Kraftvoller Auftritt: BMW präsentiert den BMW M6 GT3 auf der Internationalen Automobil Ausstellung (IAA) in Frankfurt.

BMW hat im GT-Rennsport die Weichen für die Zukunft gestellt: Auf der 66. Internationalen Automobil Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main (DE) präsentiert BMW den neu entwickelten BMW M6 GT3. Die Motorsportversion des BMW M6 Coupé wird ab der Saison 2016 weltweit in vielen Meisterschaften und bei renommierten Rennveranstaltungen von zahlreichen privaten Teams im Rahmen der BMW Sports Trophy eingesetzt.

Prof. Dr. Martin Winterkorn: „Die Neuerfindung von Volkswagen“

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Wolfsburg/Frankfurt am Main, 14.09.2015

• 20 weitere Elektroautos und Plug-In-Hybride bis 2020 angekündigt
• Konzern hat nicht nur die breiteste Elektro-Flotte, sondern auch die größte vernetzte
  Fahrzeugflotte auf der Straße
• Kunden sollen von Technologien des automatisierten Fahrens schnellstmöglich
  profitieren
• Volkswagen bringt Präzision, Werthaltigkeit und Qualität seiner Autos auch in die
  digitale Welt

Im Volkswagen Konzern herrscht Aufbruchsstimmung. Zum Auftakt der 66. Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main sagte der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen Aktiengesellschaft, Prof. Dr. Martin Winterkorn, am Montagabend: „Wir sind dabei, Europas größten Automobilkonzern neu zu erfinden: technologisch, wirtschaftlich und was die Strukturen angeht.“ Bis 2020 kündigte der Konzernchef 20 weitere Elektroautos und Plug-In-Hybrid-Modelle an – vom Kleinwagen bis zum nächsten Phaeton und Audi A8: „Klarer kann man sich nicht zur Elektromobilität bekennen.“ Schon heute verfüge das Unternehmen über die breiteste Elektro-Flotte der Automobilwelt. Aber auch beim Zukunftsfeld Digitalisierung fahre Volkswagen ganz vorne: „Unser Konzern hat bereits die größte vernetzte Fahrzeugflotte auf der Straße. Bis 2020 machen wir jedes unserer neuen Autos zum rollenden Smartphone.“

„Angesichts der großen gesellschaftlichen und technologischen Umbrüche erwarten die Menschen neue Antworten, neue Lösungen und neue Wege von uns“, so Winterkorn. Volkswagen stelle sich diesen Herausforderungen, etwa bei der Elektromobilität, und zeige dies auch auf der IAA. Winterkorn: „Der Porsche Mission E und der Audi e-tron quattro concept sind nichts weniger als ein Quantensprung für unsere Industrie.“ Beide Fahrzeuge verfügen über eine rein elektrische Reichweite von 500 Kilometern. Zudem stehe der neue Volkswagen Tiguan GTE dafür, „wie wir den Plug-In-Hybrid jetzt konsequent in weitere Klassen und Segmente bringen“. Mit „V-Charge“ (Volkswagen) und „Turbo Charging“ (Porsche) zeige der Konzern zudem zukunftsweisende Konzepte und Technologien für das Laden von Elektroautos. An die Politik richtete der Konzernchef den Appell: „Die richtigen Fahrzeuge sind da. Jetzt braucht es die richtigen Rahmenbedingungen, damit sich diese Schlüsseltechnologie durchsetzen kann.“

Auch das zweite große Zukunftsfeld, die Digitalisierung sei längst Teil der DNA von Volkswagen: „Bei uns haben Connectivity und modernstes Infotainment in allen Marken und allen Klassen Einzug gehalten“, sagte Winterkorn in Frankfurt. Und weiter: „Unser Konzern hat bereits die größte vernetzte Fahrzeugflotte auf der Straße. Aber wir gehen weiter: Bis Ende dieses Jahrzehnts machen wir jedes unserer neuen Autos zum rollenden Smartphone.“ Damit ebne das Unternehmen „nicht zuletzt den Weg für eine der faszinierendsten Technologien unserer Zeit: das automatisierte Fahren“.
Winterkorn: „Audi und Volkswagen sorgen dafür, dass unsere Kunden schnellstmöglich davon profitieren: auf der Autobahn, im Stop-and-Go oder bei der Parkplatzsuche.“ Auch völlig neue, digitale Bedienkonzepte wie die Gestensteuerung seien bei Volkswagen „keine Science-Fiction, sondern schon in Kürze Realität in unseren Autos“.

Der Vorstandsvorsitzende stellte fest, er könne sich an keine Zeit erinnern, in der das Unternehmen parallel an so vielen und so vielversprechenden Themen gearbeitet habe wie heute: „Bei Volkswagen herrscht Aufbruchsstimmung. Jetzt zahlt sich aus, dass wir mit ‚Future Tracks‘ die ersten waren, die den Wandel des Automobils zum Thema Nummer 1 gemacht haben.“ Mit Blick auf neue Wettbewerber aus dem IT-Bereich stellte er aber auch klar: „Wir bleiben im Driver Seat: Mobilität in all ihren Facetten wird auch im digitalen Zeitalter unsere ureigene Domäne und Leidenschaft bleiben.“

An all den neuen Themen arbeite der Konzern mit der gleichen Intensität und Leidenschaft wie an höchster Verarbeitungsqualität und den besten Verbrennungsmotoren. Winterkorn: „Technologische Führerschaft definiert sich nicht mehr nur über PS und Drehmoment. Wir bringen die Präzision, die Werthaltigkeit und Qualität unserer Autos in die neue, digitale Welt.“

Weltpremiere des neuen Tiguan in Frankfurt

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Wolfsburg/Frankfurt, 14.09.2015

• Präsentation des neuen SUV auf dem Volkswagen Konzernabend und der
  Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA)
• Neues Design und neue Technik für den Tiguan

Die Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt wird zur Bühne für die Präsentation des neuen Tiguan. Nach mehr als 2,6 Millionen verkauften Exemplaren der ersten Generation enthüllt Volkswagen am heutigen Konzernabend und auf der morgen beginnenden IAA die neueste Generation des SUV.

Volkswagen zeigt den neuen Tiguan in vier Variationen (1) auf der IAA (Publikumstage: 17. bis 27. September): Als Serienversionen werden der besonders sportliche Tiguan R-Line sowie das klassische Onroad-Modell und eine gezielt auf den Geländeeinsatz zugeschnittene Offroad-Version präsentiert. Einen Ausblick auf die weitere Entwicklung des SUV-Bestsellers gewährt indes der Tiguan GTE – eine Studie mit einem Plug-In-Hybridantrieb (160 kW / 218 PS Systemleistung).

Die zweite Generation des Bestsellers basiert konstruktiv als erstes SUV des Volkswagen Konzerns auf der wegweisenden Plattform MQB (Modularer Querbaukasten). Mit dieser verbessern sich alle Eigenschaften des Tiguan: Die Karosserie-Proportionen des neuesten Volkswagen SUV sind auffallend sportlich, das Design zeigt in jeder Perspektive Charisma und das Gewicht konnte im Vergleich zum Vorgänger um mehr als 50 Kilo reduziert werden. Dabei macht das Platzangebot im Innen- und Gepäckraum einen riesigen Sprung. Das Kofferraumvolumen des neuen Tiguan nimmt bis zu 615 Liter auf (beladen bis zur Rückbank); werden die Rücksitzlehnen umgeklappt, entsteht eine Kapazität von 1.655 Litern. So ergibt sich ein Plus von 145 Litern.

Ein Plus an Effizienz kennzeichnet auch die Motoren: Hier steht ein breites Spektrum von acht Aggregaten zur Verfügung; sie leisten zwischen 85 kW / 115 PS und 176 kW / 240 PS. Die Antriebe wurden stärker und gegenüber dem Vorgänger trotzdem um bis zu 24 Prozent sparsamer. Über die neue 4MOTION Active Control lässt sich zudem der Allradantrieb individueller und einfacher an alle möglichen Einsatzbedingungen anpassen. Dank der souveränen Antriebskonzeption ist der Tiguan für Anhängelasten bis zu 2.500 Kilo ausgelegt. Die Assistenzsysteme perfektionieren Komfort, Dynamik und Sicherheit (u.a. Front Assist mit City-Notbremsfunktion und Fußgängererkennung, Lane Assist und Multikollisionsbremse serienmäßig). Die Onlinedienste erschließen neue Servicedimensionen (u.a. automatische Unfallmeldung, Online-Verkehrs- und Parkplatzinfos, Fahrzeugzustandsbericht), die Bordelektronik integriert via „App-Connect“ alle aktuellen Smartphones der Apple- und Android-Welt in die Funktionsumfänge der Infotainmentsysteme und selbst Tablets werden dank der App „Media Control“ zum integrativen Bestandteil des Automobils. So entstand ein Tiguan, mit dem Volkswagen das Segment der A-SUV (Sport Utility Vehicle) in weiten Teilen neu definiert.

Verbrauchswerte

1) Aktuelle Werte zum Kraftstoffverbrauch liegen noch nicht vor.

Inklusions Radtour macht Station bei Audi

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Ingolstadt, 14.09.2015

• Paralympioniken zu Gast im Werk Ingolstadt
• Audi beschäftigt in Deutschland rund 3.000 Menschen mit Handicap
• Studie der Universität St. Gallen: „Vollwertige Integration gelungen“

Etappenziel Audi: Auf einer Tour von Nürnberg nach München machen am 22. September rund 20 Tandem Radler mit und ohne Handicap Station in Ingolstadt. Die Besucher, darunter mehrere Paralympioniken, wollen sich bei Audi darüber informieren, wie das Unternehmen Menschen mit Behinderung integriert.

Die Tandem‑Tour ist Teil der Kampagne „Jobs für Menschen mit Behinderung“. Mit dieser Aktion will die private Stiftung „MyHandicap“ die Stärken von Arbeitnehmern mit Behinderung in den Fokus rücken. Zu den prominenten Teilnehmern zählt unter anderem der 16-fache Paralympics‑Goldmedaillengewinner im Bereich Ski Alpin, Gerd Schönfelder. Ebenfalls mit von der Partie sind die Handbike-Weltmeisterin und Paralympionikin Christiane Reppe sowie die bayerische Behinderten­beauftragte Irmgard Badura. Auf ihrer dreitägigen Fahrt durch Bayern machen die Radler Halt bei verschiedenen Unternehmen und Institutionen, so auch bei Audi.

Die AUDI AG beschäftigt deutschlandweit rund 3.000 Mitarbeiter mit Behinderung, allein am Standort Ingolstadt sind es mehr als 2.000. In den vergangenen fünf Jahren hat das Unternehmen in enger Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat und der Schwerbehindertenvertretung rund 400 neue Arbeitsplätze für Menschen mit Handicap geschaffen. Dazu gehören vor allem ergonomisch angepasste Produktions‑Arbeitsplätze für Mitarbeiter, die nicht dauerhaft im Stehen oder taktgebunden arbeiten können. Ein weiteres Beispiel ist die hauseigene Fahrradwerkstatt in Ingolstadt: Hier kümmern sich Mitarbeiter, darunter auch Menschen mit Behinderung, um die rund 1.700 Werkfahrräder am Standort. Am 22. September werden sie außerdem die Tandems der Inklusions‑Radfahrer auf Vordermann bringen.

Den Erfolg seiner Integrationsmaßnahmen hat Audi erst kürzlich wissenschaftlich untersuchen lassen. Eine Studie der Universität St. Gallen kam zum Ergebnis: Mitarbeiter mit gesundheitlichen Einschränkungen fühlen sich im Unternehmen vollwertig integriert. Darüber hinaus sind „gemischte“ Gruppen oft kreativer und erzeugen mehr Ideen als Teams ohne Menschen mit Leistungseinschränkungen.

Die Schweizer Stiftung „MyHandicap“ wurde im Jahr 2004 von Joachim Schoss ins Leben gerufen. Er ist Gründer der Scout24‑Gruppe und nach einem Unfall selbst behindert.

IAA Auftaktpressekonferenz

VDA Präsident Matthias Wissmann

 

Meine Damen und Herren,
ich begrüße Sie sehr herzlich zu unserer IAA-Auftakt-Pressekonferenz.
„Mobilität verbindet“ lautet das Motto der 66. IAA Pkw. Und es passt zu dieser weltweit wichtigsten Automobilmesse wie maßgeschneidert. Denn der Megatrend des vernetzten und automatisierten Fahrens wird hier in Frankfurt für alle sichtbar, greifbar, erlebbar! Und wir sind international verbunden auf der IAA wie kaum anderswo („Mobility connects“).

Das intelligente, vernetzte Auto kommuniziert mit seiner Umwelt, mit anderen Verkehrsteilnehmern. Es kann selbständig einparken, warnt frühzeitig vor Verkehrshindernissen, verhindert Unfälle. Einfach ausgedrückt: Autofahren wird in den kommenden Jahren noch sicherer und noch komfortabler. Die Vernetzung leistet darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz: Weil unnötige Staus künftig vermieden werden können, gehen die CO2-Emissionen weiter zurück, auch der lästige Parksuchverkehr in den Städten wird deutlich reduziert.

Die IAA zeigt: Auto und Smartphone werden zu einer Einheit, das vernetzte Auto wird zur mobilen Kommunikationsplattform.

Bereits heute hat jeder vierte Neuwagen eine Internetverbindung, in zwei Jahren werden es 80 Prozent sein. Die Digitalisierung entwickelt sich mit Riesenschritten. Allein die deutsche Automobilindustrie – Hersteller und Zulieferer – investiert in den kommenden drei bis vier Jahren 16 bis 18 Mrd. Euro in Forschung und Entwicklung zum vernetzten und automatisierten Fahren.

Was bislang noch auf verschiedenen Messen getrennt zu sehen war – etwa auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas und der Detroit Motor Show –, wird hier auf der IAA erstmals in einem großen Gesamtzusammenhang gezeigt: auf den Ständen der Hersteller und Zulieferer – sowie im neuen Ausstellungsbereich der „New Mobility World“ in Halle 3.1 und im Freigelände auf insgesamt 30.000 Quadratmetern.

Über 180 Aussteller bilden die New Mobility World, allein in Halle 3.1 sind 46 Pkw zu sehen, darunter Elektroserienfahrzeuge, Studien und Vorserienfahrzeuge. Mehr als 60 Pedelecs, vom Citycruiser bis zum sogenannten „Fatbike“, können IAA-Besucher ausprobieren. Die IT-Branche ist in ihrer ganzen Vielfalt vertreten – vom Start-up bis zum internationalen Konzern. 200 Veranstaltungen finden in der New Mobility World statt.

Im Freigelände werden die großen Zulieferer – Bosch, Continental und ZF – live zeigen, wie die Verkehrssicherheit durch Vernetzung und Automatisierung in Zukunft weiter deutlich gesteigert werden kann. Da bremst das Auto von selbst, wenn plötzlich ein Fußgänger die Straße überquert. Da hilft der Notausweichassistent, um einem Hindernis auszuweichen, da verhindert der Linksabbiegeassistent Kollisionen in Kreuzungsbereichen, da unterstützt der Baustellenassistent den Fahrer in engen Autobahnbaustellen.

Am Ziel angekommen, warnt ein Höhenassistent den Fahrer rechtzeitig, falls das Fahrzeug mit Dachträger und Fahrrad für die Parkhauseinfahrt zu hoch ist.

Noch ein technologischer Leckerbissen, der Parkplatzprobleme lösen hilft: Das Auto kann künftig seinen Parkplatz selbst suchen und finden – und parkt dann durch einen einfachen Druck auf das Smartphone automatisch in kleinste Lücken ein.

Der Outdoor-Parcours ist mit 12 Fahrzeugen ausgestattet.

Die Beispiele machen deutlich: Hier auf der IAA verbinden sich Automobil und digitale Welt für die Mobilität – mit enormen Vorteilen für die Menschen, die Wirtschaft und die Umwelt. Die IAA bietet heute einen faszinierenden Blick auf die Mobilität von morgen.

Die Elektromobilität ist ein weiterer Kernbestandteil der IAA. Viele Hersteller haben hierzu bereits Modelle im Angebot oder bringen neue Fahrzeuge auf den Markt. Und viele Zulieferer zeigen ihre technologisch innovativen Beiträge dazu. Gerade im urbanen Bereich haben Elektrofahrzeuge große Vorteile: Sie fahren lokal emissionsfrei – und mit deutlich geringeren Nutzungskosten.

Wir alle wissen natürlich: Die Rahmenbedingungen müssen stimmen, damit der Hochlauf der Elektromobilität gelingen kann. Wer als Leitanbieter die Weltmärkte überzeugen will, tut gut daran, seine Heimatmarkt zum Leitmarkt zu machen. Und wer Leitmarkt sein will, muss vorangehen und darf nicht nur abwarten. Auch wenn der Spritpreis derzeit günstig ist: Auf lange Sicht müssen und werden wir uns unabhängiger vom Öl machen. Die Elektromobilität ist ein wichtiger Schritt dorthin. Mit anderen Worten: die Politik muss dringend die Rahmenbedingungen für den Leitmarkt Deutschland auf den Weg bringen.

Die IAA zeigt allerdings auch, dass der klassische Verbrennungsmotor in den kommenden Jahren weiter eine tragende Rolle spielen wird. Er hat noch erhebliches Optimierungspotenzial. An vielen Stellschrauben wird gedreht: Geringerer Hubraum, höhere Aufladung und konsequenter Leichtbau sorgen dafür, dass die neuen Fahrzeuge noch effizienter im Kraftstoffverbrauch werden, entsprechend gehen die CO2-Emissionen zurück.

Und ich betone: Der moderne Clean Diesel ist ein Saubermann. Er ist nicht nur sehr sparsam im Verbrauch, sondern weist mit der anspruchsvollen Euro-6-Norm auch äußerst niedrige Schadstoffemissionen auf. Allen Kritikern des Diesel sei gesagt: Wer es ernst meint mit Klimaschutz und CO2-Reduktion, der muss auch Ja sagen zum Clean Diesel.

Der Blick auf CO2-Zahlen und Verbrauchswerte darf eines nicht ausblenden: die Emotion. Für sehr viele Menschen weltweit ist das eigene Auto mehr als nur ein Verkehrsträger. Es ist auch Ausdruck der Persönlichkeit. Ich nenne das schlicht „Faszination Auto“, die auf dieser IAA erneut zu erleben sein wird. Leidenschaft, Enthusiasmus, Freude – all das macht das Auto, neben allen rationalen Gründen, so begehrenswert.

Der Weltautomobilverband OICA (The International Organization of Motor Vehicle Manufacturers/Organisation Internationale des Constructeurs d’Automobiles) wird am Mittwoch hier auf der IAA eine internationale TNS-Studie vorstellen, die sich auch mit der Frage beschäftigt, welche Bedeutung das Auto für die Menschen in verschiedenen Kontinenten hat. Der VDA gehört zu den Initiatoren dieser Studie. Ich will das Ergebnis nicht vorwegnehmen, mancher Beobachter wird überrascht sein.

Auch die Kennzahlen der IAA sind erfreulich: Die Messe ist wieder „fully booked“. Wie bei der IAA 2013 umfasst die Ausstellungsfläche 230.000 Quadratmeter. Das entspricht 33 Standard-Fußballfeldern. 1.103 Aussteller aus 39 Ländern präsentieren in den Messehallen und im Freigelände ihre Neuheiten. Das ist die höchste Ausstellerzahl seit Beginn des Jahrhunderts. Und die IAA ist in der Tat die internationale Leitmesse: 40 Prozent der ausstellenden Unternehmen kommen aus dem Ausland, 37 Prozent der ausländischen Aussteller kommen aus Asien.

Die Zahl der vertretenen Länder steigt gegenüber der IAA 2013 um 11 Prozent auf 39 Nationen. Die Top-5 der ausländischen Länderbeteiligungen sind China, Südkorea, Frankreich, Großbritannien und Italien.

Die IAA zeigt die globale Welt des Automobils. Das macht sie so einzigartig. Und sie ist die einzige Messe, die die gesamte Wertschöpfungskette des Automobils abbildet: 404 Zulieferer sind in Frankfurt vertreten (davon kommen 55 Prozent aus dem Ausland) – und selbstverständlich nahezu alle bedeutenden Automobilhersteller. Das unterstreicht die große Anziehungskraft der IAA für Aussteller und Besucher.

Über eine Nachricht freuen wir uns ganz besonders: Die Zahl der Weltpremieren hat noch einmal zugelegt. In der letzten Woche gab es weitere Meldungen von Ausstellern. Damit werden auf dieser IAA 219 Weltpremieren gezeigt. Das sind 60 mehr als zur IAA 2013!

Der Zuwachs beträgt 38 Prozent und ist ein klarer Beleg für die international herausragende Stellung dieser Messe als Innovationsplattform. Allein die Automobilhersteller präsentieren 83 Weltpremieren, die Zulieferer sind mit 98 Weltneuheiten dabei, auf sonstige Aussteller entfallen 38 Weltpremieren.

Hinzu kommen 27 Europapremieren und 33 Deutschlandpremieren. Die IAA zündet damit ein echtes Innovationsfeuerwerk!

Die Besucher erwarten zudem viele Sonderaktionen. Ich nenne hier beispielhaft die Geländewagen-Teststrecke, die Probefahrten, die Oldtimer-Sonderschau, das IAA-Kinderkino, die Auktion klassischer Fahrzeuge und die Modellauto-Sammlerbörse Automania.

Besonders aufmerksam machen möchte ich Sie auf den neuen Recruiting-Bereich „job and career“ in Halle 4.0, der sich ausschließlich der Karriere und der beruflichen Weiterentwicklung in der Automobilindustrie widmet. Zusätzlich werden die bestehenden Aktivitäten goING und workING, die sich an Schüler und Studierende richten, fortgeführt. Außerdem machen 28 Fachveranstaltungen die IAA zu einem großen Mobilitätskongress.

Die weltweite Bedeutung der IAA wird dadurch unterstrichen, dass am 16. und 17. September auf der IAA das G7-Verkehrsministertreffen stattfindet. Bundesverkehrsminister Dobrindt wird dabei seine Amtskollegen aus Japan, USA, Kanada, Großbritannien, Italien und Frankreich empfangen. Am G7-Verkehrsministertreffen nehmen auch die EU-Kommissare Bulc und Oettinger teil. Im Mittelpunkt des G7-Treffens steht das vernetzte und automatisierte Fahren sowie die Frage, welche Bedeutung diese Entwicklung für Politik und Wirtschaft hat. Das G7-Treffen nach Frankfurt zu legen, ist verständlich: Die Internationalität ist hier enorm hoch. Und keine andere Automobilmesse hat eine so große und internationale Medienpräsenz: Bis heute haben sich bereits über 9.000 Journalisten aus 87 Ländern akkreditiert. Insgesamt erwarten wir rund 12.000 Medienvertreter aus aller Welt.

Bevor die Bundeskanzlerin am Donnerstag die IAA eröffnet, finden morgen und am Mittwoch die beiden Pressetage statt. An diesen beiden Tagen kommt auf Sie ein wahrer Marathon zu:

Insgesamt gibt es 93 Pressekonferenzen, davon 52 am ersten Pressetag.

Der Anteil der Pressekonferenzen von ausländischen Ausstellern liegt bei 59 Prozent, ein weiterer Hinweis auf die Internationalität der IAA.

Auf einen Termin möchte ich Sie besonders hinweisen: Morgen Abend (15.09.) findet erstmals die MediaNight der New Mobility World in Halle 3.1 statt, hierzu laden wir Sie herzlich ein.

Die IAA ist auch ein Gradmesser der Automobilkonjunktur. Und natürlich wissen wir, dass es in einigen Regionen der Welt durchaus Herausforderungen gibt. Darauf stellt sich diese Industrie ein. Doch entscheidend für die IAA ist vor allem das konjunkturelle Umfeld in Europa. Und das ist gut. Wir freuen uns, dass sich der westeuropäische Pkw-Markt derzeit so dynamisch entwickelt. Für das Gesamtjahr erwarten wir ein Plus von knapp 6 Prozent auf 12,8 Mio. Pkw. Auch die neuen EU-Länder kommen voran.

Der große US-Markt ist ebenfalls im Plus und wird 2015 um 3 Prozent auf knapp 16,9 Mio. Neuwagen zulegen – das wäre dann der höchste Absatz seit zehn Jahren. China bleibt auf Kurs, schaltet jedoch einen Gang zurück. Für das Gesamtjahr rechnen wir nun mit einem Volumen von rund 19 Millionen Pkw. Mittel- und langfristig bleibt der weltgrößte Pkw-Markt klar auf Wachstumskurs.

All dies gibt Rückenwind für die weltweit wichtigste Automobilmesse, die IAA.