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Ingolstadt, 14.09.2015

• Paralympioniken zu Gast im Werk Ingolstadt
• Audi beschäftigt in Deutschland rund 3.000 Menschen mit Handicap
• Studie der Universität St. Gallen: „Vollwertige Integration gelungen“

Etappenziel Audi: Auf einer Tour von Nürnberg nach München machen am 22. September rund 20 Tandem Radler mit und ohne Handicap Station in Ingolstadt. Die Besucher, darunter mehrere Paralympioniken, wollen sich bei Audi darüber informieren, wie das Unternehmen Menschen mit Behinderung integriert.

Die Tandem‑Tour ist Teil der Kampagne „Jobs für Menschen mit Behinderung“. Mit dieser Aktion will die private Stiftung „MyHandicap“ die Stärken von Arbeitnehmern mit Behinderung in den Fokus rücken. Zu den prominenten Teilnehmern zählt unter anderem der 16-fache Paralympics‑Goldmedaillengewinner im Bereich Ski Alpin, Gerd Schönfelder. Ebenfalls mit von der Partie sind die Handbike-Weltmeisterin und Paralympionikin Christiane Reppe sowie die bayerische Behinderten­beauftragte Irmgard Badura. Auf ihrer dreitägigen Fahrt durch Bayern machen die Radler Halt bei verschiedenen Unternehmen und Institutionen, so auch bei Audi.

Die AUDI AG beschäftigt deutschlandweit rund 3.000 Mitarbeiter mit Behinderung, allein am Standort Ingolstadt sind es mehr als 2.000. In den vergangenen fünf Jahren hat das Unternehmen in enger Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat und der Schwerbehindertenvertretung rund 400 neue Arbeitsplätze für Menschen mit Handicap geschaffen. Dazu gehören vor allem ergonomisch angepasste Produktions‑Arbeitsplätze für Mitarbeiter, die nicht dauerhaft im Stehen oder taktgebunden arbeiten können. Ein weiteres Beispiel ist die hauseigene Fahrradwerkstatt in Ingolstadt: Hier kümmern sich Mitarbeiter, darunter auch Menschen mit Behinderung, um die rund 1.700 Werkfahrräder am Standort. Am 22. September werden sie außerdem die Tandems der Inklusions‑Radfahrer auf Vordermann bringen.

Den Erfolg seiner Integrationsmaßnahmen hat Audi erst kürzlich wissenschaftlich untersuchen lassen. Eine Studie der Universität St. Gallen kam zum Ergebnis: Mitarbeiter mit gesundheitlichen Einschränkungen fühlen sich im Unternehmen vollwertig integriert. Darüber hinaus sind „gemischte“ Gruppen oft kreativer und erzeugen mehr Ideen als Teams ohne Menschen mit Leistungseinschränkungen.

Die Schweizer Stiftung „MyHandicap“ wurde im Jahr 2004 von Joachim Schoss ins Leben gerufen. Er ist Gründer der Scout24‑Gruppe und nach einem Unfall selbst behindert.