Der Testwagen des Quashqai wurde von Nissan in der Acenta-Ausstattung mit dem 1.2 DIG-T Motor geliefert und im harten Redaktionsalltag auf Herz und Nieren geprüft
Der Nissan Quashqai ist seit 2014 in der zweiten Version auf dem Markt und erfreut sich hoher Beliebtheit bei den Kunden und dies völlig zurecht! Das Crossover Modell gibt es in vier Ausstattungsvarianten Visia,Acenta,360 und Tekna. Bereits die Einstiegsversion ist mit den nötigsten Dingen und ein paar Komfortextras gut ausgestattet. In der Tekna Austattung wird der Quashqai dann zum Highttech Fahrzeug.
Die Preise des Quashqai beginnen bei 19990 Euro für den Basis-Benziner mit 115 PS und enden bei 33900 Euro für den 1.6 l DCI All-Mode der Allradgetriebenen Version. Der Quashqai verfügt über zwei Benzin Motoren die von dem 1.2 Liter starken 115 PS bis zum Topmodel den 163 PS starken Nissan 1.6 reichen. Dazu gesellt sich der XTronic so heißt das Automatikgetriebene Model von Nissan der ebenfalls in der 115 PS starken Version als Benziner zu kaufen gibt.
Die Diesel-Motoren reichen von 110 PS bis zu 130 PS und sind auch in der XTronic Variante für das stärkere Aggregat zu bestellen. Der Quashaqai in der von uns gefahrenen Version Acenta verfügte zusätzlich zur schon umfangreichen Serienausstattung wie Stop/Start-System, Elektronische Parkbremse, Zwei-Zonen Klimaautomatik, Verkehrszeichenerkennung, autonomen Notbrems-Assistent, Fernlicht-Assistent, Spurhalte-Assistent und vielem mehr, auch noch über das Nissan Connect Navigationssystem. Eine USB-Schnittstelle und eine Smartphone Intergration sowie DAB, Bluetooth, Rückfahrkamera komplettieren den Nissan bei unserem Test.
Schon der erste Eindruck ist aufregend und kraftvoll. Die Bullige Motorhaube und die seitliche Linienführung mit den ausgestellten Kotflügeln sind modern und lassen den Nissan größer erscheinen als er ist. Der 4,37m lange, 1,80 m Breite und 1,59 m hohe Quashqai ist eine Kooperation zwischen Nissan und Renault. 1350 KG Leergewicht und 1860 KG zulässiges Gesamtgewicht ergeben eine Zuladung von 510 KG – ein sehr guter Wert.
Der Kofferauminhalt reicht von 430 – 1585L bei umgeklappter Sitzbank. Der von uns getestete Crossover hatte 17″ Felgen montiert, die im Zusammenspiel mit den serienmäßigen Pneus von Good Year ein ausgesprochen gutes Handling aufweisen. Hier liefert Nissan auch im Detail Markenware und setzt nicht auf den letzten gesparten Cent bei einem so wichtigen Feature.
Die weiteren höheren Modellvarianten werden Felgen in 18″ oder 19″ montiert. Die größeren Felgen sorgen hier für einen noch bulligeren Auftritt. Der dann niedrigere Querschnitt der Reifen hat jedoch Auswirkungen auf den Fahrkomfort.
Der Nissan überrascht durch eine sehr hochwertige Verarbeitung im Innenraum softtouch Armaturen,und geschwungene Linien verleihen dem Quashqai ein echtes Wohlfühlambiente.Der Unterschied zum Vorgänger ist sehr deutlich, die gefühlte Qualität mindestens eine Klasse besser.
Dabei reicht der Nissan trotz allen Bemühungen noch nicht ganz an den Klassenprimus VW Tiguan heran. Unschöne Schweißnähte im Blickfeld der Passagiere sind dabei allerdings nicht mehr als ein Schönheitsfehler. Auf die Funktion oder Qualität haben sie keinen Einfluss. Im Testwagen glänzt der Innenraum in Klavierlackoptik, eine sehr pflegeintensive und staubanfällige Wahl.
Ansonsten knarzt, quietscht oder rüttelt nichts auch bei höchsten Geschwindigkeiten oder schlechter Fahrbahn.
Das Nissan Connect mit einem 7 Zoll Display beherbergt unter anderem Navigation, Bluetooth, Apps, und den Ökowert. Die Bedienung des gesamten Systems ist dabei weitgehend intuitiv gelungen und reiht sich im Vergleich zu den Wettbewerbern ganz weit oben ein.Einen ausführlichen Test des Connect Systems finden Sie zeitnah bei unserer Schwesterpublikation .
Selbst wenig technikbegeisterte Personen können das System ohne Anleitung schnell nutzen.Besonders die Sprachqualität der verbauten Freisprecheinrichtung ist selbst bei hohen Geschwindigkeiten hervorragend.
Im Bereich Navigation bietet die Lösung von Nissan eine ebenso durchdachte wie zielführende Bedienung. Es werden aktuelle Staumeldungen berücksichtigt und die Route kann variabel geändert werden. Das DAB Radio-CD System bietet bereits mit den 4 serienmäßigen Boxen einen überzeugenden Klang. Das Ökowertsystem bietet einen einen sehr guten Anreiz um die eigene Fahrweise möglichst vorausschauend zu gestalten. Die Belohnungspunkte machen fast süchtig und der Ansporn sich ständig selbst zu übertreffen ist sehr hoch. Diese Idee hat den Blauen Engel verdient und schont neben der Umwelt auch den eigenen Geldbeutel.
Der Turbo-Motor mit 1.2 l Hubraum ist nur bedingt sportlich, aber im optimalen Drehzahlberei ein echter Spritsparer. Frühes hochschalten ( Schaltanzeige) und die Orientierung an der Richtgeschwindkeit (130km/h) ermöglichen eine sehr entspannte und sparsame Fortbewegung.
In unserem Test genehmigte sich der Nissan bei hohem Autobahnanteil im Schnitt 6,5 Liter auf 100km und bleibt damit für einen SUV dieser Größe absolut im Rahmen.Die Werksangabe mit 5,6 Litern Durchschnittsverbrauch wird wie bei allen Herstellern dennoch im Alltag verfehlt.
Bis Richtgeschwindigkeit wirkt der kleine Turbomotor auch durchaus souverän. Erst ab Tempo 150 geht im langsam die Luft aus und die Höchstgeschwindikeit wird eher zäh erreicht. Dabei steigt dann auch der Verbrauch deutlich an.
Die komfortable Abstimmung machen diesen Nissan zu einem sehr bequemen und sparsamen Reisefahrzeug mit aktueller Multimediaausstattung und hoher Qualitätsanmutung. Abzüge gibt es lediglich in der B-Note.
Für Käufer mit sportlicheren Ambitionen hält Nissan auch einen stärkeren Benziner mit 163 PS und für Langstreckenfahrer zwei Diesel (110PS/130PS) vor.
Die aktuellen technischen Daten finden Sie hier
[huge_it_gallery id=“5″]
