Renault: Strafen in der Startaufstellung keine große Sache

Renault: Strafen in der Startaufstellung keine große Sache

Monaco: Sechstes Rennen der Formel-1-WM 2015, die Renault-Teams Red Bull und Toro Rosso haben in drei von vier Boliden den letzten erlaubten Verbrennungsmotor der laufenden Saison eingebaut: Den vierten. Nur Carlos Sainz ist noch mit dem dritten erlaubten Aggregat unterwegs. Ab dem fünften drohen saftige Rückversetzungsstrafen in der Startaufstellung. Renault hatte bei der Entwicklung verwachst, geriet sowohl in Sachen Motorenleistung als auch bei der Zuverlässigkeit ins Hintertreffen gegenüber Ferrari und Mercedes. Bei der Strategiegruppe wurde seitens Renault angefragt, ob man das Kontingent aller Hersteller um eine weitere Antriebseinheit erhöhen könne, doch das wurde abgelehnt.

0

Artikel interessant?

Wenn Dir der Artikel gefallen hat, dann gib ihm hier Deine Stimme.

Und obwohl die Enttäuschung groß ist, betrachtet Renault-Sportgeschäftsführer Cyril Abiteboul die Entscheidung eher nüchtern: „Ich bedaure das, denn das hätte die Situation unserer beiden Kundenteams etwas erleichtert.“ Doch Abiteboul weiß: „Wir kannten die Regeln. Da hieß es: ‚Vier Motoren für jeden.‘ Jetzt müssen wir damit zurechtkommen.“ Zwar habe er Mitleid mit seinen Kundenteams, geht aber dennoch davon aus, dass Mercedes nichts zu befürchten gehabt hätte, hätte man dem fünften Motor zugestimmt: „Ich denke nicht, dass es den Ausgang der Weltmeisterschaft großartig beeinträchtigt hätte.“

Toro-Rosso-Fahrer und Monaco-Donnerstags-Überraschung Max Verstappen kann die Haltung seiner Konkurrenten überdies verstehen: „Natürlich ist das (für uns; Anm. d. Red.) etwas enttäuschend, aber auf der anderen Seite kann ich die anderen Hersteller auch ein wenig nachvollziehen. Ich meine, warum würde man uns helfen, wenn man selber einen zuverlässigen Motor hat? Das verstehe ich sehr gut, so sind die Regeln, damit muss man zurechtkommen.“ Was die Entwicklungsabteilung von Renault noch zu leisten imstande ist und wie man die verbleibenden Entwicklungstoken einsetzen will, darüber lässt sich von außen nur spekulieren.

Doch Abiteboul hofft, dass eine gute Entwicklung auch die Bedeutung Grid-Strafen minimiert: „Ich würde behaupten, dass das etwas ist, was wir nicht als zu große Strafe ansehen. Natürlich ist die Frustration groß, wenn man in der Startaufstellung zehn Plätze nach hinten muss – vielleicht sollte ich das nicht sagen, sonst macht die FIA das in der Zukunft schwieriger. Aber zehn Positionen auf Strecken, auf denen man gut überholen kann, vorausgesetzt die Leistung und das Setup stimmen, kann ein Auto im Rennen gutmachen, auch wenn es am Start hinten steht. Und die Rennen sind lang.“

Für das Wochenende in Monte Carlo wünscht sich der Franzose einfach ein „ruhiges, problemfreies Wochenende“. Vorerst müsse die Motorenleistung daher hinten anstehen: „Im Moment wollen wir nur unsere Zuverlässigkeit in den Griff bekommen, unter der wir seit Beginn der Saison leiden und danach wollen wir uns um die Performance kümmern, so ist der Plan für den Rest der Saison.“

Felipe Massa: Beende meine Karriere vielleicht bei Williams

Felipe Massa: Beende meine Karriere vielleicht bei Williams

Noch bis Ende der diesjährigen Saison hat Felipe Massa einen Vertrag in der Formel 1. Eine Option auf eine Vertragsverlängerung für 2016 soll vorhanden sein, müsste allerdings im Juli gezogen werden. Bereits seit einem Jahr bestreitet er die Weltmeisterschaft mit dem traditionsreichen Williams-Team. Der Wechsel war ein Befreiungsschlag für den Brasilianer, der zuvor acht Jahre für die Scuderia Ferrari startete und dort bis auf seinen Vizetitel im Jahr 2008 nur als Wasserträger seiner Teamkollegen agierte.

0

Artikel interessant?

Wenn Dir der Artikel gefallen hat, dann gib ihm hier Deine Stimme.

Auf die Frage, ob er seine Karriere möglicherweise mit Williams beenden könnte, meint Massa: „Vielleicht ja, man kann es nie wissen. Ich bin so glücklich, wo ich bin. Das Team ist wirklich fantastisch, sie bringen mir sehr viel Respekt entgegen.“ Er lobt die Atmosphäre im Team. Auch mit Teamkollegen Valtteri Bottas scheint es gut zu funktionieren.

In seinem ersten Jahr mit dem Team aus Grove konnte der 34-Jährige immerhin 134 Punkte sammeln und landete so auf Rang sieben in der WM-Wertung. Das Highlight war sicherlich die Pole-Position beim Grand Prix von Österreich in Spielberg. Dreimal durfte der Brasilianer auf dem Podium stehen: in Italien, Brasilien und Abu Dhabi. Das Rennen am kommenden Wochenende im Fürstentum wird sein 215. Rennstart sein. Seit 2002 ist er in der Formel 1 unterwegs.

Foto: Felipe Massa, Großer Preis von Monaco



„Ich bin sehr zufrieden mit dem Team arbeiten zu können, alles geht in die richtige Richtung – also bin ich einfach glücklich damit, dort zu bleiben, wo ich bin. Ich bin sicher, dass wir uns noch stark verbessern und viel gute Ergebnisse einfahren können“, so Massa hoffnungsvoll. Sein bestes Resultat in der bisherigen Saison ist der vierte Platz im Auftaktrennen in Melbourne. Immerhin konnte Massa in jedem Rennen 2015 punkten (insgesamt 39 Zähler), zuletzt beim Europaauftakt in Barcelona wurde er Sechster.

Teamchefs einig: Lieber gleiche Waffen als neuer „Reifenkrieg“

Teamchefs einig: Lieber gleiche Waffen als neuer „Reifenkrieg“

Seit dem Jahr 2007 verfügt die Formel 1 über einen Reifenmonopolisten, der alle Teams mit Pneus beliefert. Trotz des Ende kommender Saison auslaufenden Vertrages mit Pirelli sieht es nicht danach aus, als sollte sich daran etwas ändern. Die FIA sucht wieder ein einziges Unternehmen, das sich in der Königsklasse engagiert und entspricht damit dem Wunsch der Teamchefs. Sie sprechen sich im Vorfeld des Monaco-Grand-Prix deutlich gegen einen neuen „Reifenkrieg“ in der Königsklasse aus.

0

Artikel interessant?

Wenn Dir der Artikel gefallen hat, dann gib ihm hier Deine Stimme.

Franz Tost befürchtet, dass in einer Konkurrenzsituation die Kräfte seitens des Zulieferers gebündelt werden, um die eigenen Farben auf dem Podium jubeln zu sehen. „Das würde bedeuten, dass zwei Teams die guten Pneus erhalten und der Rest nur Mist. Das, was die anderen nicht wollen“, skizziert der Toro-Rosso-Teamchef das Szenario, das ihn als Rennleiter einer kleinen Mannschaft hart treffen würde. Möglich wäre auch, dass nur ein Fabrikat konkurrenzfähig ist: „Der Wettbewerb würde in eine andere Richtung driften. Wir hätten keine Antriebsserie, wir hätten eine Reifenserie“, so Tost.

Er untermauert seine These am Beispiel der Situation Mitte der 2000er Jahre, als Michelin und Bridgestone konkurrierten. „Deshalb denkt Fernando Alonso gerne an diese Zeit zurück“, deutet Tost eine Verbindung zwischen den Franzosen und Renault an. „Bridgestone war mit Ferrari im Bundes, weshalb Michael Schumacher so erfolgreich war“, so der Österreicher. Es gibt weitere Gründe, die gegen einen „Reifenkrieg“ sprechen. Das unvermeidliche Thema Geld gehört dazu.

Pirelli hat keine Angst vor Konkurrenz

Red-Bull-Teamchef Christian Horner befürchtet massiv steigende Kosten, „weil ein Auto speziell auf einen Reifen abgestimmt entwickelt werden müsste“. Dass sein Team unter diesen Umständen in der Lage wäre, Werksmannschaften wie Mercedes oder Ferrari ein Schnippchen zu schlagen, kann sich der Brite nicht vorstellen und ist froh, dass nur ein Gummi rollt: „Das ist einer der Gründe, warum Red Bull als unabhängiges Team so erfolgreich war, was mit zwei Reifenherstellern im Kampf gegen Automobilkonzerne vielleicht nie möglich gewesen wäre“, glaubt Horner.

Auch aus den Reihen der kleinen Teams gibt es Rückendeckung für den Plan, weiter mit einem Monopolisten zu operieren. Robert Fernley, Co-Teamchef bei Force India, wird deutlich: „Zu den positiven Dingen, die die Formel 1 in der Vergangenheit angestellt hat, gehört der alleinige Reifenhersteller. Daran sollten wir nicht rütteln.“ Die Fahrer hingegen würden das gerne. Sie erhoffen sich, dass durch die Konkurrenzsituation haltbarere und schnellere Produkte entwickelt werden und die Königsklasse insgesamt wieder schneller wird.

Video: Pirelli präsentiert die Formel-1-Saison 2015

Und Pirelli? Die Italiener, die vor dem Hintergrund der veröffentlichten FIA-Ausschreibung fest von einem Erhalt des Status Quo ausgehen, blicken gelassen in die Zukunft. „Es geht darum, was der Sport will“, kommentiert Paul Hembery mögliche Opposition durch Rückkehr-Interessent Michelin, um unverbindlich zu bleiben: „Man muss analysieren, wie die Regeln aussehen und wie sich die Kosten entwickeln. Man kann nichts beschließen, ohne Rahmenbedingungen zu kennen.“

Angst vor einem Duell hat der Sportchef nicht: „Wir sind an 250 Meisterschaften involviert, von denen rund 90 unter Wettbewerb verlaufen“, betont er und schneidet auch die Möglichkeit an, dass Pirelli die Ausschreibung verliert. Hembery nennt zwei Fallstricke, bei denen letzter eher das Zeug zum Fallstrick hat: „Die FIA wird die technische Kompetenz möglicher Zulieferer überprüfen. Dann gibt es einen kommerziellen Aspekt mit dem Promoter zu diskutieren. Also sitze ich 2017 vielleicht hier auf einer Yacht und schlürfe Champagner.“

Valtteri Bottas zu Ferrari? Felipe Massa kann es sich vorstellen

Valtteri Bottas zu Ferrari? Felipe Massa kann es sich vorstellen

Lewis Hamilton und Mercedes haben sich in dieser Woche bis einschließlich der Formel-1-Saison 2018 aneinander gebunden. Jetzt, da der prominenteste Name vom Transfermarkt verschwunden ist, konzentriert sich das Geschehen hinsichtlich möglicher Teamwechsel auf andere Piloten. Einer, dessen Name dabei stets genannt wird, ist Valtteri Bottas.

0

Artikel interessant?

Wenn Dir der Artikel gefallen hat, dann gib ihm hier Deine Stimme.

„Es ist klar, dass sich alle großen Teams Gedanken über die Zukunft machen und ich weiß, dass Valtteri auf allen Listen ein potentieller Kandidat ist“, sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff, nachdem der neue Dreijahresvertrag mit Hamilton unter Dach und Fach war. Bei der Frage, wohin es aktuellen Williams-Piloten Bottas ziehen könnte, gibt es eine Tendenz zu Ferrari, mehr aber auch nicht. Dass der Finne in Maranello irgendwann die Nachfolge seines Landsmanns Kimi Räikkönen antritt, ist derzeit nicht mehr als Spekulation.

Felipe Massa kann sich durchaus vorstellen, dass sein aktueller Williams-Teamkollege früher oder später die Fronten wechseln wird. „Er zeigt, dass er viel Talent hat. Er zeigt, dass er Rennen und WM-Titel gewinnen kann. Da ist es ja ganz normal, dass andere Teams ihre Fühler nach ihm ausstrecken“, bemerkt der Brasilianer, der selbst acht Jahre lang für Ferrari ins Lenkrad griff, bevor er im Winter 2013/2014 zu Williams wechselte.

Massa: Wenn ein Topteam anklopft, muss man zugreifen

© LAT
Der Gerüchteküche zufolge schielt Bottas auf den Platz von Räikkönen bei Ferrari
„Vielleicht ist es Ferrari, vielleicht Red Bull, vielleicht Mercedes, keine Ahnung“, will sich Massa nicht direkt an den Ferrari-Gerüchten um Bottas beteiligen, sondern merkt lediglich an: „Ich denke, dass er im nächsten Jahr noch für dieses Team (Williams; Anm. d. Red.) fahren wird. Ich finde, wir arbeiten sehr sehr gut zusammen und helfen dem Team, besser zu werden. Über alles, was darüber hinausgeht, lässt sich schwer spekulieren. Wenn er die Chance hat, zu einem Topteam zu gehen, dann muss er sie ergreifen. Warum auch nicht, wenn der Zeitpunkt der richtige ist?“

Pat Symonds sieht es genauso und kann es absolut nachvollziehen, dass sich andere Teams für Bottas interessieren. „Er ist ein verdammt guter Fahrer, sicherlich einer der besten, die gerade nachrücken. So gesehen ist es keine Überraschung, dass andere Teams ein Auge auf ihn haben“, sagt der Williams-Technikchef.

Ein Abschied des Finnen vom Rennstall aus Grove ist für Symonds aber noch lange nicht sicher: „Wir dürfen nicht unterschätzen, was Williams ihm bieten kann. Wir befinden uns als Team nach wie vor im Aufbau, sind über die vergangenen zwei Jahre sehr gut vorangekommen. Ich würde es gerne sehen, wenn Valtteri auch in Zukunft für uns fährt. Einfach, um zu sehen, was wir gemeinsam erreichen können.“

Pat Symonds hofft auf langfristige Zusammenarbeit mit Bottas

Felipe Massa, Pat Symonds, Valtteri Bottas© xpbimages.com
Der Williams-Vertrag von Massa läuft noch bis 2016, der von Bottas läuft aus
Zur Vertragssituation von Bottas, dessen Kontrakt mit Williams anders als der von Massa (Vertrag bis Ende 2016) zum Ende dieses Jahres ausläuft, will sich Symonds nicht äußern. „Mein Job ist es nicht, seine vertragliche Position zu kommentieren. Mein Job ist es, uns das bestmögliche Auto zu geben und die besten Fahrer unter Vertrag zu nehmen, die dieses Auto fahren wollen“, stellt der Williams-Technikchef klar.

„Wir haben Pläne in der Schublade, dank derer wir unsere Wettbewerbsfähigkeit steigern sollten. Ich glaube, damit können wir die Siege einfahren, die nicht nur Valtteri anpeilt, sondern die auch Frank, Claire und alle anderen anpeilen“, blickt Symonds im Namen des gesamten Williams-Teams voraus und gibt Bottas einen Rat mit auf den Weg: „Wir haben in der Vergangenheit schon häufiger Fahrer gesehen, die zur falschen Zeit das Team gewechselt haben.“

Supersoft in der Hinterhand: Lotus am Donnerstag zufrieden

Supersoft in der Hinterhand: Lotus am Donnerstag zufrieden

Bei Lotus kann man mit dem Trainingsauftakt in Monaco durchaus zufrieden sein. Pastor Maldonado überraschte am Donnerstag am Vormittag mit einem starken sechsten Platz. Im zweiten Training hing der Venezolaner allerdings im Verkehr fest und konnte seine Zeit nicht mehr verbessern. In der kombinierten Zeitenliste sprang daher nur Rang 13 heraus. Teamkollege Romain Grosjean wurde Elfer. Am Samstag haben die beiden Lotus-Piloten allerdings noch einen „Joker“ in der Hinterhand.

0

Artikel interessant?

Wenn Dir der Artikel gefallen hat, dann gib ihm hier Deine Stimme.

Denn beide Piloten setzten ihre Bestzeiten nicht auf dem superweichen Reifen. „Wir hatten einen guten Tag“, freut sich Grosjean und berichtet: „Pastor war am Vormittag glücklich und ich war am Nachmittag mit dem Auto zufriedener. Es ist eine Strecke, auf der du einfach fahren musst, um das beste Setup zu finden. Heute haben wir gute Fortschritte gemacht, also bin ich damit zufrieden.“

„Natürlich war der Regen am Nachmittag nicht ideal, um die superweichen Reifen auszuwerten, aber das werden wir jetzt am Samstagmorgen machen. Bei diesem Rennen ist die Vorbereitung auf das Qualifying eher entscheidend. Heute ist keiner einen Longrun gefahren, aber ich denke auch nicht, dass das hier so wichtig ist. Am Samstagmorgen wird es um die Vorbereitung für das Qualifying gehen. Es ist gut, noch zwei Sätze von den superweichen Reifen zu haben“, so Grosjean.

Foto: Lotus, Großer Preis von Monaco



Maldonado ergänzt: „Das Auto lief heute nicht schlecht, vielleicht sogar besser als erwartet. Natürlich verbessert sich die Strecke von Runde zu Runde enorm. Also ist es schwierig zu beurteilen, wo man genau steht. Aber es war ein guter Tag, obwohl es am Nachmittag regnete. Das bedeutete, dass wir nicht mit den superweichen Reifen fahren konnten. Aber ich denke, dass wir am Samstagmorgen die Zeit dazu haben sollten.“

„Es wird Interessent werden, wie das Auto auf die weichere Mischung reagiert.“

Pastor Maldonado

„Es wird Interessent werden, wie das Auto auf die weichere Mischung reagiert. Natürlich ist das Qualifying in Monaco immer sehr entscheidend“, weiß der Venezolaner, der sein Können in Monaco in der Vergangenheit bereits oft aufblitzen ließ – allerdings nur in den kleinen Klassen. Während er 2006 in der Formel Renault 3.5 und 2007 und 2009 in der GP2 im Fürstentum gewinnen konnte, sah er in der Formel 1 in bisher vier Anläufen noch nie die Zielflagge.

„Wir hatten eine ziemlich gute erste Sitzung mit Pastor auf Platz sechs“, freut sich derweil Technikchef Nick Chester und ergänzt: „Er war heute Morgen sehr glücklich mit dem Auto, während Romain mit dem Grip und der Balance nicht ganz zufrieden war. Während der Pause nahmen wir einige Änderungen vor und im zweiten Training war Romain dann glücklicher.“

Pirelli: Regen am Donnerstag – Chaos am Sonntag?

Die Premiere des neuen superweichen Formel-1-Reifens von Pirelli fiel am ersten Trainingstag des Grand Prix von Monaco buchstäblich ins Wasser. Ein Regenschauer im zweiten Freien Training behinderte die Rennvorbereitung der Teams, sodass die sonst üblichen Vergleiche der beiden Reifenmischneungen ausfielen. Pastor Maldonado (Lotus) ging zwar einmal mit dem rot markierten superweichen Reifen auf die Strecke, diese war da allerdings schon nass.

0

Artikel interessant?

Wenn Dir der Artikel gefallen hat, dann gib ihm hier Deine Stimme.

So nahm Pirelli-Motorsportchef Paul Hembery nur wenige Erkenntnisse aus den ersten beiden Freien Trainings mit. „Heute gab es nur sehr wenige aussagekräftige Runden. Daher wird unser neuer superweicher Reifen am Samstagvormittag zum ersten Mal richtig gefahren“, so der Brite. Im dritten Freien Training rechnet er mit einer Menge Fahrbetrieb, denn dann soll es, ebenso wie Stand heute im Rennen, trocken sein. „Diese Stunde wird bei der Entscheidung für das Renn-Setup und die Strategie entscheidende sein.“

Im ersten Freien Training waren die Teams bei trockenen Bedingungen ausschließlich mit der weichen Reifenmischung gefahren. Dabei fand Pirelli immerhin heraus, dass sich die Veränderungen an der Strecke, wie zum Beispiel die Verlegung der Fahrbahn im Bereich der Tabak-Kurve, nicht auf die Charakteristik des Kurses ausgewirkt haben.

„Die neuen Asphaltstücke haben keinen Einfluss. Aus unserer Sicht ist das weiterhin eine Strecke, die die Reifen kaum fordert“, sagt Hembery. Daher rechnet der Pirelli-Motorsportchef damit, dass die Strategie im Rennen am Sonntag keine große Rolle spielen wird.

„Eine Einstoppstrategie sollte möglich sein, aber vielleicht versprechen sich einige Teams durch etwas anderes einen Vorteil“, sagt Hembery. Die Hoffnung auf einen spannenden Rennverlauf will er den Fans noch nicht ganz nehmen. „Da die Teams nur auf wenige Daten zurückgreifen können, steigt die Wahrscheinlichkeit eines unvorhersehbaren Qualifyings und Rennens“, sagt Hembery.

Am morgigen Ruhetag der Formel 1 richten sich seine Blicke dann auf den ehemaligen Formel-1-Piloten Martin Brundle. Dieser fährt am Freitag mit einem GP2-Auto, welches mit einem größeren Reifenformat ausgerüstet ist, einige Demorunden auf dem Stadtkurs von Monte Carlo.