EXKLUSIV: The Vaccines spielen drei neue Tracks
Die Vaccines sind eine energiegeladene Garage-Rock-Band, die an die Ramones und Jesus And Mary Chain erinnern und die wie gemacht für heiße Party-Nächte sind, ohne sich in eine Schublade stecken lassen zu wollen.
So wird dann auch jeder, der meint, die Band ihrem passenden Genre zugeordnet zu haben, vom ihrem dritten Album überrascht sein, wie die exklusive Live-Session bei Redbull.com/music zeigt. Kurz bevor die Band ihr neues Album English Graffiti herausbringt, haben wir mit Frontmann Justin Young über Jeans-Westen, die Zusammenarbeit mit Dave Fridmann und die Bedeutung von „The Vaccines“ gesprochen.
Im Player unten : The Vaccines exklusiv mit „20/20”, “I Want You So Bad” und “Dream Lover”.
Die Songs auf dem neuen Album sind tiefgründiger und weit weniger geradlinig als manche erwarten würden. Wie habt ihr eurem Sound eine neue Richtung gegeben?
Nachdem „Come Of Age“ rausgekommen war, haben wir darüber gesprochen, dass wir zwar das Gefühl haben, gute Musik zu machen, aber nicht wirklich wichtige Musik. Wir haben alles daran gesetzt, zeitlos zu sein, anstatt mit der Zeit zu gehen. Also haben wir eine 18monatige bis zweijährige Pause eingelegt, in der wir einiges ausprobiert, wieder verworfen und gelernt haben, um aus unserem selbst auferlegten Ethos auszubrechen. Ein Garage-Rock-Album im Live-Sound war das Letzte, was wir dieses Mal machen wollten.
Vor Kurzem hast du über die „Einfallslosigkeit“ von zeitgenössischem Rock gesprochen. Was meinst du damit?
Ich glaube, dass Rock-Musik noch nie unmoderner war – es ist die Musik der Generation unserer Eltern. Ich will damit nicht sagen, dass das schlecht ist, aber früher war diese Musik die gefährlichste, aufregendste, modernste und rebellischste Musikform – jetzt besteht sie aus einem gewissen Regelwerk, in dem die Macher arbeiten. Ich glaube, dass man das von Pop und Hip Hop nicht sagen kann, da gibt es diese Anarchie und Naivität und dieses Gefühl, dass Dinge zum ersten Mal ausprobiert werden. Beim Pop vermischen sich verschiedene Musikwelten und das finde ich spannend.
Was bedeuten dir “The Vaccines” jetzt?
Die Songs müssen gut sein. Ehrlich gesagt denke ich, wenn wir sechs Monate vorher aufgehört hätten, wäre unser Album nicht so geworden wie es jetzt ist. Wir sind gut darin, Songs zu überarbeiten und ich brauchte eine Weile zum Schreiben, weil wir so beschäftigt mit der Produktion waren, dass ich fast vergessen hatte, in der Zwischenzeit ein paar Pop-Songs zu schreiben.
Was hat euch die Zusammenarbeit mit Produzent Dave Fridmann für das Album gebracht?
Er ist einfach extrem und man muss ihn bei der Arbeit fast zurückhalten. Ein „zu viel“ gibt es für ihn nicht, aber wir waren ja darauf eingestellt, weit zu gehen und er kannte unsere Erwartungen. Der Sound der Akustik-Gitarre bei „Denial“ fegt
dich so weg, das hätten wir mit einem Amp nie so hingekriegt. Aber er wusste, wie weit wir gehen wollten … in unserem Wohlfühlbereich.
Songs wie (All Afternoon) In Love und „Want you so bad“ haben eine traurige und melancholische Seite, so wie manche Songs von Blur sie haben.
Ich liebe diese Seite von Blur. Unsere Songs wurden im Abstand von zwei Tagen geschrieben und das waren für mich vielleicht die befreiendsten Momente der Arbeit an unserem Album. Ich habe sie in meinem Schlafzimmer geschrieben und arrangiert. Dies ist ein Album über Liebe und Verlust, aber es geht nicht nur um einen bestimmten Zeitabschnitt, sondern vielmehr um einen besonderen Ort.
Trotz der Bierflasche und einer herausgestreckten Zunge auf dem Album-Cover seht ihr alle ganz elegant aus. Was ist aus den ärmellosen Jeans-Jacken geworden?
Ich liebe es mir Bands anzusehen und aus ihrer Kleidung zu schließen, aus welcher Ära sie kommen. Die Jeans-Westen waren also ein bisschen Schauspielerei, um ehrlich zu sein. Wir fanden sie einfach witzig.
Ab dem 25. Mai könnt ihr “English Graffiti” hier kaufen.
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