Auch in diesem Jahr bietet die Messe Zürich wieder neben dem Genfer Automobilsalon viel für Autointeressierte zu sehen und zu erleben. Anders als die meisten Messen protzt Zürich nicht mit Neuerscheinungen oder abgehobenen Prototypen. Hier werden Fahrzeuge ausgestellt, die der Kunde auch tatsächlich käuflich erwerben kann. Dabei ist vom kleinen Fiat 500 bis zur getunten Corvette alles dabei. Auch außergewöhnliche Stücke finden sich auf der Messe. Zudem gibt es eine Menge Fahrsimulatoren und andere interaktive Möglichkeiten sich an verschiedenen Ständen einzubringen.
Nico Gerum
UnternehmerInnen denken in erster Linie daran, dass die Fahrzeuge ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis haben, wenn die eigene Flotte im LKW-Bereich erweitert wird. Effizient, ökonomisch und ökologisch sollten sie sein. Die vielen Kolleginnen und Kollegen fahren weltweit tausende und aber tausende von Kilometern den Highway bzw. die Straßen auf diesen Trucks. Zeit und Kosten machen den Wettbewerb für Unternehmer und Fahrer gleichermaßen schwer. Der Druck für den Fahrer ist enorm und der Alltag stressig. Viele Stunden verbringen die Fahrer im Nah- und Fernverkehr im LKW, umso wichtiger ist es, dass man sich in seinem Zuhause wohlfühlt. Die meisten Unternehmer kennen die gesundheitlichen Risiken, die dem Fahrer zugemutet werden und beugen diesen vor, indem sie den Fahrern LKWs ermöglichen, die nicht nur ein Maximum an Sicherheit bieten, sondern auch eine gewisse Wohlfühlatmosphäre generieren.
Auf der Nutzfahrzeugausstellung in Amsterdam zeigten die Hersteller, wie wichtig es ist, den Fahrern den physischen und psychischen Druck zu nehmen und viele bewiesen, dass sie den Auftrag ernst nehmen. Entlastung ist möglich indem man den Fahrern annähernd die Atmosphäre gibt, die er von zu Hause kennt. Für einen Fahrer ist der LKW mehr als nur der Arbeitsplatz. Gehegt und gepflegt bekommen die tonnenschweren Trucks ihre eigenen Kosename, werden liebevoll gestaltet und eingerichtet. Das Zuhause ist unter der Woche nicht das eigene Haus, sondern der Truck! Umso wichtiger ist es, in Kleinigkeiten zu investieren, die einem das Leben als Fahrer erleichtern. Angefangen von mehrfach zu verstellenden Sitzen mit Sitzheizung, Standheizung, Klimaanlage, Kühlschrank und bequemen Betten bis hin zu Fernseher und eigener kleiner Küche ist alles möglich. Wichtig ist für viele Fahrer die Bewegungsmöglichkeit und der Stauraum auf den langen Reisen.
Die Hersteller gehen unterschiedliche Wege bei den genannten Punkten aber noch nicht jeder nimmt sich den Sorgen der Fahrer so an, wie es große OEMs machen. Die Großen der Branche wie Scania, Mercedes, Volvo, DAF und MAN bieten ungeahnte Möglichkeiten der Individualisierung für die Fahrzeuge an. Sie denken dabei nicht nur an Euro Norm 6 und Effizienz, sondern wandeln den LKW-Bereich immer ein Stück mehr in das eigene Zuhause des Fahrers. Den Ingenieuren ist bei der Entwicklung eines LKWs anzumerken, wie wichtig die Fahrer selbst und insbesondere ihre Sorgen sind und planen dies Stück für Stück bei jeder neuen Entwicklung mit ein.
Während bei einigen wenigen Herstellern öder Einheitsbrei mit billigem Hartplastik herrscht, der nur dem Zweck des Fahrens dient, dominiert bei vielen qualitativ hochwertig anmutende Verarbeitung mit feinster Technik, die voll auf den Fahrer ausgelegt ist. Der Komfort und die kleinen Helferlein erleichtern einem Fahrer das alltägliche Leben auf der Straße. Jeder Fahrer ist individuell – genauso gehen die großen Hersteller den Bau eines modernen LKW an. Wird bei manchen Herstellern auf die reine Effizienz für den Unternehmer geachtet, denken andere schon ein sehr großes Stück weiter.
Effizienz ist nur dann gut, wenn das Komplettpaket stimmt. Dabei ist immer noch der wichtigste Teil der Fahrer, der es verdient gesundheitlich geschützt zu werden und auf seinen Strecken rund um die Welt einen gewissen Komfort zu genießen.
Thorsten Raschke
Der Bereich Nutzfahrzeuge mit seinen tonnenschweren „Spritschluckern“ ist in Wahrheit ein echter Innovationstreiber bei der Senkung des Verbrauchs und beim Umweltschutz. Bei Fahrleistungen von 100.000km und mehr im Jahr sind Kosten für Kraftstoff ein wesentlicher Wert für Spediteure und Flottenbetreiber.
Gerade in einer Branche mit großem Verdrängungswettbewerb ist Effizienz enorm wichtig. Jede neue Fahrzeuggeneration ist gegenüber den Vorgänger merklich sparsamer. Gleichzeitig sind die Fahrzeuge immer weiter auf geringe Wartungskosten und lange Haltbarkeit getrimmt. Außerdem sorgt der modulare Aufbau für gute Zugänglichkeit einzelner Baugruppen.
Auf der Nutzfahrzeugmesse in Amsterdam hatten nun alle großen Hersteller ihre neusten Modelle in allen Größen dabei. Besonders auffällig war die aktive und prominente Bewerbung der Abgasnorm Euro 6. Die Hersteller demonstrieren damit ihre Kompetenz, besser Emmisionswerte auch zusätzlich den Verbrauch senken zu können.
Das zweite große Themenfeld war die Sicherheit der Fahrer. Anhand eines realen Beispielfahrzeuges war es sehr gut möglich die Crashzonen einer Zugmaschine zu erkennen. Gerade die völlig ohne Motorhaube auskommende Konstruktion stellt die Hersteller zur Absorbtion der Crashenergie vor konstruktive Herausforderungen.
Inzwischen gilt allerdings, dass die besten Fahrzeuge jederzeit mit einer aktuellen Luxuslimousine beim Thema Insassenschutz vergleichbar sind.
Nico Gerum
Auf der Nutzfahrzeugausstellung des Messezentrums der Rai in Amsterdam war – wie schon auf der IAA in Frankfurt – die Concept-Studie des Renault Alaskan zu bewundern. Der Midsize-Pickup wird voraussichtlich 2017 in Serie gehen und wird auf der Plattform des Nissan Navara aufgebaut. Mit einer Tonne Nutzlast soll der Renault-Lastesel dann auch ordentlich Gepäck mitnehmen können und ein weltweit gefragtes Marktsegment bedienen. Die Abmessungen sollen sich beim Serienfahrzeug nicht mehr ändern. Als Antrieb nutzt der Franzose einen 2,3 Liter großen Vierzylinder-Dieselmotor mit Common-Rail-Technik und Twin-Turbo-Aufladung mit satten 190 PS. Er soll für schnelle Beschleunigung bei gemäßigtem Verbrauch sorgen.
Der Renault Alaskan ist der praktische Begleiter für Handwerker und Arbeitstiere. Bereits auf den ersten Blick ist die Familienzugehörigkeit des Alaskan Concept durch das markentypische Renault-Gesicht erkennbar, das Logo prangt zudem deutlich auf dem Kühlergrill. Auffällig sind die großen Radkästen sowie die 21-Zoll großen Räder. Bremssättel, Radnaben und Außenspiegelgehäuse sind blau, am Heck befindet sich ein goldgelber Abschlepphaken. An den Scheinwerfern sowie den Rücklichtern kommt Voll-LED-Technik zum Einsatz.
Das 5,10 Meter lange Ungetüm wächst in einen Markt, der in Europa noch relativ unausgewogen und verschlafen ist. Auch Mercedes-Benz will 2017 einen Midsize-Pickup auf der Basis eines Navaras herausbringen, dies könnte eine neue, spannende und herausfordernde Nische im deutschen Automarkt sein. Während die Amerikaner schon seit Ewigkeiten auf Lastesel wie den Ford F 150 bis zum F 650 setzen, wurde diese Thema in Europa eher spärlich angegangen. Ja, der Amarok von VW ist gut – aber auch teuer – da sind uns die Cowboys aus den USA einen Schritt voraus. Ein Nutzfahrzeug wie der Alaskan wird aber in Deutschland nur den Erfolg feiern können, wenn Preis, Effizienz, Ökonomie und Ökologie zusammen passen. Die Concept-Studie lässt bei allen Individualisten und Arbeitstieren Freude aufkommen. Man darf gespannt sein, wie Renault die Studie des Alaskan bis 2017 umsetzt und auf den Markt bringt.
Thorsten Raschke


Die niederlaendische Metropole Amsterdam ist fuer Fahrraeder, Flussfahrten und Kaese bekannt. Ausserdem gelten die Niederlaender gemeinhin als offenes Volk und genau so empfangen sie auch die Besucher der Nutzfahrzeugmesse auf dem Gelaende der RAI.
Neben den grossen Herstellern MAN, Mercedes, Volvo, DAF und Scania sind auch viele kleinere Anbieter mit Zubehoer und cleveren Loesungen rund um das Thema vertreten.
Auch hochwertige Modelle der Giganten der Strasse werden zum Kauf angeboten. Eines der Leitthemen der Messe ist Umwelt und Oekologie, sowie effizientes Fahren. Selbst rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge sind vertreten.
Detaillierte Berichte zu einzelnen Fahrzeugen und Flottenmanagement, sowie spezifischen Loesungen folgen im Anschluss an die Messe.
Nico Gerum/Thorsten Raschke
Brenstoffzelle ist Daimler und Daimler ist Brennstoffzelle! Dieses gängige und in den deutschen Medien oft kolportierte Bild ist schlichtweg falsch. Weder A-Klasse noch B-Klasse oder sonstige Versuchsträger haben es in Europa als erstes auf den Markt geschafft.
Das erste tatsächlich erhältliche Serienfahrzeug stammt mit dem IX35 Fuel Cell von Hyundai. Fakt ist auch, die Marke Hyundai hat mehr Brennstoffzellenfahrzeuge in Europa verkauft, als die versammelte Konkurrenz gemeinsam und verfügt als erster Hersteller über ein speziell geschultes und ausgestattetes Händlernetz.
Gleichzeitig ist der Hyundai IX35 Fuel Cell auch bis heute die günstigste Variante ein Brennstoffzellenfahrzeug zu bewegen. Beim Autosalon in Genf im Januar 2015 gefiel vorallem die aufgeräumte und für den Kunden nicht komplizierte Technik.
Im Grunde ändert sich für den Fahrer absolut nichts. Er tankt lediglich statt Benzin oder Diesel eben Wasserstoff. Gleichzeitig werden keine giftigen Gase ausgestossen, sondern reiner Wasserdampf.
Die Preise für den ix35 Fuel Cell beginnen bei 65.450€ oder 1290,-€ Leasingrate ohne Anzahlung (bei 20.000km/Jahr).
Die bisher in Europa zugelassenen Einheiten des ix35 Fuel Cell haben der Umwelt bereits viele Tonnen CO2 und andere Schadstoffe erspart. Sofern die Produktion des Wasserstoffs mit nachhaltiger Energiegewinnung stattfindet eine rundum saubere Sache und eine echte Alternative zum Elektrofahrzeug mit beschränkter Reichweite.
Nico Gerum


Brennstoffzelle in Genf

Dieser Motor verbrennt Wasserstoff

Innen bietet der ix35 die gleichen Eigenschaften, wie die konventionellen Geschwister

aktuelles Infotainmentsystem

modernes Cockpit