VW und der Skandal

Heute nun erklärt der VW Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn seinen Rücktritt. Die entsprechende Pressemeldung ist vollständig hier bei aumotis.com veröffentlicht worden.

Herr Winterkorn ist sich keiner Schuld bewusst, er übernimmt jedoch die Verantwortung für das Fehlverhalten der US Tochter.

Bei dem ganzen Vorfall stellen sich nun mehrere Fragen:

 

  1. Wie kann den VV der VW AG keinerlei Schuldbewusstsein haben? Entweder hat Professor Winterkorn das eigene Haus nicht im Griff gehabt, oder er war aktiv in das Vorgehen eingebunden. Beides ist für den bestbezahlten Manager eines DAX Unternehmens nicht tragbar.
  2. Wieso kocht die ganze Geschichte während der IAA hoch? Die Fakten lagen bereits seit Mai 2014 auf dem Tisch. Seit diesem Moment lag eine offizielle Anfrage der EPA bei der Bundesregierung vor. Auch VW war bereits seit dem Jahr 2014 über die Vorgänge informiert.
  3. Warum wurde trotz der Nachfrage 2014 keinerlei Konsequenz gezogen und die neuen Fahrzeuge nicht entsprechend modifiziert?
  4. Diese auch strafrechtlich relevante Geschichte tauchte erst auf, nachdem der ehemalige VV und anschließende Aufsichtsratsvorsitzende Ferdinand Piech von allen Posten zurückgetreten und für die eigene Amtszeit entlastet wurde. Ein Zufall?
  5. Bei teilweise 40 facher Überschreitung der gemessenen Testwerte in der Realität stellt sich die Frage, ob die betroffenen Fahrzeuge überhaupt zulassungsfähig sind.

 

Insgesamt hat die ganze Geschichte einen mehr als faden Beigeschmack. Ob Herr Winterkorn nun persönlich beteiligt oder informiert oder unwissend war, der Rücktritt ist folgerichtig. Es müssen jedoch noch einige weitere Konsequenzen beim Führungspersonal folgen. Ob der VW Konzern (Aufsichtsrat) den Mut aufbringt eine externe Lösung ohne interner Seilschaften zu installieren bleibt fraglich.  Es wäre ein Schritt in die richtige Richtung. Nur eine schonungslose Aufarbeitung ohne Rücksicht auf beteiligte Personen und deren Ansehen oder Zukunft kann hier einen positiven Effekt haben.

Nico Gerum

 

Wissmann: Vernetzung macht das Autofahren noch sicherer

Im Rahmen des CarIT- Kongress auf der IAA sagte soeben der VDA Präsident Matthias Wissmann:

 

„Bei etwa 90 Prozent der Verkehrsunfälle spielt menschliches Fehlverhalten eine Rolle. Die Unterstützung des Fahrers durch Assistenzsysteme in über- oder unterfordernden Situationen wird deshalb signifikante Verbesserungen mit sich bringen. Hier kann  die Technologie dem Menschen mit dem vernetzten und automatisierten Fahren behilflich sein“, betonte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), heute auf dem carIT-Kongress in Frankfurt. Unter dem Motto „Future Mobility: vernetzt & autonom“ trafen sich im Rahmen der IAA Pkw 2015 über 500 Entscheider aus der Automobil- und IT-Industrie sowie Vertreter von Wissenschaft und Politik. Themenfelder wie Car-to-Car-Kommunikation, E-Mobility und IT, Infotainment, Apps und Bedienung, Intelligente Navigation und Verkehrsmanagement standen im Mittelpunkt der Referate und Keynotes. Veranstalter des Kongresses sind das Fachmagazin carIT, der VDA und Bitkom.

 

„Die deutsche Automobilindustrie wird das automatisierte Fahren in evolutionären Schritten vom assistierten über das teil- und hochautomatisierte zum vollautomatisierten Fahren einführen. Schon heute gibt es viele Assistenzfunktionen, die zum Beispiel die Geschwindigkeit oder den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug regeln oder den Fahrer bei Notbremsungen oder beim Rangieren und Manövrieren unterstützen. In einigen Jahren werden erste Fahrzeuge mit entsprechender Sensorik, Aktuatorik und Fähigkeit zur Informationsverarbeitung ausgestattet sein, die Funktionen der Hoch- und Vollautomatisierung ermöglichen. Diese automatisierten Fahrfunktionen sind zunächst für Autobahn- und Staufahrten und das Parken zu erwarten. In fernerer Zukunft werden zunehmend auch Fahrten über Land und in der Stadt unterstützt werden“, erklärte Wissmann.

 

„Das automatisierte Fahren wird einen bedeutenden Beitrag zur Verkehrssicherheit und zur Effizienz im Straßenverkehr leisten. Der Zugewinn an Sicherheit und die Reduzierung von Staus spielen hierbei für die Bevölkerung die wichtigste Rolle. Eine vom VDA in Auftrag gegebene und im August 2015 durchgeführte Studie mit 1.028 Teilnehmern zwischen 16 und 64 Jahren verzeichnet, dass jeweils 37 Prozent der Befragten die Vorteile des automatisierten Fahrens vor allem bei mehr Sicherheit und weniger Unfällen sowie weniger Staus und einem besseren Verkehrsfluss sehen“, sagte Wissmann. Der Weg zur Hoch- und Vollautomatisierung sei jedoch nicht nur ein technologischer, sondern bedürfe ebenfalls der nationalen und internationalen Anpassung und Harmonisierung rechtlicher Rahmenbedingungen, so der VDA-Präsident.

 

„Das vernetzte Auto wird ein integraler Bestandteil einer multimodalen Verkehrslösung sein. Innovative Apps und Dienste werden neue Nutzungskonzepte für die Zeit im Lebensraum Automobil ermöglichen, diese abwechslungsreicher gestalten und das Autofahren einfacher, sicherer und effizienter machen“, erläuterte Wissmann.

 

Prof. Rupert Stadler, Vorsitzender des Vorstands der Audi AG, beschrieb in seinem Vortrag, wieviel Digitaltechnik heute bereits in einem Audi steckt, an welchen Zukunftslösungen die Marke arbeitet und wie dabei der Schulterschluss mit Partnern aus anderen Industrien, Politik und Städtebau gelingt. „Ohne CarIT gäbe es keine Innovation beim Licht, beim Antrieb, bei den Assistenzsystemen, eigentlich kaum mehr an einer Stelle im Auto. Unsere Kunden erwarten nicht mehr reine Hardware. Sie erwarten neue Dienstleistungen und leistungsstarke CarIT an Bord“, so Stadler.

 

Sigmar Gabriel, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, ging in seiner Keynote auf die industriepolitische Perspektive des vernetzten und automatisierten Fahrens ein: „Das Fahren automatisierter und vernetzter Autos wird uns das Leben erleichtern. Dem Automobilland Deutschland eröffnet es beachtliche Wachstumspotentiale, denen im Zuge des immer schärferen internationalen Wettbewerbs eine Schlüsselrolle zukommt. Damit diese Potentiale hierzulande genutzt werden, müssen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gewerkschaften an einem Strang ziehen. Gemeinsames Ziel muss sein, Deutschland zum Leitmarkt und vor allem zum Leitanbieter der neuen Technologien zu machen. Die Industriepolitik muss deutlich artikulieren, was jetzt aktiv anzugehen ist, damit Deutschland seine Systemführerschaft im Automobilbau behält und ausbaut. Dies betrifft vielfältige Fragen von der Forschungspolitik über die Datensicherheit und den Datenschutz bis hin zur Akzeptanz der neuen Techniken im Straßenverkehr.“

 

Der ganztägige carIT-Kongress bot weitere hochkarätige Referenten, zu denen Dr. Christoph Grote, Bereichsleiter Forschung, neue Technologien, Innovationen, BMW Group, Martina Koederitz, Mitglied des Präsidiums BITKOM, Axel Schmidt, Managing Director Automotive Lead (EALA) Accenture, Prof. Dr. Stefan Bratzel, Direktor Center of Automotive Management, Christoph Hartung, Head of Connected Car, Mercedes-Benz Cars, und Dr. Wieland Holfelder, Leiter Google Entwicklungszentrum Google Germany GmbH, zählten. Die sehr gut besuchte Veranstaltung wurde durch eine intensive Abschlussdiskussion abgerundet

Erklärung Prof. Dr. Martin Winterkorn:

Wolfsburg, 23.09.2015

„Ich bin bestürzt über das, was in den vergangenen Tagen geschehen ist. Vor allem bin ich fassungslos, dass Verfehlungen dieser Tragweite im Volkswagen Konzern möglich waren.

Als Vorstandsvorsitzender übernehme ich die Verantwortung für die bekannt gewordenen Unregelmäßigkeiten bei Dieselmotoren und habe daher den Aufsichtsrat gebeten, mit mir eine Vereinbarung zur Beendigung meiner Funktion als Vorstandsvorsitzender des Volkswagen Konzerns zu treffen. Ich tue dies im Interesse des Unternehmens, obwohl ich mir keines Fehlverhaltens bewusst bin.

Volkswagen braucht einen Neuanfang – auch personell. Mit meinem Rücktritt mache ich den Weg dafür frei.

Mein Antrieb war es immer, dem Unternehmen, vor allem unseren Kunden und Mitarbeitern zu dienen. Volkswagen war, ist und bleibt mein Leben.

Der eingeschlagene Weg der Aufklärung und Transparenz muss weitergehen. Nur so kann wieder Vertrauen entstehen. Ich bin überzeugt, dass der Volkswagen Konzern und seine Mannschaft diese schwere Krise bewältigen werden.“

Erklärung des Präsidiums des Aufsichtsrates der Volkswagen AG:

Das Präsidium des Aufsichtsrates der Volkswagen AG hat in seiner Sitzung am Mittwoch, 23.09.2015, die Vorgänge in Zusammenhang mit der Manipulation von Abgaswerten bei Dieselmotoren des VW Konzerns eingehend beraten und ist zu folgenden Feststellungen gelangt:

1. Das Präsidium nimmt die Vorgänge mit großer Betroffenheit zur Kenntnis. Seine Mitglieder sind sich nicht nur des eingetretenen wirtschaftlichen Schadens bewusst, sondern vor allen Dingen auch des Verlustes an Vertrauen bei vielen Kunden weltweit.

2. Die Mitglieder des Präsidiums sind sich darin einig, dass mit aller Entschlossenheit die Vorgänge aufgeklärt werden und dafür Sorge getragen wird, dass Verfehlungen geahndet werden. Zugleich sind die Mitglieder des Präsidiums entschlossen, dafür Sorge zu tragen, dass ein glaubwürdiger Neuanfang mit aller Entschiedenheit angepackt wird.

3. Mit großem Respekt haben die Mitglieder des Präsidiums das Angebot des Vorstandsvorsitzenden, Professor Dr. Martin Winterkorn, zur Kenntnis genommen, von seinem Amt zurückzutreten und um eine Aufhebung des Vertrages zu bitten. Die Mitglieder des Präsidiums stellen fest, dass Herr Professor Dr. Winterkorn keine Kenntnis hatte von der Manipulation von Abgaswerten. Seine Bereitschaft, die Verantwortung zu übernehmen und damit ein deutliches Signal in das Unternehmen hinein und nach außen zu senden, wird von dem Präsidium mit größter Hochachtung zur Kenntnis genommen.

Herr Professor Dr. Winterkorn hat sich um Volkswagen unschätzbare Verdienste erworben. Mit seinem Namen ist der Aufstieg des Unternehmens zu einem Weltkonzern verbunden. Die Mitglieder des Präsidiums danken Herrn Professor Dr. Winterkorn für seine überragende Leistung in den vergangenen Jahrzehnten und für die Bereitschaft in der derzeit kritischen Situation Verantwortung zu übernehmen. Diese Einstellung ist beispielhaft.

4. Vorschläge zu personellen Neubesetzungen werden bis zur Sitzung des Aufsichtsrates am kommenden Freitag vorliegen.

5. Die Mitglieder des Präsidiums erwarten in den nächsten Tagen weitere personelle Konsequenzen. Die konzerninternen Untersuchungen laufen derzeit auf Hochtouren. Alle Beteiligten an diesen Vorgängen, die einen unermesslichen Schaden für Volkswagen angerichtet haben, werden mit aller Konsequenz belangt.

6. Die Mitglieder des Präsidiums haben beschlossen, durch das Unternehmen Strafanzeige bei der zuständigen Staatsanwaltschaft Braunschweig zu erheben. Es steht nach Ansicht des Präsidiums fest, dass es zu Unregelmäßigkeiten gekommen ist, die auch strafrechtlich relevant sein können. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft werden seitens des Volkswagen Konzerns in aller Form unterstützt.

7. Die Mitglieder des Präsidiums schlagen dem Aufsichtsrat der Volkswagen AG vor, einen Sonderausschuss zu bilden, unter dessen Leitung die weitere Aufklärung erfolgen wird sowie die notwendigen Konsequenzen vorbereitet werden. Der Sonderausschuss wird sich hierzu externer Beratung bedienen. Nähere Einzelheiten hierzu sollen in der Aufsichtsratssitzung am Freitag entschieden werden.

8. Den Mitgliedern des Präsidiums ist bewusst, dass es sich bei der Bewältigung der entstandenen Vertrauenskrise um eine längerfristige Aufgabe handelt, die hohe Konsequenz und einen langen Atem erfordert.

9. Die Mitglieder des Präsidiums werden sich gemeinsam mit der Belegschaft und dem Vorstand dieser Aufgabe engagiert stellen. Volkswagen ist ein großartiges Unternehmen, das auf der Leistung von hunderttausenden Menschen beruht. Wir betrachten es als unsere Aufgabe, dass dieses Unternehmen in jeder Hinsicht wieder das Vertrauen seiner Kunden zurückgewinnt.

AdHocKennzeichnung Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung nach §15 WpHG: Erklärung Prof. Dr. Winterkorn

Hinzufügen zur Sammelmappe

Ad-hoc

23.09.2015

„Ich bin bestürzt über das, was in den vergangenen Tagen geschehen ist. Vor allem bin ich fassungslos, dass Verfehlungen dieser Tragweite im Volkswagen Konzern möglich waren.

Als Vorstandsvorsitzender übernehme ich die Verantwortung für die bekannt gewordenen Unregelmäßigkeiten bei Dieselmotoren und habe daher den Aufsichtsrat gebeten, mit mir eine Vereinbarung zur Beendigung meiner Funktion als Vorstandsvorsitzender des Volkswagen Konzerns zu treffen. Ich tue dies im Interesse des Unternehmens, obwohl ich mir keines Fehlverhaltes bewusst bin.

Volkswagen braucht einen Neuanfang – auch personell. Mit meinem Rücktritt mache ich den Weg dafür frei.

Mein Antrieb war es immer, dem Unternehmen, vor allem unseren Kunden und Mitarbeitern zu dienen. Volkswagen war, ist und bleibt mein Leben.

Der eingeschlagene Weg der Aufklärung und Transparenz muss weitergehen. Nur so kann wieder Vertrauen entstehen. Ich bin überzeugt, dass der Volkswagen Konzern und seine Mannschaft diese schwere Krise bewältigen werden.“

Vier Ringe leuchten auf größtem Licht-Kongress der Welt

Hinzufügen zur Sammelmappe

Ingolstadt, 23.09.2015

• Nobelpreisträger und Audi-Gastredner auf dem Podium der ISAL 2015
• IAA-Studie mit zukunftsweisender OLED-Lichttechnologie

Auf dem elften International Symposium on Automotive Lighting (ISAL 2015) präsentiert Audi Einblicke in die Lichttechnologie der Zukunft. Der Kongress startet am 28. September 2015 in Darmstadt. Im Anschluss an die Keynote des Nobelpreisträgers für Physik 2014, Shuji Nakamura, werden Audi-Gastredner auf dieser größten und wichtigsten Konferenz der automobilen Lichttechnik neueste Trends und Entwicklungen vorstellen. So auch die jüngste IAA Studie mit der neuen Matrix OLED-Technologie, dem nächsten Schritt in der automobilen Lichttechnologie.

„Dieses Symposium ist für Audi ein wichtiges Forum, um Licht-Technologie ins Spotlight zu stellen. Von den Ergebnissen der Fachgespräche profitieren unsere Kunden“, erklärt Dr. Wolfgang Huhn, Leiter Entwicklung Licht bei Audi. Die Premiummarke ist in der Lichttechnologie führend und hat unter anderem den LED-Scheinwerfer am Markt etabliert. „Technische Fortschritte und größere Stückzahlen erlauben uns, den Kunden hervorragende Lichttechnik in einem attraktiven Kosten-Nutzen-Verhältnis zur Verfügung zu stellen“, so Huhn. „Bei Audi arbeiten die Lichtentwickler eng mit den Designern zusammen. Im Team erzeugen sie im Auto eine perfekte Harmonie sowie ein stimmiges Erscheinungsbild von Licht-Technologie und optischer Ausstrahlung. Auch von diesem in sich stimmigen Erscheinungsbild profitiert der Fahrer.“

Direkt nach der Keynote des Nobelpreisträgers Shuji Nakamura eröffnet Stephan Berlitz, Leiter Entwicklung Innovationen Licht bei Audi, mit seiner Präsentation zur „Zukunft der Lichttechnologie” die Vortragsreihe der ISAL 2015. Zusätzlich zu den serienmäßig verfügbaren Technologien wie Matrix LED-Schweinwerfer oder Lichtassistenzsysteme, stellen die Audi-Referenten zukunftsweisende Themen wie die Matrix Laser-Scheinwerfer vor. Dabei erzeugt ein Laser, der räumlich vom Scheinwerfer getrennt ist, das Licht. Ein Mikrospiegel erzeugt eine intelligent ansteuerbare Lichtverteilung.

„Die Matrix LED- und die Matrix Laser-Technologie haben noch sehr viel Potenzial“, sagt Stephan Berlitz. So plant Audi, Licht über Kamerasysteme hochpräzise zu steuern. Auf diese Weise lassen sich Car‑to‑X-Technologien – das Zusammenspiel mit anderen Autos und der Infrastruktur – auch dort nutzen, wo das Sichtfeld des Fahrers endet. „Wir sind die Taktgeber für das gesamte Technikfeld, in dem das Zusammenspiel von Ästhetik, Dynamik und Interaktion die größte Rolle spielt“, unterstreicht Berlitz: „Wir werden mit unserem Licht künftig stärker auf andere Verkehrsteilnehmer und die Umwelt reagieren.“ Ein Beispiel dafür ist das sogenannte Baustellenlicht: Hier arbeiten die Audi-Ingenieure zur Zeit an präzise definierten Lichtstreifen, die die Fahrzeugbreite auf die Fahrbahn projizieren. So fühlt sich der Fahrer gut geleitet und kommt sicher durch Engstellen.

Audi setzt als führende Marke der automobilen Lichttechnologie immer wieder Meilensteine. Vom LED-Tagfahrlicht im Audi A8 W12 (2004) und dem ersten Voll-LED-Scheinwerfer im Audi R8 (2008) über die Vernetzung der Scheinwerfer mit den Navigationsdaten im Audi A8 (2010) und ein Blinklicht mit dynamisierter Anzeige im Audi R8 (2012) bis zum Matrix LED-Scheinwerfer im Audi A8 (2013), einem Fernlicht mit Laser-Spot im Audi R8 LMX (2014). Jüngste Licht-Innovation ist die Verkehrszeichen-Entblendung im Audi A4 mit Matrix LED-Scheinwerfern (2015).

Und die Marke mit den Vier Ringen treibt den Fortschritt beim Licht weiter. Auf der IAA 2015 zeigte Audi die Studie Audi e‑tron quattro concept mit Matrix OLED-Leuchten. OLEDs (Organic light emitting diode) führen Hightech und Design ideal zusammen. In jeder OLED-Einheit schließen zwei Elektroden, von denen mindestens eine transparent sein muss, eine Vielzahl dünner Schichten aus organischem Halbleitermaterial ein. Ihr Licht erreicht eine Homogenität auf neuem Niveau und lässt sich stufenlos dimmen. Es wirft keine Schatten und benötigt keine Reflektoren, Lichtleiter oder ähnliche Optiken. Neue flexible Trägermaterialien lassen sich dreidimensional formen und eröffnen den Designern neue Gestaltungsspielräume. Audi will die OLED-Technologie erstmals in Heckleuchten in Serie bringen.