Ex-Porsche Chef ab heute vor Gericht

Vor dem Landgericht Stuttgart beginnt heute der Prozess gegen Wiedeking und seinen Ex Finanzvorstand Härter. Beiden Managern wird Marktmanipulation vorgeworfen im Zusammenhang mit der geplanten VW Übernahme vorgeworfen. Dabei sind die zu erwartenden strafrechtlichen Folgen überschaubar, allerdings öffnet eine Verurteilung den Anlegern die Tür zu Schadenersatzklagen.

Aumotis ist live vor Ort dabei und berichtet vom Verlauf des Verfahrens.

Nico Gerum

Tuning auf koreanisch

Nicht nur die deutschen Hersteller haben hier eine treue und einfallsreiche Tuningszene.  Auch markenübergreifende Events wie die Essen Motorshow haben eine große Strahlkraft und locken Besucher an.

Inzwischen kann auch der koreanische Hersteller Hyundai einige engagierte Fanclubs vorweisen. Deren Mitglieder zeigten sich beim Hyundai Tag 2015  am Stausee Oberwald besonders kreativ. Dabei wurden auch spannende Umbauten präsentiert, die den getunten Fahrzeugen aus Wolfsburg oder Rüsselsheim in nichts nachstehen.

Trotz suboptimaler Wetterbedingungen konnte der Event rund 600 Besucher anziehen. Vor einigen Jahren gab es nicht einmal so viele Hyundai Fahrer.

Die Marke überzeugt jedoch durch hohe Qualität und umfangreiche Garantieversprechen immer mehr Menschen im Autland Deutschland. Dabei bleiben die Preise bei guter Serienausstattung stets in einem angemessenen Rahmen.

Aus eigener Erfahrung mit der Marke Hyundai bleibt das Fazit. Die Fahrzeuge sind nicht billig, sondern im besten Wortsinn ihren Preis wert.

Da bleibt auch mehr Geld für gutes Tuning übrig.

Weiterführende Infos und Bilder aktueller Fahrzeuge gibt es hier

 

Nico Gerum

Bayerischer Staatspreis für Elektromobilität

München, 19. Oktober 2015 – Im feierlichen Ambiente der Münchner Glyptothek haben prominente Persönlichkeiten am Montag Abend die Gewinner der siebten Auflage des eCarTec-Awards gekürt. Der Preis wurde in den Kategorien Sustainable Product & Mobility Concepts, Energy Infrastructure & Storage, Powertrain & Electronics und Electric Vehicle verliehen. Franz Josef Pschierer, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, überreichte die Preise. Als Botschafter der Elektromobilität und Laudatoren traten zudem prominente Persönlichkeiten wie der Schauspieler und Autor Hannes Jaenicke, TV- und Eventmoderatorin Tanja Bülter, Ihre Durchlaucht Isabelle Prinzessin zu Hohenlohe-Jagstberg, Fürst Alexander Schaumburg-Lippe, sowie Opernstar Nadja Michael und Tobey Wilson, Tenor und Entertainer, auf. Strahlende Gesichter gab es an diesem Abend vor allem bei ALDI SÜD, Bender, ZF und Nissan. Neben der Auszeichnung mit dem Bayerischen Staatspreis für Elektromobilität durften sich die Sieger auch noch über ein Preisgeld von jeweils 15.000 Euro freuen.

„Elektromobilität steht an der Schwelle zum Massenmarkt. Deswegen war es der Jury auch sehr wichtig, Unternehmen auszuzeichnen, die mit ihren Produkten dabei helfen, diese Schwelle zu überwinden.“, sagt Robert Metzger, Geschäftsführer der MunichExpo GmbH und Veranstalter der eCarTec. Das Projekt „Sonne tanken bei ALDI SÜD wurde ausgezeichnet, weil es das Laden von Elektrofahrzeugen auf intelligente Weise in den Alltag der Menschen integriert – und für alle kostenfrei ist. Bender macht mit seinem Sensor das Laden von Elektroautos noch sicherer – zu einem deutlich günstigeren Preis als es mit herkömmlichen Sicherungsmechanismen möglich ist. ZF weitet mit seinem Antriebssystem für Niederflurbusse Elektromobilität auf den Öffentlichen Nahverkehr aus. Nissan, einer der Weltmarktführer im Bereich Elektromobilität, überzeugte die Jury mit einem praxistauglichen Fahrzeug, das insbesondere das Nutzungsverhalten gewerblicher Besitzer ideal abdeckt.

Die Gewinner des eCarTec Awards 2015 in der Übersicht:

Sustainable Product & Mobility Concepts
Sonne tanken bei ALDI SÜD

Bei dem Projekt „Sonne tanken“ handelt es sich um ein öffentlich zugängliches Ladenetzwerk für Elektrofahrzeuge und Elektrofahrräder an rund 50 Filialstandorten von ALDI SÜD. Die Aufladung ist kostenfrei, erfolgt ohne Registrierung und kann bequem während des Einkaufs erfolgen. Der Strom für die Ladestationen kommt während der Sonnenstunden aus den auf den Dächern der Filialen installierten Fotovoltaikanlagen. Die Schnellladestationen bieten in nur 30 Minuten eine Reichweitenverlängerung von bis zu 80 Kilometern bei Elektrofahrzeugen und bis zu acht Kilometern bei Elektrofahrrädern.

Energy Infrastructure & Storage
RCMB121-1 – Bender

Ein wesentlicher Bestandteil der Infrastruktur ist der Einsatz von Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCD) Typ A. Diese sind jedoch nicht für DC-Fehlerströme ausgelegt, die bei der Ladung von Elektrofahrzeugen entstehen können. Für den Lademodus 2 steht mit dem Differenzstrom-Überwachungsmodul RCMB121-1 die kompakte Lösung für den Einsatz in einem Ladekabel (IC-CPD) zur Verfügung, mit der sowohl Gleichfehlerströme als auch pulsierende Wechselfehlerströme erkannt und ausgewertet werden können. Dadurch wird das Laden von Elektroautos noch sicherer – bei deutlich niedrigeren Kosten für die Sicherungsmaßnahmen.

Powertrain & Electronics
Elektroportalachse AVE 130 –  ZF Friedrichshafen AG

Die innovative, am ZF-Standort in Passau gefertigte Elektroportalachse AVE 130 treibt die E-Mobilität in Niederflur-Stadtbussen voran: Auf Basis eines integrierten elektrischen Einzelradantriebs ermöglicht sie lokal emissionsfreies Fahren auf hohem Leistungsniveau – und das besonders wirtschaftlich. Darüber hinaus steigert die AVE 130 in mehrfacher Hinsicht den Komfort und schafft in Bus-Innenräumen mehr Platz sowie neue Gestaltungsoptionen.

Electric Vehicle
Nissan eNV200

Im Vergleich zu fossilen Fahrzeugen überzeugt der Elektro-Transporter eNV200 mit deutlich geringeren Unterhaltskosten, dem nahezu lautlosen Antriebsstrang, dem stufenlosen Getriebe und einer zügigen Beschleunigung vom ersten Meter an. Die Batterien des eNV200 lassen sich an einer CHAdeMO Schnellladestation in unter 30 Minuten auf 80 Prozent ihrer Kapazität neu laden. Der kompakte Van glänzt mit einem 4,2 m großen Laderaum – das entspricht etwa zwei Europaletten – und einer Nutzlast von 770 Kilogramm. Die Reichweite einer Batterieladung beträgt nach dem neuen europäischen Messzyklus NEFZ (Neuer Europäischer Fahr-Zyklus) 170 Kilometer. Das liegt deutlich über den durchschnittlich 100 Kilometern, die 70 Prozent aller im Flottensektor eingesetzten Kompakt-Vans täglich abspulen.

Alle Gewinner des eCarTec Awards sowie die diesjährigen Nominierten jeder Kategorie sind in einer Sonderschau in der Halle A5, Stand 500 zu begutachten – und sie werden online unter http://www.ecartec.de/ecartec-munich/awards/ecartec-award/ näher vorgestellt.

Über die eCarTec Munich 2015
Die eCarTec Munich ist die weltweit größte Fachmesse für Elektro- und Hybrid-Mobilität. Internationale Aussteller präsentieren auf der eCarTec Munich sowie ihren beiden Parallelmessen MATERIALICA – Lightweight Design for New Mobility und sMove360° – Connected Car die komplette Bandbreite nachhaltiger Mobilität, von intelligenten Leichtbaukonzepten und innovativen Batteriesystemen über Ladesäulen und Ladeinfrastruktur, Antriebsmodellen und Elektrofahrzeugen aller Art bis hin zu modernen eSharing-Modellen und Mobilitätskonzepten.
Die messeeigene Teststrecke eLiveDrive, ein umfangreiches Kongressprogramm sowie die Verleihung des MATERIALICA Design + Technology Awards und des eCarTec Awards als Bayerischer Staatspreis für Elektromobilität runden das attraktive Rahmenprogramm der Messe ab. Die eCarTec Munich 2015 findet von 20. bis 22. Oktober 2015 in den Messehallen A5 und A6 der Messe München statt.
Weitere Informationen unter: www.ecartec.com

Hyundai kann auch Racing

Vier Klassensiege in fünf Einsätzen – und das auf der anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt: Der Hyundai i30 Turbo hat beim neunten Saisonrennen der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring erneut einen Sieg in der Klasse SP2T (Rennwagen mit Turbomotor bis 1.750 ccm Hubraum) errungen. Das Fahrertrio Markus Schrick, Jens Dralle und Heiko Hammel war bei herbstlichem Wetter von der Pole-Position der Klasse ins Rennen gegangen. Der i30 Turbo bewies im Rennbetrieb erneut seine Beständigkeit und verbesserte sich auf dem Weg zum Klassensieg um 15 Positionen im Gesamtklassement.

In seinem Debütjahr hat damit der Hyundai i30 Turbo am Nürburgring in der VLN Langstreckenmeisterschaft und beim 24-Stunden-Rennen seine technische Stärke und Zuverlässigkeit demonstriert.

Seit drei Jahren schlägt das motorsportliche Herz von Hyundai an der Nürburgring-Nordschleife. Auf dem 20,8 Kilometer langen Asphalt-Band mit 33 Links- und 40 Rechtskurven und Steigungen bis zu 17 Grad ist nicht nur äußerstes fahrerisches Können, sondern eine ausgereifte Technik gefordert. „Die Nürburgring-Nordschleife bietet das perfekte Terrain, unsere Fahrzeuge im Renneinsatz zu erproben und ihre Zuverlässigkeit zu bestätigen“, sagt Markus Schrick, Geschäftsführer von Hyundai Motor Deutschland. Der 55-Jährige, ein Automobilmanager mit Benzin im Blut, zählt bei den VLN-Renneinsätzen selbst zum Fahrerteam des Hyundai i30 Turbo.

Nach dem Erfolg des Hyundai Veloster Turbo in den vergangenen zwei Jahren schickt Hyundai seit Saisonbeginn 2015 zusätzlich das Volumenmodell i30 in der Version mit 1,6-Liter-Benziner mit Turboaufladung auf die Strecke. Der 230 PS starke Hyundai i30 Turbo, der vom erfahrenen Team des Hyundai Autohauses Schumann betreut wird, errang in seinem Debütjahr bei fünf Starts vier Siege in der Klasse SP2T. Beim Saisonhöhepunkt, dem 24-Stunden-Rennen, machte er im Rennen trotz eines unfallbedingten längeren Boxenstopps insgesamt 76 Plätze gut und absolvierte mehr als 3.000 Kilometer im härtesten Renneinsatz.

„Der i30 hat seine Qualität und Zuverlässigkeit unter Beweis gestellt“, unterstreicht Markus Schrick. „Das Fahrzeug ist zwar für den Renneinsatz optimiert, kommt aber aus der Serie und verfügt somit über viele Serienkomponenten. Mehr als 80 Prozent des Antriebsstrangs gleichen denen des Serien-i30. Wesentliche Teile wie Motor, Getriebe, Antriebswelle, Achsteile oder die hinteren Bremsscheiben aus der Hyundai Serienproduktion haben sich im i30 Turbo auch im Rennsport bewährt.“

Bei Hyundai wird der Technologietransfer zwischen Motorsport und Serie im Alltag gelebt: Bei den Rennveranstaltungen auf dem Nürburgring sind Techniker des Europäischen Test- und Entwicklungszentrums von Hyundai (Hyundai Motor Europe Technical Center, HMETC) mit Sitz in Rüsselsheim vor Ort und sammeln Daten, die später in der Zentrale ausgewertet werden und in die Entwicklung der Serienfahrzeuge einfließen. Seit zwei Jahren ist Hyundai mit einer Außenstelle des HMETC am Nürburgring vertreten. Von der modernen Anlage aus führt Hyundai sogenannte „beschleunigte Dauertests“ durch, bei denen Serienmodelle in kürzester Zeit mindestens 480 Runden, also rund 10.000 Kilometer, in der „Grünen Hölle“ absolvieren. Die Belastungen dabei entsprechen in etwa 150.000 bis 180.000 Kilometern im normalen Straßenverkehr.

Leaf bekommt mehr Reichweite

Leaf bekommt mehr Reichweite

Mit dem Leaf des Modelljahr 2016 bringt Nissan die Elektromobilität einmal mehr einen großen Schritt voran: Mit der Einführung des modifizierten Leaf im Oktober 2015 steigt die Reichweite auf 250 Kilometer gemäß NEFZ. Damit lässt der Leaf nicht nur alle Wettbewerber im Segment hinter sich, sondern verbessert auch die Alltagstauglichkeit und die Art und Weise, wie Elektroautos von den Kunden wahrgenommen werden.

Dieses bemerkenswerte Reichweiten-Plus von 26 Prozent eröffnet den Fahrern ganz neue Möglichkeiten. Zu verdanken ist dieser Zuwachs der Einführung einer neuen Batterie mit 30 kWh Kapazität. Sie ist das unbestrittene Highlight eines Updates, mit dem der Leaf des Modelljahres 2016 seine Marktposition als leistungsfähigstes und praktischstes Elektroauto der Welt untermauert. Zusammen mit einigen Neuerungen bei Design, Technik und Ausstattung erhöht die längere Reichweite die Attraktivität des Leaf ganz erheblich und macht ihn für Millionen von Autofahrern zu einer echten Alternative zu konventionell angetriebenen Fahrzeugen.

„Das meistverkaufte Elektroauto der Welt wird jetzt noch besser .Für viele europäische Kunden, denen bislang noch ein wenig Vertrauen in die Welt der Elektroautos fehlte, wird der Leaf mit 250 Kilometern Reichweite nun zur ersten Wahl.“

Paul Willcox, Chairman Nissan Europe.

 

 

 

 

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Neue Preise machen alle Leaf-Varianten attraktiver denn je 

Dass Gutes nicht immer das letzte Hemd kosten muss, beweist Nissan mit den ab 1. Oktober 2015 gültigen Preisen für das weltweit meistverkaufte Elektromobil. Der Einstieg in die Elektromobilität beginnt beim neuen Leaf 2016 in Visia-Ausstattung und der bewährten 24 kWh-Batterie bei Batterie-Mietoption bei 23.060 Euro. Wer die mittlere Ausstattungslinie Acenta wählt, erhält diese für 26.060 Euro – die Top-Ausstattung Tekna ist für 28.460 Euro zu haben. Wer das Auto inklusive der 24 kWh-Batterie anschafft, bekommt den Leaf Visia ab 28.960, den Acenta ab 31.960 Euro und den Tekna ab 34.360 Euro.

 

Die neue 30 kWh-Batterie wird in den Ausstattungslinien Acenta und Tekna mit acht Jahren Garantie bei maximal 160.000 Kilometern Fahrleistung angeboten. Auch der neue Stromspeicher kann gemietet werden, was die Anschaffungskosten eines Leaf in Acenta-Version für 28.060 Euro möglich macht, die einer Tekna-Version für 30.460 – jeweils zuzüglich der monatlichen Batteriemiete.

Bei der Anschaffung von Leaf und Batterie belaufen sich die Preise bei der Acenta-Ausstattung auf 33.960 Euro, bei der Tekna-Ausstattung auf 36.360 Euro.

Neue Batterie, längere Garantie – so einfach zu nutzen wie immer

Das Aufladen der neuen Akkus ist genauso einfach und bequem wie bei der aktuellen Version. Es funktioniert zuhause, an öffentlichen Ladesäulen und im zügig wachsenden deutschen und europäischen Netz von CHAdeMO-Schnellladestationen – dem besten Netz für Elektroautos. Trotz der höheren Kapazität ist die neue Batterie an einem CHAdeMO-Schnelllader ebenfalls innerhalb von 30 Minuten von 0 auf 80% ihrer Kapazität aufgeladen. Und Nissan ist von der Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der neuen 30-kWh-Batterie so überzeugt, dass das Unternehmen eine Garantie von acht Jahren bzw. 160.000 Kilometer Laufleistung gewährt.

Der neue Leaf ist ab sofort beim Nissan Partner bestellbar, die Auslieferung des nun auch in Bronze erhältlichen Stromers beginnt im Januar 2016.

Vorstand wechselt ohne Karenzzeit zum direkten Konkurrenten

In einer Pressemitteilung vom heutigen 16.10.2015 geben Daimler und VW den Wechsel von Frau Dr. Christine Hohmann-Dennhardt bekannt. Sie bekleidet derzeit den Vorstandsposten für Integrität und Recht bei der Daimler AG. Sie soll zum 1.Januar 2016 den gleichen Posten bei der Volkswagen AG übernehmen.

Daimler ermöglicht für den Wechsel  zu VW sogar die vorzeitige Auflösung des bis 28.2.2017 laufenden Vertrages und stärkt damit einen direkten Konkurrenten. Entweder ist Frau Dr. Hohmann-Dennhardt die bestmögliche zu diesem Zeitpunkt verfügbare Besetzung, dann sollte Daimler und hier besonders der Aufsichtsrat alles daran setzen diese Personalie zu halten anstatt einen Mitbewerber zu stärken. Oder sie ist nicht die optimale Besetzung für diesen Posten, dann hätte der Aufsichtsrat bei VW eine bessere Wahl treffen können.

Nach Einschätzung des Autors ist Dr.  Hohmann-Dennhardt aufgrund der hervorragenden Tätigkeit auf Ihrem Gebiet bei der Daimler AG sicher qualifiziert die Aufgabe beim offenkundig aus dem Ruder gelaufenen VW Konzern hervorragend auszufüllen und daher tatsächlich die erste Wahl für dieses Vorstandsgebiet.

Noch spannender als die Frage welcher der beiden Automobilkonzerne sich künftig mit der zweitbesten Besetzung für dieses Vorstandsressort zufrieden gibt, ist allerdings der offensichtliche Verstoß gegen die üblichen guten Sitten.

Bei dem direkten Wechsel von Leonhard Birnbaum aus dem RWE Vorstand zum Konkurrenten EON war das Problembewusstsein in der Politik groß. Quer durch alle Parteien äußerten sich Politker aus der 1. und 2. Reihe mit Hinweisen über die eine mögliche vorgeschriebene Karenzzeit bei dem Wechsel zu einem direkten Konkurrenten. Besonders da es untersagt ist jegliches Insiderwissen bei dem neuen Arbeitgeber zur Anwendung zu bringen.

Dies ist bei Dr. Hohmann-Dennhardt umso kritischer, das sie anders als Birnbaum vor 2 Jahren auch das exakt gleiche Vorstandsressort übernimmt.
Angesichts der Krise bei der „Deutschland AG Volkswagen“ ist zu erwarten, dass bei diesem Wechsel aus der Politik jedoch allseits Lob zu vernehmen sein wird. Erste positive Kommentare aus dem Verkehrsministerium von Herrn Dobrindt sind bereits zu vernehmen.

Der Zweck heiligt scheinbar die Mittel, gerade ein Vorstandsposten für Integrität und Recht sollte mit dem nötigen Fingerspitzengefühl besetzt werden. Der Schulterschluss der Konkurrenten Daimler und Volkswagen hinterlässt hier einen faden Beigeschmack.

Weitere Informationen zu den Themen Karenzzeit,  angemesses Verhalten für Führungskräfte und Politker finden Sie unter anderem bei

www.transparency.de

 

Nico Gerum