen und Tiefen. Es wird auch sicherlich ein weiteres Tief kommen, aber im Moment ist es okay“, sagt der Vizeweltmeister und beschreibt den aktuellen Zustand der Partnerschaft als neutral. „Wir arbeiten okay miteinander und pushen uns gegenseitig“, so Rosberg. „Ich denke nicht, dass man unterschätzen darf, wie wir uns gegenseitig immer höher und höher treiben. Das ist großartig für das Team, und von daher ist es gut zu wissen, dass die Zukunft so aussieht.“
München / Zarasai. Kleines Auto, große Party: Seit mehr als fünf Jahrzehnten teilen Fans aus aller Welt ihre Begeisterung für den classic Mini. Und einmal im Jahr feiern sie das Kleinwagen-Original aus Großbritannien mit einem ganz besonderen Event: dem International Mini Meeting (IMM). Vom 21. bis zum 25. Mai 2015 treffen sich Fahrer und Fans des classic Mini erstmals in Litauen. Die malerische Seenlandschaft rund um Zarasai im Nordosten des baltischen Staates bildet die Kulisse für das IMM 2015, zu dem Teilnehmer aus ganz Europa erwartet werden.
Gastgeber für die aus allen Himmelsrichtungen anreisenden Besucher ist der MiniPeople Club Lithuania, der im Jahr 2008 gegründet wurde und mittlerweile mehr als 250 Mitglieder zählt. Das Organisationsteam des Clubs hatte sich 2013 erfolgreich um die Ausrichtung des diesjährigen IMM beworben und seitdem jede Menge Engagement und Kreativität in die Vorbereitung des Events investiert.
Als Veranstaltungsgelände dient eine per Straßenverbindung erreichbare Insel, große Camping-Plätze in unmittelbarer Nähe bieten den Besuchern Möglichkeiten zum Übernachten. Live-Musik, Sport- und Spaßwettkämpfe, eine Orientierungs-Rallye sowie Fahrzeug- und Club-Präsentationen bilden den Rahmen für das Gemeinschaftserlebnis, das den typischen Charakter des IMM ausmacht. Außerdem gehören ein Teile- und Zubehörmarkt, Slalom-Rennen sowie die Kür der schönsten, außergewöhnlichsten und schnellsten Exemplare des classic Mini ebenso zum Programm wie eine Konvoi-Fahrt auf den Straßen rund um das Festival-Gelände. Ehrengast des IMM 2015 ist der finnische „Rallye-Professor“ Rauno Aaltonen, der 1967 mit dem classic Mini die Rallye Monte Carlo gewann.
Das International Mini Meeting gehört bereits seit 1978 zu den Highlights im Kalender der Mini Club Szene. Mittlerweile ist das Treffen gleich in mehrfacher Hinsicht zu einem generationsübergreifenden Event geworden. Nicht wenige Besucher nutzen die Teilnahme am IMM als Familienausflug. Folglich haben auch die litauischen Gastgeber ein buntes Kinderprogramm auf die Beine gestellt. Außerdem werden in den Pulk der liebevoll gepflegten classic Mini längst auch moderne MINI aufgenommen. Vom ersten nach dem Relaunch der Marke auf die Straße gebrachten MINI bis zur jüngsten Generation des Modells hat auch er bereits eine vielfältige Fahrspaß-Geschichte aufzuweisen.
Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch, den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und dem Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen“ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen, bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH (DAT), Hellmuth-Hirth-Str. 1, 73760 Ostfildern-Scharnhausen und unter http://www.dat.de/angebote/verlagsprodukte/leitfaden-kraftstoffverbrauch.html erhältlich ist. LeitfadenCO2 (PDF ‒ 2,7 MB)
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