Produktionsvorstand Oliver Zipse: „Modernisierte Arbeitswelt
kommt nachhaltig unseren Mitarbeitern zugute.“
München. Die BMW Group optimiert kontinuierlich die Produktionsprozesse in ihren Werken und nutzt dabei die Chancen der Digitalisierung. Komplexe Abläufe können durch den Einsatz neuer Technologien in der Produktion noch effizienter gestaltet werden. Aus Sicht des Automobilherstellers bietet die Digitalisierung neue Perspektiven für die Weiterentwicklung innovativer und mitarbeiterorientiert Produktionssysteme. Die in den Produktionssystemen gewonnenen Potenziale ermöglichen es wiederum, Kundenwünsche noch individueller zu erfüllen und die Flexibilität in der Produktionskette zu erhöhen. „Für uns sind stabile Prozesse und eine hohe Qualität in der Produktion entscheidend. Dazu trägt auch der Einsatz digitaler Techniken bei“, betont Oliver Zipse, Vorstand Produktion der BMW AG.
Zipse sieht deutliche Vorteile für die Mitarbeiter: „Langfristig führen diese Entwicklungen zu einer weiteren Modernisierung der Arbeitswelt in unseren Werken. Der Einsatz der Digitalisierung schafft bei einigen Prozessen neue Freiräume und Effizienzen, die nachhaltig unseren Mitarbeitern zugutekommen. Der Mensch in der Produktion wird in Zukunft noch viel mehr als heute Gestalter seines Arbeitsumfeldes werden. Und auch die Reduzierung körperlich anstrengender Tätigkeiten ist ein Gewinn für die Mitarbeiter.“
Die BMW Group konzentriert sich bei der Digitalisierung in der Produktion auf sechs verschiedene Handlungsfelder:
Kontextsensitive Assistenzsysteme. Intelligente Hilfsmittel können den Mitarbeiter bei seiner Tätigkeit direkt unterstützen und komplexe Vorgänge vereinfachen. In den BMW Group Werken München und Leipzig wurden im Rahmen eines Pilotprojekts sogenannte Smartwatches getestet, die den Mitarbeiter alarmieren, wenn sich ein Fahrzeug mit außergewöhnlichen Anforderungen nähert. Das leuchtende Display und ein Vibrationsalarm erinnern dann daran, dass beim nächsten Arbeitsschritt beispielsweise eine andere Anzahl Schrauben verbaut werden muss.
Innovative Robotersysteme. Auch körperlich wird der Mitarbeiter entlastet, indem innovative Robotersysteme anstrengende und unergonomische Tätigkeiten übernehmen. Leichtbauroboter können ohne Schutzzaun Seite an Seite mit den Mitarbeitern eingesetzt werden und garantieren besonders bei ermüdenden Arbeiten eine gleichermaßen hohe Qualität. Bereits seit 2013 setzt die BMW Group Leichtbauroboter ein, um Schallisolierungen auf Türinnenseiten mit einem gleichmäßig hohen und präzisen Druck anzurollen und Klebstoff unter anderem auf Frontscheiben aufzutragen. In den Werken Spartanburg, Regensburg, Dingolfing und Leipzig sind diese Leichtbauroboter in den Serienbetrieb integriert.
Simulation und Fabrikdigitalisierung. Insbesondere die Nutzung digitaler Daten bietet ein hohes Potenzial, um die Effizienz eines Prozesses zu erhöhen. So hat das digitale Erfassen realer Strukturen einer Fabrik in 3D-Daten erhebliche Vorteile gegenüber der üblichen, zweidimensionalen, manuellen Arbeitsweise: An nur einem Wochenende ließ sich beispielsweise das Rolls-Royce Werk in Goodwood, UK, digital vermessen und mit einem speziellen 3D-Scanner und hochauflösenden Digitalkameras auf zwei Millimeter genau erfassen. Damit steht erstmals ein dreidimensionales Abbild einer Produktion für die Umplanung zur Verfügung, ohne eine aufwendige CAD-Nachkonstruktion der realen Strukturen und einer manuellen Erfassung vor Ort. Im Gegensatz zu konventionellen zweidimensionalen Plänen kann jede Änderung im Raum intuitiv simuliert und beurteilt werden. Die Digitalisierung schafft eine aktuelle, präzise und umfassende Datenbasis für schnelle und flexible Anpassungen in der Produktion.
Advanced Analytics. Automatisierte Datenanalysen führen zu umfangreichen Fortschritten hinsichtlich der Qualitäts- und Effizienzsteigerung. Bei der Versorgung der Werke mit Bauteilen sowie im Entstehungsprozess der Bauteile können vernetzte Daten den Warenstrom transparent erfassen und sogar Hinweise auf die Qualität der Bauteile geben. Beispielsweise erfassen und identifizieren sogenannte Data Matrix Codes den gesamten Entstehungsprozess der Karbonteile für den neuen BMW 7er. Dabei liefert der quadratische, von Kameras lesbare Barcode auch Informationen über die Verarbeitungskette. Die Data Matrix Codes werden hierbei in den BMW Group Werken Dingolfing und Landshut eingesetzt.
Smart Logistics. In einem größeren Kontext liefern Smart Data Technologien Informationen in Echtzeit über die gesamte Zulieferkette. Sollten Schwierigkeiten auf dem Transportweg auftreten, wird umgehend darauf reagiert. Diese „Radar“-Funktion steigert die Transparenz im internationalen Versorgungsnetzwerk der BMW Group Werke und sorgt für optimale Zulieferketten.
Planungs- und Steuerungssysteme. Der Einsatz automatisierter Datenanalysen erhöht die Prozesssicherheit in den Werken der BMW Group. Hier ist es vor allem die Summe vieler kleiner Maßnahmen, die zu optimierten Abläufen führt. Bei der Analyse von Standardprozesskurven werden beispielsweise die Daten eines einzelnen Schraubvorgangs automatisch strukturiert und analysiert. Weichen die Daten von Standards ab werden sofort Maßnahmen abgeleitet, bevor Prozessstörungen auftreten. Über die Vielzahl der Anwendungsfälle in den Werken der BMW Group lässt sich so die Effizienz und Qualität umfangreich verbessern.
Christian Dunckern, Leiter Technische Planung der BMW Group: „Die Digitalisierung bietet wachsende Chancen, unsere Produktionssysteme auf vielen Ebenen weiter zu entwickeln. Aber nicht alles was technisch möglich ist, macht auch Sinn. Es gilt, den Mehrwert für das Unternehmen im Auge zu behalten, und das kann keiner besser als der Mitarbeiter, der die Produktion aktiv und kontinuierlich gestaltet.“
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Wolfsburg, 10.08.2015
• Traditionsrallye vom 13. bis 15. August über 628 Kilometer unterwegs auf
sächsischen Traumstraßen
• Drei Etappen über das Erz- und das Elbsandsteingebirge und über die
Tschechische Republik und die Oberlausitz
• Volkswagen Classic schickt 14 Klassiker zur Kult-Rallye
Auch die 13. Auflage der Sachsen Classic verspricht wieder ein Heimspiel für Volkswagen zu werden. Zwickau und Dresden sind nicht nur Produktionsstandorte für Golf, Passat und Phaeton, sondern vom 13. bis 15. August auch Start- und Zielorte der kultigen Oldtimerallye. Volkswagen Classic wird mit acht luftgekühlten Klassikern und sechs wassergekühlten Vertretern der neuen Generation ab 1973 dabei sein.
Längst ist die von Volkswagen unterstützte Sachsen Classic zu einer viel gefragten Kultrallye geworden, denn die Zahl der Bewerber ist weit höher als die Anzahl der Teilnehmerplätze. Dem Veranstalter gelingt es auch 2015 wieder, 70 Jahre Automobilgeschichte in Form eines sehr abwechslungsreichen Rollenden Museums auf sächsische Traumstraßen zu schicken. Streckenführung und Volksfest-Feeling sind das Erfolgsrezept der Tour – so viel echte Begeisterung findet man in Europa sonst nur bei der legendären Mille Miglia in Italien.
Die über drei Tage führende, 628 Kilometer lange Strecke ist mit 15 Zeitkontrollen und 20 Wertungsprüfungen gespickt. Start der Rallye ist traditionell um 12 Uhr in Zwickau, seit 25 Jahren Stammsitz von Volkswagen Sachsen. Hier werden Golf, Golf Variant, Passat und Passat Variant produziert.
Die erste Etappe „Sachsenring“ am Donnerstag geht über 125 Kilometer zur „Steilen Wand“ in Meerane und über die Schlösser Ponitz und Wolkenburg zum Sachsenring. Am Freitag führt die 273 Kilometer lange Etappe „Erzgebirge“ über Olbernhau, Schloss Purschenstein, Altenburg und Glashütte zur Dresdner Augustusbrücke. Die über 230 Kilometer verlaufende dritte Etappe „Gläserne Manufaktur“ am Samstag schickt den Fahrzeugtross über Bad Schandau und das tschechische Krasna Lipa in die Oberlausitz, bevor die Oldtimer vor der Volkswagen Gläsernen Manufaktur wieder in Dresden ankommen.
180 Teams sind dabei, darunter 14 von Volkswagen Classic. Gleich drei schon am Sound erkennbare Sport-Käfer und zwei Karmann-Ghia Typ 14, die das 60. Jubiläum des Käfer-Ablegers illustrieren, stehen für die frühen Jahre von Volkswagen. Dazu kommen zwei VW Porsche 914 sowie ein Porsche 356 aus der Sammlung Volkswagen Osnabrück. Abgerundet wird die Fahrzeugflotte von mehreren frühen Golf, Passat und Polo der Baujahre ab 1973. Obwohl diese Modelle schon die jüngere Ära von Volkswagen repräsentieren, haben sie ebenfalls bereits Oldtimerstatus. Der Polo feiert in diesem Jahr seinen 40. Geburtstag.
Eine besondere Rarität ist der panamabraune Golf L. 1978 wurde er in die einstige DDR geliefert und dort für Ost-Mark vertrieben. 10.000 dieser Fahrzeuge erfreuten seinerzeit die ostdeutschen Käufer. Mit dieser Vertriebsaktion war Volkswagen ein automobiler Vorbote der deutschen Einheit.
Erster interaktiver Polizei-Van: Der Opel Zafira Tourer im Einsatz
10.08.2015
- Zafira Tourer-Streifenwagen mit LTE-Verbindung und Multifunktions-PC
- Opel-Einsatzfahrzeuge für Landes- und Bundespolizei
- Opel Special Vehicles für spezifische Ausstattung und Umrüstung verantwortlich
Rüsselsheim. Polizei-Fahrzeuge von Opel werden immer beliebter. Unter den Neuzugängen bei den Ordnungshütern: der flexible und geräumige Zafira Tourer als interaktiver Funkstreifenwagen. Im Land Brandenburg sorgen die Polizeibeamten künftig mit Hilfe des hochmodern ausgestatteten und vernetzten Opel-Kompaktvans für Recht und Ordnung. Auf der Internationalen Fachmesse und Konferenz für Polizei- und Spezialausrüstung (GPEC) in Leipzig hatte Opel im vergangenen Jahr ein Musterfahrzeug ausgestellt, das auf Anhieb überzeugte und auch das Vergabeverfahren der Polizei Brandenburg für sich entscheiden konnte. Die 28 georderten interaktiven Zafira Tourer sind die ersten ihrer Art in der Van-Klasse.
„Mit dem interaktiven Zafira Tourer bieten wir einen Funkstreifenwagen mit modernster Technik, der die Polizei noch reaktionsschneller macht als bisher. Er ist damit ein weiterer Grund dafür, dass sich immer mehr Polizeibehörden für die verlässlichen Opel-Modelle entscheiden“, sagt Frank Leibold, Sales & Marketing Manager Opel Special Vehicles.
So schafft man Sicherheit in Sekundenschnelle: Top-vernetzt mit Multifunktions-PC
Das Besondere an den Fahrzeugen ist die hochmoderne Computer- und Funkausstattung, die gemeinsam mit dem Systemlieferanten T-Systems entwickelt wurde und eine permanente Kommunikation und Einsatzplanung in Echtzeit mit der Polizei-Leitstelle ermöglicht. Herzstück der Anlage ist der Multifunktions-PC mit einem in der Armaturentafel platzierten Touchscreen. Über diesen lassen sich die polizeispezifischen Anwendungen, die via UMTS/LTE-Verbindung mit der IT-Infrastruktur der Polizei verknüpft sind, in Sekundenbruchteilen empfangen und bedienen. Dazu zählen die Navigation und Einsatzmittellokalisierung, sprich: Fahrzeugortung, sowie Auftragsmanagement und Videoerstellung. Darüber hinaus werden die Sondersignalanlage und die Funkgeräte über den Touchscreen bedient.
Die Leitstelle übermittelt beispielsweise relevante Informationen wie Einsatzort- und Anrufzeit eines eingegangen Notrufs in Textform an den Multifunktions-PC im Funkstreifenwagen. Die Polizisten können sich auf dieser Datenbasis auch ohne gesonderte Eingabe der Zieladresse zum Einsatzort navigieren lassen und sparen so wertvolle Zeit. Außerdem besteht die Möglichkeit, über die GPS-Ortung den Standort der benachbarten Kräfte abzurufen und Verstärkung anzufordern. So können die Polizeikräfte zum einen effektiver gesteuert werden und zum anderen macht dies den Einsatz für die Beamten einfach sicherer. Zu diesem Zweck dokumentieren auch Netzwerkkameras an Front und Heck des Funkstreifenwagens Anhalte- und Kontrollvorgänge. Auf Wunsch der Besatzung kann die Leitstelle in Echtzeit auf die Kameras zugreifen.
Für die Entwicklung der Fahrzeuge zeichnen die Spezialisten im Internationalen Technischen Entwicklungszentrum von Opel verantwortlich. Umgerüstet werden sie ebenfalls in Rüsselsheim von Opel Special Vehicles, das auf die Weiterentwicklung von Serienfahrzeugen, innovative Sonderausstattungen und maßgeschneiderte Lösungen für Behörden- und Sonderfahrzeuge spezialisiert ist.
Opel-Polizeifahrzeuge klar erkennbar, aber auch verdeckt auf Verbrecherjagd
Auch bei zivilen Polizeifahrzeugen erfüllt Opel die hohen Anforderungen der Behörden und schloss erst vor kurzem einen Rahmenvertrag mit dem Land Nordrhein-Westfalen. Und das bereits zum zweiten Mal. Zu den „verdeckten Ermittlern auf vier Rädern“ zählen die Opel-Modelle Astra, Corsa, Insignia und Zafira Tourer. Der Vertrag läuft über drei Jahre und kann dann noch um ein Jahr verlängert werden. Darüber hinaus sind in Niedersachsen Opel-Polizeifahrzeuge in Zivil unterwegs. Hier nimmt die Polizei in diesem Jahr 150 Astra Sports Tourer in Dienst.
Im benachbarten Hessen beliefert Opel die Polizei bereits seit über 50 Jahren. Aktuell besteht ein Rahmenvertrag über weitere vier Jahre. Im Zuge dessen werden jetzt das dritte Jahr in Folge 100 bis 150 Opel Zafira Tourer-Funkstreifenwagen an die hessische Polizei übergeben. Und auch die Bundespolizei weiß die Vorzüge des variablen Opel-Vans zu schätzen – erst kürzlich wurde ein Rahmenvertrag über zwei Jahre unterzeichnet. Das Gesamtvolumen beträgt bis zu 250 Fahrzeuge, wovon noch in diesem Jahr 100 Exemplare ausgeliefert werden sollen. Zum Einsatz kommen kräftige Turbodiesel-Versionen mit Automatikgetriebe, die über alle polizeifahrzeugtypischen Ausstattungsspezifika verfügen.
Noch in zwei weiteren Bundesländern prägen Opel-Polizeifahrzeuge zunehmend das Straßenbild. So gehört der Opel Zafira Tourer zu den neuen Einsatzfahrzeugen der Berliner Polizei. In den vergangenen vier Jahren hat Opel in der Hauptstadt insgesamt rund 350 Streifenwagen ausgeliefert, in diesem Jahr sind es mehr als 80. Mit der Polizei in Thüringen hat Opel erstmals einen Rahmenvertrag über zwei Jahre geschlossen. Er umfasst ein Volumen von 125 Zafira Tourer-Streifenwagen. Allein in diesem Jahr werden Polizeibeamte mit 55 Fahrzeugen auf den Landesstraßen für Recht und Ordnung sorgen.
Opel begeistert die Besucher des 43. Oldtimer Grand-Prix
Historische Rennwagen aus Rüsselsheim lassen die Herzen der Fans höher schlagen
09.08.2015
Rüsselsheim/Nürburg. Beim 43. AvD Oldtimer Grand Prix auf dem Nürburgring kamen die Besucher der Opel-Ausstellung im neuen Fahrerlager und die Zuschauer entlang der GP-Strecke voll auf ihre Kosten. Viele Opel-Legenden aus der über 115-jährigen Motorsport-Tradition der Marke waren hier ausgestellt oder drehten lautstark ihre Demorunden.
Auch Opel-Finanzchef Michael Lohscheller war an den Nürburgring gekommen und pilotierte den Manta A 24 h Spa Franchorchamps von 1974 um den Eifelkurs. „Mit purer Begeisterung reagieren die Besucher auf unsere Rundstrecken- und Rallye-Legenden. Diese Freude nehmen wir bei Opel gerne als zusätzliche Motivation mit ins Büro. Unsere Marke ist wirklich tief in der Bevölkerung verwurzelt. Das beweist mir wieder, wie richtig wir mit unserem Anspruch liegen, nahbar, aufregend und deutsch zu sein.“
Die Opel-Rennwagen aus allen Epochen weckten bei so manchem Besucher Erinnerungen an die eigene Jugend, als Opel-Modelle im Rallye- und im Rundstreckensport Geschichte schrieben. So erschreckte die „Schwarze Witwe“, ein Rekord C-Tourenwagen mit 150 PS, in den Sechzigern manchen Porsche-Fahrer auf der Nürburgring-Nordschleife, wenn der als braver Familienauto eingeschätzte Mittelklassewagen plötzlich im Rückspiegel auftauchte. Auch der Ascona A für die Rallye-WM hatte sich zum Siegertypen gemausert. Mit ihm holte sich Opel 1975 den ersten WM-Erfolg; beim Oldie GP lenkte Le-Mans-Sieger Jockel Winkelhock den Driftstar gekonnt um den Ring. Dicht gefolgt vom ebenfalls gelb-schwarzen Kadett C GT/E Coupé, mit dem das legendäre Duo Walter Röhrl und Jochen Berger 1976 Vierter der Rallye Monte Carlo wurde, und dabei den Spitznamen „der heimliche Sieger“ verliehen bekam – denn vor dem vom Serienwagen abstammenden Opel Kadett konnten sich mit drei Lancia Stratos nur echte Rennprototypen platzieren.
Ebenso beeindruckend stand mit dem Grünen Monster, ein Bolide von 1914 mit 12,3-Liter großen Vierzylinder-Motor und Vierventiltechnik, der größte je von Opel gebaute Rennwagen im Mittelpunkt der Fahrerlagerausstellung. Jüngstes Beispiel für die Opel-Motorsporterfolge ist der ADAM R2, der ebenfalls am Ring zu bestaunen war. Vor knapp drei Wochen gewann der im Rallye-Trimm 190 PS starke Lifestyle-Flitzer mit Pilot Emil Bergkvist und Beifahrer Joakim Sjöberg vorzeitig die Junior-Europameisterschaft (FIA ERC Junior).
Die Opel-Motosport-Legenden ließen es am Samstag bei den traditionellen Demorunden nochmal richtig krachen. Insgesamt elf Autos verließen das Ausstellungszelt im neuen Fahrerlager und drehten unter dem Beifall tausender von Zuschauern auf dem Grand Prix-Kurs des Nürburgrings ihre Runden.
18.03.2015
BMW Group will 2015 Erfolgskurs fortsetzen
Bestmarken bei Absatz und Ergebnis vor Steuern angestrebt
Bei Absatz und Ergebnis vor Steuern solider Anstieg erwartet
In Automobilsegment EBIT-Marge von 8 bis 10% angestrebt
München. Die BMW Group will 2015 ihre erfolgreiche Geschäftsentwicklung in einem volatilen Umfeld fortsetzen. „Wir streben im laufenden Geschäftsjahr bei Absatz und Konzernergebnis vor Steuern solide Zuwächse auf jeweils neue Bestmarken an“, sagte der Vorsitzende des Vorstands der BMW AG, Norbert Reithofer, am Mittwoch auf der Bilanzpressekonferenz in München.
Rückenwind bekommt die BMW Group 2015 durch ihre attraktive Modellpalette, den Marktstart von 15 neuen Modellen und Modellüberarbeitungen sowie der erwarteten positiven Entwicklung auf den internationalen Automobilmärkten in diesem Jahr. Dem stehen steigende Personalkosten sowie anhaltend hohe Vorleistungen für Zukunftstechnologien entgegen. Die BMW Group geht zudem weiterhin von einem volatilen politischen und wirtschaftlichen Umfeld aus.
Im Segment Automobile rechnet die BMW Group mit einem soliden Absatzzuwachs. Neue Modelle wie beispielsweise die auf der Messe in Genf vorgestellte Modellüberarbeitung der BMW 1er Reihe, der neue BMW 2er Gran Tourer mit seinemgroßzügigen Raumangebot und sieben Sitzen sowie der neue BMW 7er – für den bereits die Vorbereitungen im Werk Dingolfing laufen – dürften dabei für positive Impulse sorgen. Die BMW Group geht damit zugleich davon aus, auch 2015 der weltweit führende Hersteller von Premiumfahrzeugen zu bleiben.
Der Umsatz im Segment Automobile dürfte analog zum Absatz ebenfalls solide steigen. Das Unternehmen rechnet im Automobilgeschäft 2015 zudem unverändert mit einer EBIT-Marge im Zielkorridor von 8% bis 10%.
Im Segment Motorräder wird sich nach Einschätzung der BMW Group die positive Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr fortsetzen. Dazu werden auch die neuen Modelle R1200 R bzw. RS, S 1000 RR bzw. XR sowie die F 800 R beitragen.Für das Gesamtjahr wird bei den Auslieferungen von BMW Motorrädern mit einem soliden Anstieg gerechnet.
Das Segment Finanzdienstleistungen dürfte 2015 ebenfalls auf Erfolgskurs bleiben. Trotz der weltweit steigenden Anforderungen an die Eigenkapitalausstattung rechnet die BMW Group im Finanzdienstleistungsgeschäft mit einer Eigenkapitalrentabilität (Return on Equity) auf dem Niveau des Vorjahres (2014: 19,4%). Damit würde der Zielwert von mindestens 18% erneut übertroffen.
BMW Group fuhr 2014 erneut Rekordjahr ein
Die BMW Group hat 2014 das fünfte Rekordjahr in Folge verzeichnet.
„Wir haben unseren Erfolgskurs im abgelaufenen Geschäftsjahr mit neuen Bestmarken bei Absatz, Umsatz und Konzernergebnis fortgesetzt“, erklärte Reithofer.
Der Konzernumsatz stieg 2014 um 5,7% auf 80.401 (Vj.: 76.059) Mio. €. Das Ergebnis vor Finanzergebnis (EBIT) erhöhte sich angesichts des Absatzzuwachses und eines hochwertigen Modellmixes um 14,3% auf 9.118 (Vj.: 7.978) Mio. €. Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) legte um 10,3% auf die neue Bestmarke von 8.707 (Vj.: 7.893) Mio. € zu. Der Konzernüberschuss stieg um 9,2% auf den neuen Höchstwert von 5.817 (Vj.: 5.329) Mio. €.
Die Auslieferungen der BMW Group kletterten im vergangenen Jahr erstmals in der Unternehmensgeschichte über die Marke von zwei Mio. Fahrzeugen. Der weltweite Absatz erhöhte sich um 7,9% auf insgesamt 2.117.965 (Vj.: 1.963.798) Automobile.
Dividende von 2,90 € je Stammaktie vorgeschlagen
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 13. Mai 2015 vor, die Dividende auf den neuen Höchstwert von 2,90 (Vj.: 2,60) € je Stammaktie und 2,92 (Vj.: 2,62) € je Vorzugsaktie anzuheben. Die Ausschüttungsquote beläuft sich auf 32,7% (Vj.: 32,0%).
„Wir wollen unsere Aktionäre mit einer Rekorddividende an der erfolgreichen Geschäftsentwicklung des Unternehmens beteiligen. Die Ausschüttungsquote liegt mit rund 33% im Zielkorridor des Unternehmens von 30 bis 40 Prozent“, sagte Finanzvorstand Friedrich Eichiner.
Profitabilität im Segment Automobile gestiegen
Im Segment Automobile stiegen die Umsatzerlöse im vergangenen Jahr dank der erfreulichen Absatzentwicklung und neuer Modelle um 6,4% auf 75.173 (Vj.: 70.630) Mio. €. Das EBIT erhöhte sich um 8,9% auf 7.244 (Vj.: 6.649) Mio. €.Die EBIT-Marge verbesserte sich auf 9,6 (Vj.: 9,4)% und liegt damit am oberen Rand des angestrebten Renditekorridors von 8% bis 10% im Automobilgeschäft. Das Segmentergebnis vor Steuern legte um 5,0% auf 6.886 (Vj.: 6.561) Mio. € zu.
Die Marke BMW behauptete 2014 mit einer neuen Bestmarke bei den Auslieferungen ihren Spitzenplatz im Premiumsegment. Die Verkäufe legten um 9,5% auf 1.811.719 (Vj.: 1.655.138) Automobile zu. Wesentlichen Anteil an der erfolgreichen Absatzentwicklung hatten unter anderem die Erfolgsmodelle BMW 3er, 4er und 5er sowie der BMW X5, die in ihren jeweiligen Segmenten Marktführer waren. Von der BMW 2er Reihe wurden 2014 insgesamt 41.038 Einheiten ausgeliefert. Der Absatz der BMW 3er Reihe lag 2014 mit 480.214 (Vj.: 500.332) Einheiten weiterhin auf hohem Niveau. Da die Varianten Cabrio und Coupé seit Ende 2013in der BMW 4er Modellreihe enthalten sind, wurde der hohe Level des Vorjahres nicht ganz erreicht. Die BMW 4er Reihe liegt mit 119.580 (Vj.: 14.763) verkauften Fahrzeugen auf Erfolgskurs. Dies gilt auch unverändert für die BMW 5er Reihe, die auf 373.053 (Vj.: 366.992/+1,7%) Fahrzeuge zulegen konnte. Sehr beliebt ist auch weiterhin der BMW X5, der mit einem Plus von 37,4% auf 147.381 (Vj.: 107.231) Automobile einen deutlichen Zuwachs verzeichnete.
Auf Erfolgskurs sind auch die BMW i Fahrzeuge. Insgesamt wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 17.793 BMW i Automobile verkauft. Die weltweiten Absatzzahlen des BMW i3 belaufen sich auf 16.052 Einheiten. Ein Großteil davon entfiel mit der Einführung in mehreren großen Märkten wie den USA auf die zweite Jahreshälfte. Vom BMW i8 wurden seit dem Marktstart im Sommer 2014 insgesamt 1.741 Automobile ausgeliefert.
MINI hat 2014 trotz des Modellwechsels bei der dritten Generation des Kernmodells mit 302.183 Einheiten das hohe Absatzniveau des Vorjahres (305.030/-0,9%) gehalten. Der MINI Hatch legte um 9,0% auf 140.051 (Vj.: 128.498) Einheiten zu. Die Auslieferungen des MINI Countryman lagen mit 106.995 (Vj.: 101.897) Fahrzeugen um 5,0% über dem Niveau des Vorjahres.
Rolls-Royce Motor Cars konnte 2014 die Position als Marktführer im absoluten Luxussegment behaupten und erstmals die Marke von 4.000 Einheiten übertreffen. Insgesamt stieg der Absatz um 11,9% auf 4.063 (Vj.: 3.630) Automobile.Von dem im Herbst 2013 gestarteten Wraith wurden dabei 1.906 (Vj.: 492) Fahrzeuge abgesetzt.
Im Rahmen ihrer Strategie einer ausgewogenen weltweiten Absatzverteilung verzeichnete die BMW Group in allen großen Vertriebsregionen Zuwächse bei den Auslieferungen. Die vier größten Absatzmärkte des Unternehmens waren im vergangenen Jahr China, die USA, Deutschland und Großbritannien.
In Europa stiegen die Ausliefe
rungen der BMW Group 2014 in einem etwas stabileren Marktumfeld um 6,4% auf insgesamt 914.587 (Vj.: 859.546) Fahrzeuge. In Deutschland erhöhte sich der Absatz um 5,1% auf 272.345 (Vj. 259.219) Einheiten. In Großbritannien legte der Absatz um 8,4% auf 205.071 (Vj.: 189.121) Fahrzeuge zu.
In Asien entwickelten sich die Märkte im vergangenen Jahr erneut dynamisch. Die BMW Group lieferte dort insgesamt 658.384 (Vj.: 578.678) Fahrzeuge aus, was einem Plus von 13,8% entspricht. Auf dem chinesischenFestland stieg der Absatz um 16,6% auf 456.732 (Vj.: 391.713) Einheiten.
In Amerika konnte die BMW Group ihren Absatz ebenfalls steigern. Insgesamt erhöhte sich dort die Zahl der verkauften Fahrzeuge um 4,0% auf 482.257 (Vj.: 463.822) Automobile. In den USA legten die Fahrzeugauslieferungen um 5,4%zu und summierten sich damit auf 396.961 (Vj.: 376.636) Einheiten.
Segment Motorrad erzielt deutlichen Ergebniszuwachs
Im Segment Motorräder stieg der Umsatz im vergangenen Jahr um 11,6% auf 1.679 (Vj.: 1.504) Mio. €. Das EBIT legte deutlich um 41,8% auf 112 (Vj.: 79) Mio. € und das Ergebnis vor Steuern um 40,8% auf 107 (Vj.: 76) Mio. € zu. Die Auslieferungen stiegen um 7,2% auf 123.495 (Vj.: 115.215) Einheiten und entwickelten sich damit besser als der Gesamtmarkt. Die fünf größten Märkte von BMW Motorrad waren Deutschland, USA, Frankreich, Italien und Brasilien.
Segment Finanzdienstleistungen weiter auf Wachstumskurs
Das Segment Finanzdienstleistungen konnte seine positive Geschäftsentwicklung 2014 fortsetzen. Der Segmentumsatz legte um 3,6% auf 20.599 (Vj.: 19.874) Mio. € zu. Das Ergebnis vor Steuern stieg um 6,4% auf 1.723 (Vj.: 1.619) Mio. €.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden insgesamt 1.509.113 (Vj.: 1.471.385) Neuverträge im Finanzierungs- und Leasinggeschäft abgeschlossen, was einem Zuwachs von 2,6% entspricht. Der Bestand an betreuten Leasing- und Finanzierungsverträgen mit Händlern und Endkunden erhöhte sich um 5,6% auf insgesamt 4.359.572 (Vj.: 4.130.002) Verträge.
Zahl der Mitarbeiter und Auszubildenden gestiegen
Die Zahl der Mitarbeiter ist 2014 um 5,4% gestiegen. Insgesamt waren weltweit 116.324 (Vj.: 110.351) Mitarbeiter bei der BMW Group beschäftigt. Der Anstieg ist auf den erhöhten Bedarf des Unternehmens an Ingenieuren und Fachkräften zurückzuführen, um die zunehmende Fahrzeugnachfrage bedienen und Innovationen und Zukunftstechnologien vorantreiben zu können.
Die BMW Group hat ihre Ausbildungsaktivitäten weltweit ausgeweitet. Im vergangenen Jahr haben rund 1.500 junge Menschen eine Berufsausbildung in dem Unternehmen begonnen, davon 1.200 in Deutschland. Insgesamt beschäftigte die BMW Group zum Stichtag 4.595 junge Menschen in Berufsausbildung und Nachwuchsförderprogrammen.
Die BMW Group im Überblick
|
2014 |
2013* |
Veränderung in % |
| Fahrzeug-Auslieferungen |
|
|
|
| Automobile |
2.117.965 |
1.963.798 |
7,9 |
| Davon: |
1.811.719 |
1.655.138 |
9,5 |
| BMW (in Einheiten) |
| MINI (in Einheiten) |
302.183 |
305.030 |
-0,9 |
| Rolls-Royce (in Einheiten) |
4.063 |
3.630 |
11,9 |
| Motorräder (in Einheiten) |
123.495 |
115.215 |
7,2 |
| Mitarbeiter1 |
116.324 |
110.351 |
5,4 |
Operativer Cashflow Segment Automobile (in Mio. Euro) |
9.423 |
9.964 |
-5,4 |
Umsatz (in Mio. Euro) |
80.401 |
76.059 |
5,7 |
| Davon: |
75.173 |
70.630 |
6,4 |
| Automobile (in Mio. Euro) |
| Motorräder (in Mio. Euro) |
1.679 |
1.504 |
11,6 |
Finanzdienstleistungen (in Mio. Euro) |
20.599 |
19.874 |
3,6 |
Sonstige Gesellschaften (in Mio. Euro) |
7 |
6 |
16,7 |
Konsolidierungen (in Mio. Euro) |
-17.057 |
-15.955 |
6,9 |
Ergebnis vor Finanzergebnis (EBIT) (in Mio. Euro) |
9.118 |
7.978 |
14,3 |
| Davon: |
7.244 |
6.649 |
8,9 |
| Automobile (in Mio. Euro) |
| Motorräder (in Mio. Euro) |
112 |
79 |
41,8 |
Finanzdienstleistungen (in Mio. Euro) |
1.756 |
1.643 |
6,9 |
Sonstige Gesellschaften (in Mio. Euro) |
71 |
44 |
61,4 |
Konsolidierungen (in Mio. Euro) |
-65 |
-437 |
85,1 |
Ergebnis vor Steuern (EBT) (in Mio. Euro) |
8.707 |
7.893 |
10,3 |
| Davon: |
6.886 |
6.561 |
5,0 |
| Automobile (in Mio. Euro) |
| Motorräder (in Mio. Euro) |
107 |
76 |
40,8 |
Finanzdienstleistungen (in Mio. Euro) |
1.723 |
1.619 |
6,4 |
Sonstige Gesellschaften (in Mio. Euro) |
154 |
164 |
-6,1 |
Konsolidierungen (in Mio. Euro) |
-163 |
-527 |
69,1 |
Steuern auf das Ergebnis (in Mio. Euro) |
-2.890 |
-2.564 |
-12,7 |
Überschuss (in Mio. Euro) |
5.817 |
5.329 |
9,2 |
Ergebnis pro Aktie2 (in Euro) |
8,83 / 8,85 |
8,08 / 8,10 |
9,3 / 9,3 |
| *Vorjahreszahlen gemäß IAS 8 teilweise angepasst |
| 1 Werte ohne ruhende Arbeitsverhältnisse, ohne Mitarbeiter in Altersteilzeit und Freizeitphase, ohne Geringverdiener |
| 2 Ergebnis je Aktie für Stamm-/Vorzugsaktien |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
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Mathias Schmidt, Finanzkommunikation
Telefon: +49 89 382-24118, Fax: +49 89 382-24418
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Die BMW Group
Die BMW Group ist mit ihren Marken BMW, MINI und Rolls-Royce der weltweit führende Premium-Hersteller von Automobilen und Motorrädern. Als internationaler Konzern betreibt das Unternehmen 28 Produktions- und Montagestätten in 13 Ländern sowie ein globales Vertriebsnetzwerk mit Vertretungen in über 140 Ländern.
Im Jahr 2013 erzielte die BMW Group einen weltweiten Absatz von rund 1,963 Millionen Automobilen und 115.215 Motorrädern. Das Ergebnis vor Steuern im Geschäftsjahr 2013 belief sich auf 7,91 Mrd. €, der Umsatz auf rund 76,06 Mrd. €. Zum 31. Dezember 2013 beschäftigte das Unternehmen weltweit 110.351 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Seit jeher sind langfristiges Denken und verantwortungsvolles Handeln die Grundlage des wirtschaftlichen Erfolges der BMW Group. Das Unternehmen hat ökologische und soziale Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette, umfassende Produktverantwortung sowie ein klares Bekenntnis zur Schonung von Ressourcen fest in seiner Strategie verankert.
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